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28.03.2018

Das Dorf Alwine ist endlich verkauft

Paul Urbanek und seine Nachbarin Erika Kühne leben in Alwine.
2 Bilder
Paul Urbanek und seine Nachbarin Erika Kühne leben in Alwine.
Foto: Patrick Pleul, dpa

Die brandenburgische Siedlung hat einen neuen Eigentümer. Bewohner Paul Urbanek erzählt, wie die Stimmung im Ort ist und worauf er hofft. 

Herr Urbanek, ihr Heimatort Alwine – etwa zwei Autostunden von Berlin entfernt – hat einen neuen Eigentümer. Glauben Sie, dass das Hin und Her damit vorbei ist, nachdem der erste Käufer kurzfristig abgesprungen war?

Paul Urbanek: Eines steht fest: Ich glaube das erst, wenn der Käufer hier war. Laut Zeitung hat er unterschrieben, aber man weiß ja nie.

Der neue Eigentümer hat den Kaufpreis schon bezahlt, heißt es. Allerdings weiß man nicht, wie viel es war. Hört sich so an, als wäre die Sache in trockenen Tüchern. Wie ist denn die Stimmung in Alwine?

Urbanek: Na ja. Es regnet seit Monaten durch. Meine Nachbarin hat einen Sturmschaden, nachdem der Orkan Friederike hier reingefahren ist. Es wurden Dachplatten heruntergeweht. Aber es kümmert sich keiner darum, es wird nur weiter Miete kassiert.

Ursprünglich hatten zwei Brüder Alwine vor vielen Jahren für wenig Geld von der Treuhand gekauft. Saniert wurde seither nichts – obwohl das Dorf ziemlich baufällig ist. Nervt Sie das nicht?

Urbanek: Ich versuche, ganz entspannt zu sein, sonst wird man hier ja wahnsinnig.

Bewohner von Alwine hoffen auf Sanierung

Glauben Sie, dass es mit einem neuen Besitzer besser wird?

Urbanek: Ach, das weiß man nicht. Aber ich hoffe natürlich sehr, dass hier bei uns endlich mal etwas saniert wird.

Wie lange wohnen Sie eigentlich schon in Alwine?

Urbanek: Seit sieben Jahren.

Und haben Sie bei all dem Trubel denn nie daran gedacht, wieder wegzuziehen?

Urbanek: Mir gefällt es hier gut. Ich ziehe erst aus, wenn mir das Dach über dem Kopf wegfliegt.

Die Bürger von Alwine sind skeptisch

Kurzer Rückblick. Ein Bieter hatte bei einer Auktion Anfang Dezember 2017 den Ort für 140000 Euro erstanden. Dann sagte er auf einmal, dass er gesundheitliche Probleme hat, deshalb nicht geschäftsfähig ist und vom Kauf zurücktritt. Klingt merkwürdig.

Urbanek: Ja, das war wirklich komisch. Was genau passiert ist, wissen wir auch nicht.

Haben Sie eine Ahnung, wer der neue Käufer für das Örtchen mit seinen gerade mal 15 Einwohnern sein könnte?

Urbanek: Nein. Wir wissen genauso viel wie ihr. Meine Nachbarin sagt, dass er am 9. April bei uns vorbeikommen soll. Ich bin gespannt.

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