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Corona-Pandemie

21.02.2021

Präsident der Intensivmediziner: „Können Corona im Herbst im Griff haben“

Ein Intensivpfleger versorgt auf der Covid-19 Intensivstation (ITS) im Städtischen Klinikum Dresden einen Corona-Patienten.
Bild: Robert Michael, dpa (Symbolbild)

Exklusiv Eine dritte Corona-Welle lässt sich aus Sicht der deutschen Intensivmediziner kaum noch verhindern. Dafür könnten sich in der zweiten Jahreshälfte die positiven Folgen der Impf-Offensive zeigen.

Der Präsident der deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, ist zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen kann - vorausgesetzt, dass sich eine große Zahl von Menschen impfen lässt. "Wenn sich jetzt alle Menschen bald gut durchimpfen lassen, dann könnte es sein, dass wir Corona Ende des dritten Quartals 2021, also im Herbst, im Griff haben", sagte Marx unserer Redaktion. "Aber das setzt wirklich voraus, dass sich so gut wie alle impfen lassen. Sonst entstehen in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten."

Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin DIVI.
Bild: Fabrizio Bensch, dpa

Chef der Intensivmediziner appelliert an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen

Sorge macht dem Mediziner die britische Mutante des Coronavirus. Marx geht davon aus, dass die Corona-Zahlen wieder nach oben gehen werden. "Ich muss es klar sagen und in dieser Woche wollen wir das noch näher debattieren: Wir gehen von einer dritten Welle aus", betonte der Experte und appellierte an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen: "Unsere Bitte lautet darum: Lassen Sie sich impfen – auch mit AstraZeneca."

Marx forderte darüber hinaus, neben der Erforschung von Impfstoffen auch stärker und regelmäßig in die Entwicklung von Therapeutika gegen das Coronavirus zu investieren. Das Forschungsministerium hatte zuletzt angekündigt, 50 Millionen Euro dafür auszugeben. "Wenn man sieht, mit welchen Summen die Impfstoffentwicklung flankiert wurde, sind die vom Bundesforschungsministerium angekündigten 50 Millionen Euro in der Tat keine sehr hohe Summe", sagte Marx, ergänzte jedoch: "Es würde uns aber auch nichts nützen, wenn man jetzt diesen Betrag verdoppelte. Viel wichtiger wäre uns eine Verstetigung. Forschung braucht Geld – und eben Zeit." (AZ)

Lesen Sie hier das ganze Interview: Intensivmediziner Gernot Marx: "Wir könnten Corona im Herbst im Griff haben"

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