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Soko Leipzig
23.08.2021

Melanie Marschke: „Frauen müssen sich nicht wie Männer verhalten“

Fühlt sich „wie ein Urgestein“: Melanie Marschke spielt seit 20 Jahren in der erfolgreichen Krimi-Reihe „Soko Leipzig“.
Foto: Jan Woitas, dpa

„Soko Leipzig“ ist eine der erfolgreichsten Krimi-Serien. Schauspielerin Melanie Marschke spielt die Chefin. Ein Gespräch über Führungsrollen und Feminismus.

Frau Marschke, 20 Jahre „Soko Leipzig“, die Jubiläumsstaffel startet am Freitag um 21.15 Uhr im ZDF. Wie fühlt man sich sozusagen als Urgestein dieser Serie?

Melanie Marschke: Ja, genau so fühle ich mich: wie ein Urgestein. Ich schaue auf die Zahl mit Erstaunen und kann es kaum fassen, dass das nun schon so lange geht. Mir kommt das irgendwie gar nicht so vor. 20 Jahre sind ja ein Riesenlebensabschnitt. Ich bin schon sehr stolz darauf, dass ich Teil diese Serie bin und dass wir es geschafft haben, über 20 Jahre die Zuschauer mitzunehmen. Die Figuren durften sich weiterentwickeln, und wir haben immer versucht, aktuell, authentisch und modern zu sein.

Es ist ja gar nicht so leicht, in 45 Minuten eine Geschichte mit Tiefgang zu erzählen.

Marschke: Wohl wahr. Da muss der Fall erzählt werden und auch die Horizontale muss mitbedient werden, das heißt, die privaten Geschichten der Figuren müssen auch erzählt werden. Vielleicht mögen das die Zuschauer, dass die Geschichte nicht nur einen Fall präsentiert, sondern sie auch die Entwicklung der Figuren miterleben dürfen.

Das war ja auch bei Ihrer Figur, Ina Zimmermann, so. Anfangs waren Sie nur die Frau unter Männern, heute weiß man mehr von der Kommissarin.

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Marschke: Ja, wir waren ja erst die zweite Soko nach der Münchner Serie. Auch da waren es drei Männer und eine blonde Frau, die zwar cool war, aber ansonsten wenig prägnante Eigenschaften besaß. Das war anfangs auch mein Rollenmodell. Ina Zimmermann sollte klug sein und sportlich, das war es aber dann schon. Inzwischen hat sich das natürlich geändert. Der Auslöser dafür war damals meine Schwangerschaft. Ina Zimmermann ist Mutter geworden, genau wie ich im echten Leben auch. Da hat man dann gemerkt, es gibt viel zu erzählen. Ina Zimmermann war eine der ersten schwangeren Polizistinnen im Fernsehen, dann eine alleinerziehende, berufstätige Mutter, und ist jetzt Chefin der Abteilung – all das hat die Figur sehr geprägt.

Sind Sie damit auch eine Art Vorreiterin in Sachen sanfter Feminismus?

Marschke: Ich hoffe. Es war mir schon wichtig, als ich Chefin geworden bin. Da haben wir viel darüber gesprochen, wie man einen Unterschied zu einem männlichen Teamleiter, in diesem Fall dem vorigen Chef Hajo Trautzschke alias Andreas Schmidt-Schaller, schafft. Es stellten sich einige Fragen: Wie geht eine Frau mit ihrem Team um? Wie schafft sie das als Mutter mit Kind? Ich finde, das ist uns teilweise sehr gelungen. Frauen müssen sich nicht wie Männer verhalten, um erfolgreich zu sein – es geht auch anders.

Wie führt denn eine Frau anders?

Marschke: Ich glaube, grundsätzlich kommunikativer. Wir können das in der Serie ja nur bruchstückhaft erzählen. Ina Zimmermann ist in der Führungsrolle stark und klar. Und sie kann zuhören und richtet sich auch mal nach dem, was die anderen sagen.

Wie lange kann man so einen aufregenden Job als TV-Kommissarin machen?

Marschke: Ich glaube, das wird sich natürlich ergeben. So lange sich alles weiterentwickelt und so lange es funktioniert und spannend ist, so lange kann man das gut machen. Was der Sender mit dem Format vorhat, kann man natürlich nicht voraussagen, aber derzeit laufen wir sehr erfolgreich. Zuletzt hatten wir im Schnitt fünf bis sechs Millionen Zuschauer. Das heißt, da gibt es noch keinen Überdruss. Und noch gehe auch ich zum Set, freue mich und habe großen Spaß bei der Arbeit.

Haben Sie Angst, dass auch so eine erfolgreiche Serie mal endet?

Marschke: Ein Ende der Serie würde natürlich einen großen Einschnitt bedeuten. Denn ein großer Teil meines Lebens dreht sich seit 20 Jahren um diese Serie. Wir drehen ja 25 Folgen im Jahr, und bis auf eine Sommerpause sind wir auch voll beschäftigt. Das wäre sicher eine sehr große Veränderung.

Ein Bild aus der Anfangszeit von "Soko Leipzig": Melanie Marschke mit den Schauspielkollegen (von links) Gabriel Merz, Andreas Schmidt-Schaller und Marco Girnth.
Foto: Wolfgang Kluge, dpa

Werden Sie auf der Straße auch mal als Ina Zimmermann angesprochen?

Marschke: Ich werde schon manchmal beim Einkaufen gefragt, ob hier ein Verbrechen passiert ist oder ob ich undercover da bin. Ab und zu kommen schon lustige Sprüche. Aber als Frau Zimmermann hat mich noch niemand angesprochen.

Wie viel Melanie Marschke steckt in Ina Zimmermann?

Marschke: Schon viel natürlich über all die Jahre. Die Figur hat schon Eigenschaften von mir gekriegt. Aber Ina Zimmermann ist deutlich strenger und spröder, als ich das privat bin.

Sie haben gesagt, Sie seien mit der Rolle erwachsener geworden. Wie meinen Sie das?

Marschke: Man wird selbstbewusster, durchsetzungsfähiger und gelassener. Auch robuster, was bestimmte Dinge angeht. Man wird klarer, weiß, was man will und was man nicht will. Man lernt sozusagen, wie der Hase so läuft.

Falls „Soko Leipzig“ doch mal zu Ende geht: Haben Sie einen Plan B?

Marschke: Ich würde wahnsinnig gerne wieder Theater spielen, gerne auch Boulevard-Theater, wo man es richtig krachen lassen kann. Vielleicht würde ich mir auch wünschen, ein spannendes Format für eine neue Filmfigur zu finden.

Vielleicht mal auf die Seite des Verbrechens wechseln?

Ja, warum nicht.

Zur Person: Melanie Marschke, 51, wurde in Lübeck geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung in Hamburg. Heute lebt Marschke mit ihrem Ehemann, den sie 2005 heiratete, und ihrem Sohn in Leipzig.

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