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Neue Gesetze

30.06.2019

Porto, Kindergeld, Rente: Das ändert sich ab 1. Juli 2019

Wer noch 70-Cent-Briefmarken hat, muss sie ab dem 1. Juli für einen mit der Deutschen Post versendeten Brief mit einer 10-Cent-Marke ergänzen.
Bild: Fabian Sommer, dpa

Neue Gesetze und Änderungen ab 1. Juli 2019 in Deutschland: Zum Monatsbeginn ändert sich einiges - unter anderem steigen das Briefporto und das Kindergeld.

Was ändert sich am 1. Juni 2019 in Deutschland? Gleich mehrere neue Gesetze, Verordnungen und Änderungen treten im Juni in Kraft und wirken sich direkt auf das Leben vieler Menschen aus. So wird das Verschicken von Briefen teurer, Eltern bekommen mehr Geld für ihre Kinder und man kann sich mehr Zeit für seine Steuererklärung lassen.

Was die anderen Neuerungen im Juli 2019 sind, lesen Sie in unserer Übersicht:

Ab 1. Juli 2019 gibt es mehr Kindergeld

Ab dem 1. Juli 2019 wird das Kindergeld erhöht. So viel bekommen Eltern dann:

  • Für das erste und zweite Kind: Erhöhung von 194 auf 204 Euro
  • Für das dritte Kind: Erhöhung von 200 auf 210 Euro
  • Für das vierte und jedes weitere Kind: Erhöhung von 225 auf 235 Euro

Die Erhöhung führt bei Unterhaltspflichtigen zu einer leichten Absenkung des Mindesunterhalts. Das entspricht dem Barunterhaltsbetrag, auf den minderjährige Kinder Anspruch haben und den der Unterhaltspflichtige zahlen muss.

Die sogenannte Düsseldorfer Tabelle regelt die Beitragshöhe. Wenn vom Mindestunterhalt des Kindes, laut der Tabelle, 50 Prozent (bei Minderjährigen) beziehungsweise das volle Kindergeld (bei Volljährigen) abgezogen wird, errechnet sich der monatliche Zahlbetrag, den der Unterhaltspflichtige zu begleichen hat.

Das ändert sich im Juli: Die Deutsche Post erhöht das Briefporto

Ab Juli 2019 werden in Deutschland die Portopreise für Briefe und Postkarten erhöht. Das teilte die Deutsche Post mit. Die Erhöhung soll zunächst bis Ende 2021 gelten. Ein Standardbrief der Deutschen Post soll ab Juli dann 80 Cent kosten. Der Preis einer Postkarte im Inland steigt auf 60 Cent.

Ebenfalls werden der Kompaktbrief, der Großbrief und der Maxibrief zehn Cent teurer. Das Porto einer Postkarte steigert sich sogar um 15 Cent - der Preis lag mehr als 15 Jahre bei 45 Cent. Für nicht verbrauchte Marken unterhalb des neuen Wertes wird es im Wert von fünf, zehn, 15 und 20 Cent Ergänzungsmarken geben. Der Umtausch alter Marken wird deshalb nicht nötig.

Es sind nur noch wenige Tage bis zum 1. Juli. Und eines ist jetzt sicher, an diesem Tag wird das Porto für Briefe und Postkarten in Deutschland teurer. Die Bundesnetzagentur hat heute die Porto-Erhöhung durchgewunken.
Video: dpa

Das versenden von Büchern und Waren wird ab Juli 2019 einfacher, aber auch teurer

Anstatt von sechs Produkten - zwei Büchersendungs- und vier Warensendungsprodukten - wird es ab Juli 2019 nur noch zwei bei der Deutschen Post geben. Was sich genau ändert:

  • Es gibt nur noch zwei Gewichtsstufen: Bis 500 Gramm und bis ein Kilogramm.
  • Nur noch fünf Zentimeter Höhe sind erlaubt (35 x 25 x 5 Zentimeter).
  • Bücher- und Warensendungen bis 500 Gramm kosten 1,90 Euro.
  • Bücher- und Warensendungen bis ein Kilogramm kosten 2,20 Euro.
  • Es ist erlaubt, Sendungen zu verschließen. Musterbeutelklammern sind nicht mehr notwendig.

Zuletzt wurde das Porto am 1. Juli 2018 erhöht. Damals stieg der Preis einer 500 Gramm-Sendung von 1,90 Euro auf 2,20 Euro. Scheinbar könnte man auf den ersten Blick von einer Portosenkung sprechen. Allerdings müssen Kunden bei dickeren Sendungen die teureren DHL Päckchen kaufen, da die maximal erlaubte Höhe von 15 auf fünf Zentimeter gesenkt wurde.

