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Sportlicher Rekord
08.11.2021

Sechs Marathons in 42 Tagen: "Weil ich es kann"

Die US-amerikanische Langstreckenläuferin Shalane Flanagan bricht mit sechs Marathons in 42 Tagen Rekord.
Foto: Seth Wenig, dpa (Archivbild)

Kurz nach ihrem sportlichen Ruhestand und zwei Knieoperationen läuft die Amerikanerin Shalane Flanagan die sechs großen Marathons - in unglaublichen 42 Tagen.

Was macht eine frühere Profi-Langstreckenläuferin, wenn sie in den Ruhestand tritt:

  • a) erst einmal zwei Knieoperationen ausführen lassen;
  • b) sich sofort wieder ins Langstreckenlaufen verlieben;
  • c) sechs große Marathons fast im Wochenrhythmus laufen?

Die US-Amerikanerin Shalane Flanagan, 2008 olympische Silbermedaillengewinnerin in Peking über die 10.000 Meter, hat sich für a), b) und c) entschieden und damit ein Zeichen gesetzt. Sie hat getan, was ihren Trainer früher in den Wahnsinn getrieben hätte.

Corona macht Marathon-Rekord möglich

Es gab pandemiebedingt eine einmalige Chance, weil klassische Frühjahrsmarathons ausnahmsweise im Herbst stattfanden – für Flanagan eine so seltene Konstellation wie eine Sonnenfinsternis, also nannte sie ihr Sechs-Marathons-Projekt „Eclipse“: Berlin, London, Chicago, Boston, Tokio und zum Schluss New York in 42 Tagen.

Eigentlich rennen Profiläufer und -läuferinnen nur zwei Marathons im Jahr, einen im Frühjahr und einen im Herbst – Flanagan rannte allein Chicago und Boston an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und benötigte für den ersten zwei Stunden und 46 Minuten und für den zweiten zwei Stunden und 40 Minuten. Schon allein das ist schwer zu fassen. Noch schwerer, dass Flanagan alle sechs Marathons in weniger als drei Stunden laufen wollte – und dieses Ziel erreichte.

Shalane Flanagan läuft sechs Marathons in 42 Tagen, weil sie es kann

Der New-York-Marathon war nun die Krönung ihrer Laufserie. Nach dem Rennen schrieb sie, dass die Stadt sie habe fliegen lassen. Die Stimmung sei gigantisch gewesen, die New-York-Siegerin von 2017 kam als Elfte ins Ziel – nach zwei Stunden und 33 Minuten. Als man sie fragte, warum sie sich 42 Tage lang nach zwei schweren Knieoperationen so quälte, antwortete sie lakonisch: „Weil ich es kann.“

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