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USA
15.09.2016

Behörden stufen Mutter als Mann ein - sie kommt ins Männergefängnis

Eine dreifache Mutter wurde in den USA in ein Männergefängnis gesteckt.
Foto: Arno Burgi/Symbol (dpa)

Weil die Behörden eine dreifache Mutter als Mann in den USA als Mann eingestuft hatten, wurde sie in ein Männergefängnis gesteckt. Dort sei sie mit Vergewaltigung bedroht worden.

Eine dreifache Mutter hat die US-Justizbehörden auf Schmerzensgeld verklagt, weil sie nach einer Festnahme für einen Mann gehalten und in ein Männergefängnis gesteckt wurde. Der Strafvollzugsbehörde in Miami sei ein "ungeheuerlicher Fehler" unterlaufen, für den die 54-jährige Fior Pichardo de Veloz nun mit 750.000 Dollar (670.000 Euro) entschädigt werden müsse, heißt es in der Klageschrift des Anwalts. Seine Mandantin sei mit 40 Männern eingesperrt gewesen, sei belästigt und mit Vergewaltigung bedroht worden.

Pichardo de Veloz war wegen Drogenvorwürfen festgenommen worden, die später aber wieder fallengelassen wurden. Der Klageschrift zufolge ergab eine medizinische Untersuchung bei ihrer Einlieferung, dass sie über "nicht-traditionelle männliche Geschlechtscharakteristika" verfüge. Die Fortpflanzungsorgane der 54-Jährigen, die nach Angaben ihrer Anwälte drei Kinder hat, seien fälschlicherweise als männlich eingestuft worden.

Erst nach einer neuerlichen Untersuchung hätten die Behörden den Fehler erkannt, heißt es in dem Justizdokument. "Pichardo ist recht feminin und verfügt über keinerlei Charakteristika, die man mit denen eines Mannes verwechseln könnte", schrieb der Anwalt darin. Seine Mandantin leide noch heute unter Angstzuständen und Furcht vor Vergewaltigung. afp

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