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Corona-Pandemie
14.04.2022

BA.4 und BA.5: Was ist über neue Omikron-Varianten bekannt?

Das Coronavirus gibt sich noch lange nicht auf: Mittlerweile wurden weitere Subtypen der Omikron-Variante entdeckt.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor zwei neuen Corona-Mutationen. BA.4 und BA.5 ähneln Omikron, könnten jedoch deutlich lebensbedrohlicher sein.

Wirklich überraschend ist es nicht: Omikron war noch nicht das letzte Wort von Sars-CoV-2 in der Pandemie. Neue Varianten verbreiten sich mittlerweile auf dem Erdball. Besonders BA.4 und BA.5 bereiten den Experten von der Weltgesundheitsorganisation WHO Sorge. Doch was ist bislang über die neuen Mutationen bekannt?

BA.4 und BA.5 gelten als Abstammungen von Omikron und wurden wie die derzeit vorherrschende Variante zunächst in Südafrika entdeckt. Beide wurden in die WHO-Liste der besorgniserregenden Virusvarianten (offiziell: Variants of concern) aufgenommen - wie in den vergangenen Monaten auch andere Omikron-Abwandlungen oder Delta

Nach WHO-Angaben untersuchen Spezialisten, inwiefern sich BA.4 und BA.5 hinsichtlich Ausbreitungsgeschwindigkeit und Krankheitsverlauf von anderen Varianten unterscheiden. Außerdem wird erforscht, wie die Impfstoffe gegen die beiden neuen Subtypen wirken.

Video: SAT.1

BA.4 und BA.5: WHO sieht noch keine Hinweise auf schwerere Covid-19-Verläufe

WHO-Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove wies darauf hin, dass es bislang keine Anzeichen für schwere Covid-19-Ausprägungen nach einer Infektion gibt. Allerdings seien bislang weniger als 200 Sequenzierungen dieser Untervarianten in die Datenbank der WHO hochgeladen worden.

Es besteht zumindest die Befürchtung, BA.4 und BA.5 könnten vermehrt für heftigere Krankheitsverläufe infolge einer Infektion sorgen als dies zuletzt der Fall war. Denn womöglich umgehen sie den Immunschutz leichter als vorherige Mutanten.

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Der belgische Biologe Tom Wenseleers jedenfalls twitterte, dass beide über die Mutation L452R verfügen würden. Diese ist aus dem im Vergleich zu bisherigen Omikron-Varianten wesentlich lebensgefährlicheren Delta-Subtyp bekannt.

WHO-Impfchefin warnt vor zu schnellen Lockerungen

Kate O'Brien als Direktorin des Impfprogramms der WHO warnte unterdessen eindringlich vor zu großen Lockerungsschritten: "Die Pandemie ist sicherlich noch nicht vorbei." Sie rief die Regierungen dazu auf, die Einschränkungen vor- und umsichtig aufzuheben und dabei stets die Entwicklung der Todeszahlen im Blick zu haben. Ein zu euphorisches Vorgehen würde neue Infektionswellen begünstigen.

Klar ist aber auch: Noch ist es zu früh, um gesicherte Aussagen über die beiden Corona-Varianten treffen zu können. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen tauchte BA.4 im Januar erstmals auf, BA.5 folgte demnach im Februar.

Tulio de Oliveira als Direktor des südafrikanischen Center für Epidemiebekämpfung und Innovation (CERI) verwies in einem Tweet mit entsprechender Grafik immerhin darauf, dass der Anteil der neuen Varianten unter den positiven Fällen zunehmen würde, jedoch kein größerer Anstieg bei Infektionen, schweren Erkrankungen oder Todesfällen zu verzeichnen sei. Der Experte sieht daher aktuell "keinen Grund zur Beunruhigung".

BA.4 wurde mittlerweile aber auch in Deutschland, Belgien, Dänemark, Großbritannien und Botswana nachgewiesen, schreibt de Oliveira. BA.5 ist von Südafrika mindestens nach Botswana herübergeschwappt.

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