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Verkehr

20.02.2018

Raser in Hamburg wegen Mordes verurteilt

Weil er durch Hamburg raste und dabei einen tödlichen Unfall verursachte, ist ein 25-Jähriger vom Hamburger Landgericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Bild: Axel Heimken, dpa

Weil er durch Hamburg raste und dabei einen tödlichen Unfall verursachte, ist ein 25-Jähriger vom Hamburger Landgericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Er verursachte einen tödlichen Unfall mit einem gestohlenen Taxi - jetzt hat das Hamburger Landgericht den 25-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann habe sich des Mordes, des zweifachen versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung sowie der vorsätzlichen Gefährdung des Straßenverkehrs und des Diebstahls schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter der Großen Strafkammer. "Wir haben es hier mit dem vorsätzlichen Werk eines maximal rücksichtslosen Täters zu tun."

Der Angeklagte habe das von ihm gestohlene Taxi bewusst in den Gegenverkehr gelenkt und am Ballindamm ein anderes Taxi frontal gerammt. Zuvor habe er den Wagen auf der Flucht vor der Polizei noch auf mindestens 163 Stundenkilometer beschleunigt.

Bei dem Zusammenstoß am frühen Morgen des 4. Mai 2017 war ein 22 Jahre alter Fahrgast ums Leben gekommen, der Taxifahrer und ein weiterer Fahrgast wurden schwer verletzt. Mit der Strafe entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die Verteidigung des Litauers hatte sich für vier Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung und gefährlicher Körperverletzung ausgesprochen. Das Gericht dagegen wertete die Tat als Mord. Zum einen habe der Mann eine Straftat - den Taxi-Diebstahl - verdecken wollen, zum anderen habe er das auto als gefährliches Werkzeug benützt. Damit seien zwei Mordmerkmale erfüllt. (dpa/AZ)

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