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Piraten-Politiker
21.09.2016

Leiche durch Berlin gebracht - Suizid von Politiker bleibt mysteriös

Der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner soll vor seinem Suizid einen Mann getötet haben.
Foto: Britta Pedersen (dpa)

Bevor der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner sich selbst das Leben genommen hat, tötete er wohl einen 29-jährigen Mann. Nun laufen die Ermittlungen zum Ablauf der Tat.

Im Fall des Piraten-Politikers Gerwald Claus-Brunner, der sich nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt selbst das Leben genommen hat, laufen die Ermittlungen zum Ablauf der Tat. Zu Berichten von "Bild" und "B.Z.", wonach Claus-Brunner sein totes Opfer mit einer Sackkarre durch Berlin gefahren haben soll, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch: "Die Leiche muss transportiert worden sein - wie auch immer."

Es stehe fest, dass der 29-jährige Mann in einer Wohnung im Wedding durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper getötet und dann in Claus-Brunners Wohnung im Stadtteil Steglitz gebracht wurde. Der 44-Jährige habe sich dann einige Tage später selbst getötet. Die beiden Leichen waren am Montag in Brunners Mietwohnung entdeckt worden. Sie lagen laut Steltner in verschiedenen Zimmern.

Claus-Brunner trat als Politiker stets mit Latzhose und Kopftuch auf und war dadurch bekannt geworden. 2011 zog er als Mitglied der ersten Piratenfraktion ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Bei der Wahl am Sonntag verpassten die Piraten den Wiedereinzug ins Parlament. dpa

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