Newsticker
10.000 Impfdosen stehen bereit: Bayern beginnt mit Impfungen für Polizisten
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Schauspieler Mahershala Ali hofft auf seinen zweiten Oscar

Porträt

30.01.2019

Schauspieler Mahershala Ali hofft auf seinen zweiten Oscar

Mahershala Ali ("Green Book") ist als bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Auch für den Oscar ist der Kalifornier nominiert.
Bild: Jordan Strauss, Invision, dpa

Mahershala Ali, der Mann mit dem biblischen Namen, spielt in „Green Book“ den berühmten Pianisten Don Shirley. Jetzt ist er wieder für den Oscar nominiert.

Maher-Schalal-Hasch-Bas. Ein Name, so kompliziert, dass man ihn wohl zweimal lesen muss. Ein biblischer Name. Aber wohl auch unter den Bibelfesten nur wenigen geläufig. Vielleicht war das auch der Grund, warum Mahershala Ali seinen Geburtsnamen ein wenig kürzte.

Zwar ist Mahershala im ersten Moment nicht viel einfacher auszusprechen – und immer noch sehr außergewöhnlich. Passend zu einem talentierten Schauspieler wie Ali, der am 25. Februar auf seinen zweiten Oscar hoffen kann.

Nominiert ist er für seine Nebenrolle im Film „Green Book – Eine besondere Freundschaft“. Die Biografie stellt nicht seine Figur Don Shirley, den afroamerikanischen Ausnahme-Pianisten in den Mittelpunkt, sondern seinen Chauffeur Tony Lip, den Proleten mit den italienischen Wurzeln aus der New Yorker Bronx, gespielt von Viggo Mortensen.

Mahershala Ali: Für "Moonlight" gewann er seinen ersten Oscar

Ali ist 1974 im kalifornischen Oakland geboren. Da hieß er noch Mahershalalhashbaz Gilmore. Benannt nach dem zweiten Sohn des Propheten Jesajas aus der Bibel. Keine Überraschung, wenn man erfährt, dass seine Mutter eine Geistliche ist. Das Talent fürs Schauspielen hat er vom Vater, der selbst auf der Bühne stand. Später konvertierte der Kalifornier zum Islam – und benannte sich in Mahershala Ali um.

Seine Schauspielausbildung erhielt er an der New York University. Anschließend spielte er in zahlreichen Theaterstücken wie „Der Kaufmann von Venedig“ mit, bevor er seinen Weg ins Fernsehen fand. In den Serien „Crossing Jordan – Pathologin“ oder „4400 – Die Rückkehrer“ gehörte er zur Stammbesetzung, bei „CSI: Den Tätern auf der Spur“ trat er als Gast auf. In dieser Zeit lernte er die Konzeptkünstlerin Amatus Sami-Karim kennen und lieben. Sie heirateten 2003.

Vor allem in Nebenrollen glänzt der Kalifornier in Filmen und Serien wie zum Beispiel in David Finchers „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ oder in den zwei letzten Teilen der „Tribute von Panem“-Reihe. Auch in der viel gefeierten Serie „House of Cards“ darf er nur als Nebendarsteller fungieren. „Aber als Afroamerikaner lernt man zwangsläufig früh, dass man sich zurücknehmen muss, wenn man mit dem Leben davonkommen will“, sagte Ali einmal in einem Interview.

Mahershala Ali für seine Rolle in "Green Book" wieder nominiert

2016 wird er für eine seiner vielen Nebenrollen mit dem Oscar ausgezeichnet. Im Film „Moonlight“ spielt er einen Drogen handelnden Ersatzziehvater für die Hauptperson Chiron.

Im wahren Leben wird Ali im Jahr 2017 selbst Vater einer Tochter. Übrigens war er im selben Jahr Unterwäschemodel für Calvin Klein. Sich selbst beschreibt Ali als einzelgängerisch und zurückgezogen. Seit Mitte Januar spielt er die Hauptrolle in der dritten Staffel der Serie „True Detective“. Und wenn Ende Februar der bis dahin 45-Jährige möglicherweise seinen zweiten Oscar gewinnt, dann wird sein außergewöhnlicher Name in aller Munde sein.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren