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Rückblick
28.10.2019

50 Jahre Internet: Was wurde aus StudiVZ, MyVideo und Co.?

Bevor Facebook, Instagram und Twitter sich verbreiteten, war StudiVZ eines der größten sozialen Netzwerke in Deutschland. Sogar Angela Merkel hatte ein Profil.
Foto: studiVZ, dpa

Heute dominieren Google und Facebook das Internet. Welche Konkurrenten auf dem Weg dorthin auf der Strecke geblieben sind.

Das Internet wird 50 Jahre alt. Am 29. Oktober 1969 ging das sogenannte Arpanet online, die früheste Form des heutigen World Wide Webs. Erst im Laufe der 1990er Jahre etablierte sich die Technik außerhalb der Forschung und Universitäten. Seit dieser Zeit hat es sich stark gewandelt: Internetseiten kamen und gingen. Hier folgt eine Auswahl:

StudiVZ wurde 2005 gegründet und galt in den 00er-Jahren als wichtigstes soziales Netzwerk in Deutschland. 2012 sollen die Nutzerzahlen, mutmaßlich infolge der Etablierung Facebooks, um 80 Prozent eingebrochen sein. Das Pendant für Schüler, SchülerVZ, wurde 2013 eingestellt. StudiVZ ist heute noch erreichbar, die Betreiber haben allerdings vor einiger Zeit Insolvenz beantragt. Nach eigenen Angaben sind 10 Millionen Nutzer bei StudiVZ angemeldet. Wie viele von ihnen die Plattform noch nutzen, ist hingegen nicht bekannt.

Myspace gibt es seit 2003. Zunächst war es ein Anbieter für kostenlosen Datenspeicher, bis 2006 wuchs es zu einem sozialen Netzwerk mit 100 Millionen Mitgliedern. Drei weitere Jahre später waren fast dreimal so viele Nutzer angemeldet. Stand es 2010 noch auf Platz 16 der meistbesuchten Seiten im Internet, so liegt es laut dem Amazondienst Alexa heute auf Rang 3596.

Myspace wurde 2003 gegründet und war zeitweise eines der größten sozialen Netzwerke. Seit einigen Jahren ist die Plattform kaum noch relevant.
Foto: Screenshot, archive.org, myspace.com

2011 plante Google, seinem größten Konkurrenten Facebook auch in dessen Kerngeschäft Social Media die Stirn zu bieten. Das Unternehmen schuf die Plattform Google+ und vernetzte sie mit anderen Google-Diensten wie dem dem Mailangebot Gmail. Auch deshalb entwickelten sich die Nutzerzahlen rasant, 2012 nannte Google 100 Millionen aktive Nutzer. Kritiker bezeichneten das Netzwerk als "Geisterstadt". Es werde nur genutzt, weil es an die bestehenden Dienste angeschlossen sei. Im April 2019 wurde das Netzwerk für private Nutzer eingestellt.

Google wollte mit seiner Plattform "Google+" Facebook Konkurrenz machen. Das misslang: Im April wurde die Plattform eingestellt.
Foto: dpa (Screenshot)

MyVideo war eine deutsche Alternative zur Google-Tochter Youtube. Das Portal wurde 2006 gegründet, wenig später stieg ein Tochterunternehmen von ProSiebenSat1 in das Unternehmen ein. Das Portal verabschiedete sich 2015 von nutzergenerierten Videos. 2017 wurde das Angebot eingestellt. Wer heute die Myvideo-Adresse in seinen Browser tippt, landet auf der Videoseite von ProSieben.

MyVideo war eine deutsche Youtube-Alternative. Heute gibt es die Seite nicht mehr.
Foto: dpa (Screenshot)

Ähnlich erging es Clipfish. Die Seite gehörte zu RTL, bot anfangs ebenfalls nutzergenerierte Videos an. Später folgten Filme, Serien und RTL-Sendungen. Seit 2017 führte die Seite zu dem Nachfolger Watchbox. Heute führen beide Seiten zur RTL-Mediathek "TVnow". (AZ)

Das deutsche Videoportal Clipfish wurde 2017 aufgelöst.
Foto: dpa (Screenshot)
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