Die Deutsche Post hat das Porto für Bücher- und Warensendungen erhöht.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa

Mehr Zeit für die Steuererklärung ab Juli 2019

Bislang mussten Steuerzahler bis zum 31. Mai ihre Steuererklärung abgeben. Ab Juli ändert sich das: Steuerpflichtige, die sich nicht steuerlich beraten lassen, müssen ihre Steuererklärung künftig nicht mehr bis Ende Mai, sondern erst bis Ende Juli abgeben.

Steuerpflichtige, die Hilfe von einem Steuerberater bekommen, erhalten zwei Monate mehr Zeit und müssen erst bis zum 28. Februar des übernächsten Jahres ihre Erklärung abgeben.

Daraus ergeben sich ab Juli 2019 folgende Abgabetermine für die Steuerzahler:

  • Steuererklärung für 2018: 31. Juli 2019
  • Steuererklärung für 2019: 31. Juli 2020
  • Steuererklärung für 2020: 31. Juli 2021
Die Einkommensteuererklärung kann nun später abgegeben werden.
Bild: Hans-Jürgen Wiedl, dpa (Symbol)

Renten steigen ab Juli deutlich

Wie sich aus den Daten des Statistischen Bundesamtes zur Lohnentwicklung ergibt, werden die Renten zum 1. Juli 2019 deutlich steigen. In den neuen Bundesländern wird die Rentenerhöhung bei 3,91 Prozent liegen, in den Alten bei 3,18 Prozent. Damit erreicht der Rentenwert des Ostens 96,5 Prozent des Wertes im Westen Deutschlands.

Midijobber müssen ab Juli 2019 weniger Beiträge zahlen

Alle Midijobber dürfen sich ab Juli 2019 freuen: Sie müssen weniger Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Was sind Midijobber überhaupt? Das sind Angestellte, die regelmäßig mehr als 450 Euro verdienen.

Angestellte können bis zu 1300 Euro statt bisher maximal 850 Euro verdienen. Doch die geringeren Renteversicherungsbeiträge führen nicht mehr zu reduzierten Rentenleistungen. Folglich muss der Arbeitnehmeranteil von 9,3 Prozent nicht mehr aus eigenen Mitteln aufgestockt werden. Der Anteil bleibt unverändert. (AZ)

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30.06.2019

Diana D. Ich habe nicht geschrieben, das es keine Kinder geben soll, aber das Bevölkerungswachstum durch noch mehr Kindergeld anzuheizen finde ich volkommen falsch. Z.B. Afrika, dort hat sich die letzten 70 Jahre die Bevölkerung versechstfacht, das ist auch das große Problem von Afrika, soviel Wachstum kann es nicht geben um das auszugleichen und da kann auch die nördliche Welt nicht helfen die Probleme zu lösen, egal wieviel Wirtschaftsflüchtlinge die EU insbesondere Deutschland aufnimmt. Tatsache ist, die Welt ist längst überbevölkert und wird damit kaputt gemacht. Daß zu fördern ist kriminell und sollte bestraft werden.

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30.06.2019

@Peter.G
jeder sollte entscheiden wie viel Kinder er bekommt!
als der Babyboom war hat auch keiner gesagt macht nicht so viele Kinder.
warum haben wir einen Mangel an Kräften weil diese Leute jetzt bald in Rente gehen.
Wer soll dann unsere Renten bezahlen? das können nur die jetztigen Nachkommen machen weniger
Kinder weniger Renteneinzahler!
Und zum Bevölkerung muss man noch was sagen dann hätte es nie Medizin geben dürfen dann würden
die ältere Bevölkerung sicherlich nicht so alt werden wie sie jetzt sind!
es ist ein Quatsch wenn die Babyboomer mal alle gestorben sind sieht das alles wieder anders aus dann geht sie zurück!
also bitte aufhören mit diesem Reden oder wollen sie sagen die alten sollten wir alle Sterben lassen
und die jungen Menschen keine Kinder bekommen dürfen?
dann viel Spaß auf unserem Planeten Erde

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28.06.2019

Wieso wird Kindergeld ab dem 3. Kind weiter erhöht, Kindergeld sollte auf Grund der Überbevölkerung der Welt nach dem 2. Kind komplett abgeschafft werden. Das ist ein weiterer Anreiz für die Einwanderer aus den armen Eu Ländern, mit dem Kindergeld ein gutes Leben in Deutschland ohne Arbeit zu führen. Mit der Bevölkerungsexplusion wächst doch erst die Armut und die Zerstörung der Welt-Natur. Wie dumm sind eigendlich Politiker!

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23.06.2019

Man sieht, daß die Post noch ein Staatsbetrieb ist. Sie kann steigern, die Leistung verringern und trotzdem wird dis durch die Netzagentur durchgewunken. Besoners krass: Bücher- und/oder Warensendung. Teurer und gleichzeitig wird z.B. die Dicke einer Buchsendung um 66% gesenkt. Also doppelt verteuert.
Wenn alle Dienstleister prozentual so zuschlagen würden ...

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