Newsticker
Stiko will Empfehlung zum AstraZeneca-Impfstoff in Kürze ändern
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. "Zum Schießen komisch": Die Kritik zum Tatort aus Weimar

Tatort gestern

02.01.2019

"Zum Schießen komisch": Die Kritik zum Tatort aus Weimar

Die Kommissare Lessing (Christian Ulmen) und Kira Dorn (Nora Tschirner) sprechen sich heimlich in der Westernstadt ab.
Bild: Anke Neugebauer, MDR/Wiedemann&Berg/

Ist Weimar noch Tatort - oder nur Klamauk? Dorn und Lessing polarisieren seit ihrem ersten Auftritt. Auch der "Der höllische Heinz" bekommt nicht nur Beifall. Die Kritik.

Dass sich Humor und Krimi nicht ausschließen müssen, beweist seit Jahren der Tatort in Münster. Was das Thema Unterhaltungswert angeht, haben die Quotenkönige aus dem Nordwesten inzwischen aber ernstzunehmende Konkurrenz: Ermitteln Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) in Weimar wird es meist noch einen Tick schräger.

Bleibt die Frage: Ist das noch Tatort - oder nur Klamauk? Geschmackssache dürfte die Antwort lauten, jedenfalls wenn man einen Blick in die Krimi-Besprechungen wirft. Der neuste Fall des Weimar-Duos findet ebenso lauten Beifall wie scharfe Kritik. Die Pressestimmen.

Kritik zum Weimar-Tatort gestern: "Ein Feuerwerk an witzigen Ideen"

Dorn gibt die Dietrich, Lessing wird am Ende geteert, hier stimmt einfach alles. Von den bedrohlichen Tremolo-Gitarren im Soundtrack bis zur Irisblende ganz am Ende: Dieser Thüringer Tatort ist ein formvollendeter Eastern. Spiegel Online

Team Weimar geht durch eine Identitätskrise. Offenbar will es mehr sein als es ist, spannender, härter – und wird damit bloß belangloser. Die etablierten Gags werden nicht mehr abgefeuert, sondern in immer neuen Variationen abgenudelt wie in der Vorabend-Comedy-Hölle. Das Ende ist nah. Theoretisch. Praktisch ist ein neunter Fall bereits abgedreht. RP Online

"Der höllische Heinz" brennt ein Feuerwerk an witzigen Ideen ab und dekonstruiert nebenbei äusserst unterhaltsam den Westernfilm. Mit allen filmischen Mitteln wird das Genre zugleich gewürdigt und durch den Kakao gezogen. Ob Duelle, Rodeos, Goldräusche am Fluss oder Besäufnisse im Saloon – ein Westernklischee nach dem andern wird ausgiebig parodiert. Was die Weimarer Ausgabe dabei eigentlich erzählt, ist nebensächlich. Neue Zürcher Zeitung

Gute Bewertung des neuesten Tatort mit Lessing und Dorn

Selten so gelacht. Wer noch Champagner übrig hat – jetzt wäre der Moment für dessen Shoot-out. Welt

 

Auch diese Episode ist wieder eine Art Doppelfolge, bei der parallel zum eigentlichen Fall dessen Persiflage gleich mit ausgeliefert wird. Wer zu wenig Spannung empfindet, dem bleibt das feine Spiel mit dem Format Tatort und mit dem Genre des Westerns. Und dem bleibt vor allem: der Spaß. Süddeutsche Zeitung

Zoff in "El Dorado", ein toter Häuptling im Fluss: Dennoch widersteht der Weimarer Tatort der Versuchung einer billigen Western-Parodie. Der Tagesspiegel

Tatort "Der höllische Heinz" ist "zum Schießen komisch"

Der Krimi ist sehr unterhaltsam, voller unzähliger kleiner, feiner Szenen und Pointen und feuert am Tag nach Silvester das aus der thüringischen Stadt inzwischen gewohnte Wortwitz-Feuerwerk ab. (...) Fünf Jahre nach ihrem ersten Einsatz haben Lessing und Dorn sich einen festen Platz im Sonntagskrimiuniversum erspielt. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die Zuschauer am Abend des Neujahrstags aufnahmefähig genug sind, um keinen Gag dieser Krimi- und Western-Parodie mit Undercover-Einsatz zu verpassen. Stern

Gerichtsmedizinerin Dr. Seelenbinder (Ute Wieckhorst) und die Kommissare Lessing (Christian Ulmen) und Kira Dorn (Nora Tschirner) am Tatort mit dem toten Indianer.
Bild: Anke Neugebauer, MDR/Wiedemann&Berg

Zum Schießen komisch mit Rest-Alkohol von Silvester. Nüchtern betrachtet: Nix für den ernsthaften Krimi-Fan. Bild

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

02.01.2019

Mit solchen Klamauk verpulvern die O R die Fernsehgebühren, es ist eine Zumutung, was inzwischen als Tatort prtesentiert wird.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren