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Schauspielerin
25.04.2019

Maggie Smith hat mit 84 Jahren noch immer nicht genug

Maggie Smith ist 84 Jahre alt - kein Grund für die Schauspielerin, kürzer zu treten.
Foto: Sony, dpa

Die Harry-Potter-Filme machten sie als Minerva McGonagall unsterblich. Noch immer denkt die Schauspielerin Maggie Smith nicht ans Aufhören.

Verzaubern kann sie ihre Umgebung allemal. Ganz besonders gelang ihr dies als Minerva McGonagall in den acht „Harry Potter“-Filmen. Die britische Schauspielerin Maggie Smith spielte die Rolle auf ausdrücklichen Wunsch der Autorin J. K. Rowling. Die exzentrische Lehrerin McGonagall unterrichtet an Hogwarts die gefährliche und schwierige Kunst der Transfiguration. Allen Potter-Fans wird ihr zerknittertes Gesicht unter dem spitzen, schwarzen Hut in Erinnerung bleiben.

Maggie Smith gehört zur High Society in Großbritannien

Das Alter hat die Schauspielerin, die am 28. Dezember 1934 in Illford/Essex geboren wurde, immer charaktervoller gemacht und auch jenseits der achtzig denkt sie nicht ans Aufhören. Im Gegenteil. Sie spielt mit den Marotten des Alters und nimmt sich und ihresgleichen auf den Arm. In „Quartett“ (2013) ist sie eine gealterte, höchst eigenwillige Diva, die ein Seniorenheim mit ihren Kapriolen aufmischt. In „Best Exotic Marigold Hotel 2“ (2014) gehört Maggie Smith zu einer verrückten Rentner-WG in einem indischen Nobelhotel. Und auch in „The Lady in the Van“ (2016) darf sie sich als gealterte Obdachlose allerhand außerhalb des bürgerlichen Anstands erlauben.

Dabei gehört Maggie Smith seit fast 30 Jahren, als Dame in den Adelsstand erhoben, zur High Society von Großbritannien. Die Erhebung konnte ihrer erfrischend ungezogenen Art indes nichts anhaben. Im neuen Film „Tea with the Dames“, der heute im Kino anläuft, erinnert sie sich an ein Gespräch mit Judi Dench („James Bond – Skyfall“), die schon 1988 „Dame of the British Empire“ wurde. „Du hast mich angerufen, als es bei mir soweit war, und hast mir gesagt: Es macht keinen Unterschied, du kannst immer noch fluchen.“

Maggie Smith gehört zu den dienstältesten Schauspielerinnen. Mit 16 Jahren ging sie 1950 an die Oxford Playhouse School. Alsbald hatte sie ihr Bühnendebüt – natürlich mit Shakespeare. Doch zunächst tingelte sie als Sängerin und Entertainerin im Varieté. Bereits für ihre zweite Filmrolle in „Nowhere to go“ wurde sie als beste Nachwuchsschauspielerin für den britischen Bafta-Award nominiert.

Gerade steht Maggie Smith wieder auf der Bühne

Auszeichnungen hat sie seither gesammelt wie andere Frauen ihren Schmuck. Fünfmal gab’s den Bafta, dreimal den Golden Globe, außerdem Emmys. Den ersten Oscar erhielt sie 1970 für ihren Part als engagierte Lehrerin in „The Prime of Miss Jean Brodie“, den zweiten 1979 für eine Nebenrolle in „California Suite“. In über 60 Filmen hat Maggie Smith gespielt. Als Oberin fegte sie durch Whoopi Goldbergs Klosterkomödien „Sister Act“.

In London steht Maggie Smith mit ihren 84 Jahren gerade wieder auf der Bühne. Sie spielt Goebbels Sekretärin Brunhilde Pomsel – ein hundert Minuten langer Monolog des Erinnerns und gelegentlich bricht dabei ihr komisches Talent durch. Sie sei als Stenotypistin „die Beste in etwas, was niemand mehr braucht“ gewesen. Aber nicht doch, Maggie!

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