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Skifahren trotz Lockdown: Die Seilschaft gewinnt mal wieder

Kommentar Von Werner Reisinger
28.12.2020

Österreich setzt mit seinen offenen Pisten ein fatales Signal. Die Politik knickt vor dem Tourismus ein.

Skifahren hat in Österreich nicht nur traditionell einen hohen Stellenwert. Der Einfluss der Seilbahnbetreiber und Hotelinhaber, kurz der gesamten Wintersportindustrie auf die von Sebastian Kurz geführte ÖVP ist groß – vor allem in Tirol und Vorarlberg. Diese „Seilschaft“ der Skimagnaten hat sich im dritten Lockdown beim Kanzler und seinem grünen Gesundheitsminister durchgesetzt: Fürs Skifahren gibt es eine Ausnahme.

Österreich setzt bei Corona erneut auf Risiko

Die Bilder von den Massen an den Talstationen führen aber in ein Dilemma: Sie konterkarieren das Bemühen, Österreich nach dem Ischgl-Desaster als sicheres Urlaubsland zu präsentieren. Nach dem Motto: Die Österreicher haben aus Ischgl nichts gelernt. Gleichzeitig aber freut man sich über das gute Geschäft. Und zudem konterkarieren die Bilder den harten Lockdown und die Bemühungen, die hohen Fallzahlen in Österreich massiv zu drücken. Die Message der Bilder lautet: Wenn das Skifahren erlaubt ist, kann die Situation nicht allzu ernst sein. Österreich setzt – wieder Mal – auf Risiko.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Überfüllte Pisten in Österreich trotz Lockdown: Aus Ischgl nichts gelernt?

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30.12.2020

Österreich setzt ein richtiges Signal. Nicht untrerkriegen lassen. Wer meint es sei das falsche - einfach zu Hause bleiben.

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30.12.2020

Jeder der nach Österreich wegen Besuch, Tourismus, Skifahren fährt anschließend zwei Wochen in überwachte Quarantäne. Wer meint Skifahren ist das Richtige und Wichtige in diesen Zeiten, kann ja fahren und dann anschließend zwei Wochen zu Hause bleiben.

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29.12.2020

Man muss gar nicht mit dem Finger auf die Österreicher zeigen - was ist das Anderes, als die Werbegeldersicherung (Durchführung 4-Schanzen-Tournee) für den öffentlichen Rundfunk ? Ergebnis liest man ja im anderen Bericht weiter oben ;o)

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29.12.2020

Der ÖR dürften die Werbegelder nicht groß ins Gewicht fallen. Insbesondere wenn die Kosten für die Übertragung (Rechte, Personal, Technik) im Gegenzug eingespart werden kann.
Dann dürfte eventuell sogar ein Plus in der Kasse der ÖR bleiben. Leider würde in erster Linie die Skiverbände für die entgangenen Einnahmen. Neben Zuschauereinnahmen würden auch noch die TV-Rechte wegfallen.

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