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Oktoberfest

08.09.2011

Wird der "Kuh-Song" der Wiesn-Kracher 2011?

Damit auf der Wiesn die Stimmung im Festzelt so richtig kocht, braucht es vor allem eines: gute Hits.
Bild: dpa

Sie gehören zum Oktoberfest wie das Bier oder die Brez'n: die Wiesn-Hits. Wer der neue Kracher 2011 wird, ist noch ungewiss - aber es gibt Kandidaten.

Die Zeit der feschen Dirndl und urigen Lederhosen naht: Am 17. September tönt es wieder "O' zapft is" durch das Festzelt Schottenhamel auf der Münchener Theresienwiese. Das Oktoberfest beginnt wieder. Damit die Massen schunkeln, das Bier schmeckt und die heißen Hendl und Hax'n auch munden, darf eines nicht fehlen: zünftige Musik. Normalerweise kristallisieren sich jedes Jahr ein oder mehrere Hits heraus, die am besten ankamen. Doch für Philipp Melzer, stellvertretender Programmchef beim Augsburger hitradio.rt1, ist bisher noch kein Hit in Sicht, der herausragt. Allerdings macht er auf ein Lied aus der Region aufmerksam: den "Kuh-Song" (wir berichteten).

Darin singen Theo Bachschmidt aus dem Landkreis Schwabmünchen und Petra Schauer über Yvonne, den renitenten Wiederkäuer, der wochenlang Bayern in Atem hielt. Melzer will sich zwar nicht festlegen, dass das originelle Lied, dessen Melodie ein wenig an DJ Ötzis "Anton aus Tirol" erinnert, ein Wiesn-Hit wird. An sich stünden die Chancen aber nicht schlecht: "Unter anderem läuft der Song über den Münchner Radiosender Charivari. Und die senden täglich vom Oktoberfest."

Ein Österreicher wird als Kandidat gehandelt

 

Auf der Internetseite www.oktoberfest-live.de wird bereits ein heißer Kandidat gehandelt: "I sing a Liad für di" des Österreichers Andreas Gabalier. In seiner Heimat ist der 26-Jährige ein absoluter Shooting-Star, der zwei platinveredelte Alben vorzuweisen hat. Sein Stil: eine Mischung aus Rock, Country, Blues, Volksmusik und Schlager. In der Alpenrepublik kommt derzeit kaum ein Sommerfest aus ohne seinen aktuellen Hit. Auch in der Volksmusik ist der "kernigste Export Österreichs" (Neue Post) bereits durchgestartet: Gabalier (ausgesprochen: gaba-liä) wurde im "Musikantenstadl", beim "Grand Prix der Volksmusik" und dem "Herbstfest der Volksmusik" gefeiert. Der Autor auf oktoberfest-live.de ist sich sicher: "Sein Lied macht nicht Halt an der Grenze der Alpenrepublik." Philipp Melzer ist aber der Meinung: "Mir ist das Kuhlied aus Schwabmünchen lieber. Mit Herz wird darin das Sommerloch-Thema von Kuh Yvonne aufgegriffen."

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Dauerbrenner gehen immer

 

Und wenn das nicht der große Hit wird, so gibt es einige Dauerbrenner, die inzwischen schon zum Standardrepertoire gehören: Die Palette reicht da von Nenas "99 Luftballons", DJ Ötzis "Anton aus Tirol" und "Hey Baby" über "Sierra Madre" bis zu "Viva Colonia" von den Höhnern. Fehlen darf auch nicht "I will hoam nach Fürstenfeld" der österreichischen Band STS - der Song war bereits 1984 ein Hit. "Absoluter Dauerbrenner" ist für rt.1-Moderator Philipp Melzer "Skandal im Sperrbezirk" der Spyder Murphy Gang: "Das ist einfach urig und kultig." Es passe zur enthemmten Stimmung des Publikums: "Wer weiß, wie viele Flirts durchs gemeinsame Mitsingen ermöglicht wurden?"

Damit ein Lied zum Hit wird, brauche es eine "mitreißende Melodie, einen gewitzten Inhalt und noch wichtiger: den richtigen Klatschrhythmus". Könne das Publikum über Zeitgeist und Persönlichkeiten lachen, sei die Begeisterung auch schon groß. "Außerdem kennt einen 'Anton aus Tirol' beinahe jeder. Solche Angeber gibt es vielleicht sogar im Kreise der Verwandten." Gemeinsames Schmunzeln müsse ein Wiesn-Hit schon auslösen.

Die Vergangenheit zeige zudem: Motive aus dem Tierreich sind hilfreich - wie zum Beispiel beim Lied: "Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger, bin so stark, stark, stark wie ein Tiger und so groß, groß, groß wie 'ne Giraffe." Weil die Wiesn die erste Entspannung nach der anstrengenden Sommerferienzeit sei, würden es oft auch Sommerhits vom Strand ins Bierzelt schaffen (wie 2003 der "Ketchup-Song"). Auf dem Reißbrett sei aber "sicher noch kein Wiesn-Hit" entstanden.
 

Ob sich nun ein Wiesn-Kracher finden wird oder nicht - eines steht jedenfalls jetzt schon fest: Geschunkelt wird auch heuer wieder auf dem Oktoberfest.

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