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Deutsche Bahn

09.01.2019

Pendlerin aus München versteigert den "Bahn-Verspätungsschal"

Sara Weber twitterte über den Verspätungsschal ihrer Mutter: Ein Jahr hielt die Pendlerin fest, wie oft die Bahn zu spät kam.
Bild: Sara Weber, twitter.com/sara__weber

Viele haben sich gefragt was Pendlerin Claudia Weber mit dem Schal macht, den sie strickte, um die Verspätung der Deutschen Bahn zu dokumentieren. Sie will ihn versteigern.

Als Pendler hat man es oft schwer. Vor allem die Menschen im Münchner Umland können davon ein Lied singen. Doch statt sich zu ärgern, hat Claudia Weber angefangen, einen Schal zu stricken - je nachdem, wie viel Verspätung ihr Zug hatte, kamen unterschiedlich-farbige Reihen dazu. Ein ganzes Jahr lang hat sie gestrickt. Nachdem ihre Tochter Sara darüber getwittert hatte, erlangte der Schal große Aufmerksamkeit in den Medien. Und viele haben sich gefragt: Was passiert jetzt mit dem Verspätungs-Schal aus dem Jahr 2018?

Tochter Sara hat es nun auf Twitter verraten. Der Schal soll zugunsten der Bahnhofsmission versteigert werden. Bei Ebay kann noch bis zum Montagabend des 14. Januars geboten werden.

Hinter dem "Bahn-Verspätungsschal", der wie ein Strichcode aussieht, steckt System: "Pro Tag zwei Reihen: grau bei unter 5 Minuten, rosa bei 5 bis 30 Minuten Verspätung, rot bei Verspätung auf beiden Fahrten oder einmal über 30 Minuten", erklärte Tochter Sara. Die Journalistin postete das Werk ihrer Mutter auf Twitter und erhielt innerhalb kurzer Zeit tausende Likes und begeisterte Kommentare.

"Bahn-Verspätungsschal" wird für einen guten Zweck versteigert

Über 21.000 User favorisierten den Tweet, mehr als 6100 Mal wurde er schon geteilt. "Türstörungen, Weichenstörungen, verspätete Züge aus Zugfolge", schreibt Sara Weber in einem anderen Post. Ihre Mutter hatte geplant, sechs Knäuel Wolle zu verstricken, nur die Hälfte sei grau gewesen. Übrigens: Das MVV-Ticket der Pendlerin kostet im Abo mehr als 175 Euro pro Monat.

Aktuell liegen die Gebote für den Schal schon bei mehr als 1100 Euro. Und auch im neuen Jahr wird Claudia Weber wieder einen Schal stricken, das sagte sie der Abendzeitung. Immerhin sei sie froh, dass es die Deutsche Bahn gibt. Jeden Tag mit dem Auto in die Arbeit zu fahren, komme für sie nicht in Frage. Für 2019 ist sie gut gewappnet: "Ich habe genug graue Wolle und hoffe, dass das neue Jahr besser wird." (dwo)

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