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Fernsehen
23.04.2024

Wie das Jahr 1974 legendär in der TV-Geschichte wurde

Die Polizisten Stephan Derrick (Horst Tappert, links) und Harry Klein (Fritz Wepper) in einer Folge der ZDF-Krimiserie „Derrick“.
Foto: Georg Göbel, dpa

Mit Sendungen wie "Derrick", "Catweazle" und "Am laufenden Band" schlug 1974 die Geburtsstunde vieler TV-Klassiker. Einer hält sich bis heute.

Helmut Schmidt wurde Bundeskanzler, der erste VW Golf rollte vom Band, Deutschland gewann die Fußball-Weltmeisterschaft und die Popgruppe Abba siegte mit ihrem Song „Waterloo“ den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson: 1974 war ein Jahr voller Meilensteine – auch im Fernsehen. Viele Sendungen, die heute als Klassiker gelten oder gar Kultstatus genießen, flimmerten vor 50 Jahren zum ersten Mal über die Bildschirme der Bundesrepublik: Damals brandneue Formate wie „Derrick“ oder „Wickie“ sollten für eine ganze Generation zu prägenden Fernseherfahrungen werden und ins kollektive Gedächtnis eingehen.

So wie Rudi Carrells „Am laufenden Band“: Ohne die am 27. April 1974 gestartete Unterhaltungsshow war der Samstagabend für viele Familien nicht komplett. Die Kandidatenpaare waren stets Verwandte, also etwa Oma und Enkel, die Spiele waren originell, und am Ende durfte sich der Gewinner oder die Gewinnerin vor ein laufendes Band setzen, auf dem Gegenstände an ihm vorbeizogen, vom Toaster bis zum Globus als Sinnbild für eine Reise – und ein Fragezeichen als Joker. Die Dinge, die der Betreffende sich merken konnte, gehörten ihm oder ihr. Legendär war das Gastspiel von Box-Ikone Muhammad Ali, der sich 1976 einen Show-Wettkampf mit Kandidaten lieferte. Rudi Carrells lässiger Moderationsstil blies endgültig den Staub aus dem Samstagabend-Programm, das jahrelang von der Generation um Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Frankenfeld geprägt worden war.

Rudi Carrell mit Nastassja Kinsko bei Proben zu "Am laufenden Band".
Foto: Schilling, dpa

Die Krimireihe "Derrick" wurde zum TV-Klassiker

Einen Tag später, am 28. April 1974, kam „Catweazle“ ins deutsche Fernsehen. In der britischen Serie landet ein schrulliger Hexenmeister aus dem Jahr 1066 in den 1970ern, wo ihn die moderne Technik in helle Panik versetzt. Eine zeitlose Parabel, denn in Catweazles ängstlichem Staunen spiegelte sich das Unbehagen vieler Menschen vor technischen Neuerungen.

Am 20. Oktober 1974 schließlich hatte eine Krimiserie Premiere, die zu den größten deutschen TV-Klassikern aller Zeiten wurde: „Derrick“ mit Horst Tappert als Oberinspektor Stephan Derrick, der mit Trenchcoat, Toupet und Tränensäcken gemeinsam mit Fritz Wepper als Harry Klein in Münchens Villenvierteln ermittelte. Keine deutsche Serie wurde so oft ins Ausland verkauft wie der Dauerbrenner, der bis 1998 lief, keine wurde so oft parodiert. So bieder wie man heute meint, war die Serie übrigens gar nicht, zumindest anfangs, einige Folgen landeten wegen ihrer Brutalität gar im Giftschrank. 2013 kam Horst Tapperts Zugehörigkeit zur Waffen-SS ans Licht, 2016 verkündete das ZDF, deshalb auf Wiederholungen der Kultkrimis zu verzichten. 

Der amerikanische Schauspieler Telly Savalas wurde in der Rolle des glatzköpfigen Polizisten "Kojak" bekannt.
Foto: Dieter Klar, dpa

Was macht das Fernsehjahr 1974 so besonders? In der Bundesrepublik waren die 70er, vordergründig die Ära von Prilblumen und Schlaghosen, eine Zeit des Umbruchs: Die Zeichen standen auf Neuanfang. Die 68er-Generation hatte ihren Marsch durch die Institutionen angetreten, die biedere Kohl-Ära lag noch in weiter Ferne. Die Nachwirkungen der Ölkrise, die neue Ostpolitik der sozial-liberalen Koalition, die Senkung der Volljährigkeit von 21 auf 18 Jahre, die antiautoritäre Reformpädagogik – das alles schlägt sich im Fernsehprogramm nieder. Ab 1974 wurden in der ZDF-Gerichtsshow „Wie würden Sie entscheiden?“ lange vor Barbara Salesch Verhandlungen nachgestellt, in der Trickserie „Wickie“ erklärte ein Wikingerjunge den Erwachsenen, wo es lang geht, und in „Ein Herz und eine Seele“ (wechselte 1974 vom WDR ins Erste) wurde das reaktionäre Spießbürgertum satirisch vorgeführt. 

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Eine Sendung aus 1974 läuft noch

Eine weitere Ikone aus dem geradezu mythischen Jahr 1974 war Telly Savalas als New Yorker Polizist in der US-Krimiserie „Kojak – Einsatz in Manhattan“ im Ersten. Seine Markenzeichen: Glatze, Dauerlutscher und der Kultspruch „Entzückend, Baby“. Ganz so viel Coolness kann man Wim Thoelke, der ab September 1974 die populäre ZDF-Quizshow „Der Große Preis“ moderierte, zwar nicht attestieren. Doch bis heute gehört seine Ratesendung mit den von Loriot erfundenen Trickfiguren Wum und Wendelin zu den größten TV-Klassikern.

Die meisten dieser Sendungen fanden irgendwann ein Ende, viele wurden ihres bekannten Namens wegen später noch einmal neu aufgelegt. Doch wie beim Kinofilm „Catweazle“ (2021) von Otto Waalkes wollte sich der alte Zauber in der Regel nicht wieder einstellen. Einer der Veteranen hat sich bis heute aber ununterbrochen im Programm gehalten: Die Talkshow „3 nach 9“ (Start am 19. November 1974) war als „Anti-Magazin“ mit Lust auf Provokation konzipiert und hatte ihren legendärsten Moment, als der selbsterklärte Spaßrevoluzzer Fritz Teufel 1982 den damaligen Finanzminister Hans Matthöfer mit Zaubertinte bespritzte. Heute wird der Talk von Giovanni di Lorenzo und Judith Rakers moderiert – und verläuft in der Regel harmonisch und störungsfrei.

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