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Unfall mit zwei Toten
29.09.2016

Verhandlung um drei Gaffer ausgesetzt

Das bringt sie nun vor Gericht: Drei Männer behindern in Bremervörde nach einem tödlichen Unfall die Arbeit der Rettungskräfte.
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Das bringt sie nun vor Gericht: Drei Männer behindern in Bremervörde nach einem tödlichen Unfall die Arbeit der Rettungskräfte.
Foto: Theo Bick/Archiv (dpa)

Drei rabiate Gaffer stehen vor Gericht, weil sie die Rettungskräfte bei einem Unfall massiv behindert haben. Nun wurde die Verhandlung ausgesetzt.

Der Prozess um drei mutmaßliche Schaulustige, die bei einem Unfall mit zwei Toten die Einsatzkräfte stark behindert haben sollen, ist ausgesetzt worden. Die Jugendrichterin Swantje Gerdes-Franski schloss sich am Donnerstag einem entsprechenden Antrag der Verteidigung an. "Die Beiziehung der Hauptakte halte ich für erforderlich", sagte die Richterin. Die Staatsanwaltschaft hatte sich zuvor ebenfalls dafür ausgesprochen.

Die drei Brüder im Alter von 20, 26 und 35 Jahren sind angeklagt wegen Bedrohung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und versuchter Nötigung. Das Gericht wird einen neuen Prozesstermin anberaumen.

Bei einem Unfall mit zwei Toten in einer Eisdiele in Bremervörde wurden die Einsatzkräfte im Sommer 2015 massiv von drei Gaffern bei ihrer Arbeit behindert. Nun kommen diese Männer vor Gericht. Von heute an müssen sie sich wegen Bedrohung, Widerstand gegen Beamte, Körperverletzung und versuchter Nötigung vor dem Amtsgericht Bremervörde verantworten.

Bei Unfall in Eisdiele sterben zwei Menschen

Die drei Männer zwischen 20 und 35 Jahren sollen die Rettungskräfte massiv gestört haben, einer soll auch versucht haben, die Bergung der Leichen zu filmen. Zwei Polizisten waren bei der Auseinandersetzung leicht verletzt worden.

Bei dem Unfall war eine Autofahrerin an einer Kreuzung geradeaus direkt in eine Eisdiele gefahren. Dabei kamen ein zweijähriger Junge und ein 65 Jahre alter Mann ums Leben. Sechs Menschen wurden verletzt - einige von ihnen schwer. Die inzwischen 60 Jahre alte Autofahrerin steht vom 17. November an wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht Bremervörde. dpa

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