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Mobilität
09.05.2024

Können Autofahrer in Zukunft Ammoniak tanken?

Momentan wird der Einsatz von Ammoniak vor allen in der Schifffahrt erprobt. Ob es bald auch Ammoniak-Tankstellen für Pkw geben wird, bleibt abzuwarten.
Foto: Stefan Sauer, dpa (Symbolbild)

Ammoniak wird heute vor allem für die Herstellung von Dünger genutzt. Doch in Zukunft könnte es ein wichtiger Bestandteil der Energiewende werden — und sogar Schiffe und Autos antreiben.

Europa will bis 2050 klimaneutral werden. Doch gerade im Verkehrssektor ist das eine riesige Aufgabe. Laut dem Statistischen Bundesamt ist die EU-weite CO₂-Emissionen im Straßenverkehr seit 1990 um 21 Prozent gestiegen. Allein 2021 wurden in der EU rund 740 Millionen Tonnen CO₂ durch die Verbrennung von Kraftstoffen im Straßenverkehr ausgestoßen.

Momentan gelten vor allem E-Autos als große klimaneutrale Hoffnung. Doch auch über die Entwicklung von Ammoniak-Motoren wird diskutiert. Wie Ammoniak-Motoren funktionieren, welche Gefahren sie bergen und ob man Autos bald mit Ammoniak tanken kann, lesen Sie hier.

Kraftstoff der Zukunft: Was ist Ammoniak?

Ammoniak ist ein stechend riechendes Gas, das auf einer Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff basiert. Es gilt als eine der meist produzierten Chemikalien überhaupt. Momentan wird es vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt: als Ausgangsstoff für Kunstdünger.

Doch Ammoniak könnte auch als ein klimaneutraler Treibstoff attraktiv sein. Denn es enthält kein CO₂. Allerdings entsteht laut dem MDR bei der Verbrennung von Ammoniak ein anderes Treibhausgas, nämlich Lachgas.

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Ammoniak in der Schifffahrt

Momentan wird der Einsatz von Ammoniak vor allem in der Schifffahrt erforscht. Denn hier gibt es einen großen Bedarf an klimaneutralen Treibstoffen: Drei Prozent der weltweiten Treibhausemissionen sind allein auf den Anstoß der Schifffahrt zurückzuführen. Innerhalb der EU sind es laut dem BR sogar 13,5 Prozent.

Ammoniak soll in der Schifffahrt vor allem als Trägermedium von Wasserstoff dienen. In den Ammoniak-Motoren soll es laut dem Spiegel einen sogenannten „Cracker“ geben, der die Wasserstoff- und Stickstoffatome des Ammoniaks voneinander trennt. Mit dem Wasserstoff soll dann Energie für die Schiffe erzeugt werden.

Der große Vorteil von Ammoniak liegt in seiner Klimaneutralität. Die Chemikalie enthält kein CO₂. Allerdings warnt der NABU davor, dass bei der Verbannung von Ammoniak das Treibhausgas Lachgas freigesetzt wird.

Leif Miller, NABU Bundesgeschäftsführer, erklärte gegenüber dem MDR: „Ammoniak als Schiffstreibstoff kann sein Klimaschutzpotenzial dann voll entfalten, wenn klimaschädliche Lachgasemissionen, die in Produktion, Transport und Verbrennung entstehen, nahezu vollständig eliminiert werden.“ Doch dafür sei noch umfangreiche Entwicklungsarbeit nötig.

Trotzdem glauben viele, dass Ammoniak die Schifffahrt revolutionieren könnte: „Forscher vermuten, dass 60 Prozent des Treibstoffbedarfs dort gedeckt werden könnten, indem man lediglich die zehn größten Treibstoffhäfen der Welt damit ausstattet“, so der MDR. Die Herstellungskosten von Ammoniak seien dabei relativ moderat. Allerdings werde der Ausbau der Infrastruktur teuer. Schätzungsweise: zwei Billionen US-Dollar.

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Ist Ammoniak besser als Wasserstoff?

Ammoniak soll laut dem Handelsblatt vor allem dabei helfen, grünen Wasserstoff zu transportieren. Das ist bisher sehr kostspielig und aufwendig. Denn damit man Wasserstoff verschifft werden kann, muss er flüssig sein. Doch Wasserstoff ändert erst bei -253 Grad Celsius seinen Aggregatzustand.

Ammoniak hingegen wird schon bei -33 Grad flüssig. Vereinfacht gesagt, bedeutet das: Wenn man Wasserstoff in Ammoniak einpackt, kann man ihn günstiger und effizienter transportieren.

Wird es für Autofahrer bald Ammoniak-Tankstellen geben?

Laut dem Online-Magazin EFAHRER.com konzentriert sich die Forschung und Entwicklung von Ammoniak als alternativer Kraftstoff hauptsächlich auf Nutzfahrzeuge und Schiffe und weniger auf den Pkw-Bereich. Für einen kurzen Pkw-Hype hat letztes Jahr allerdings eine Meldung des Nachrichtendiensts Bloomberg gesorgt: Darin wurde verkündet, dass der chinesische Autokonzern GAC in Zusammenarbeit mit Toyota einen Ammoniak-Motor für PKW entwickelt habe.

Seitdem ist es allerdings still um den GAC-Motor geworden. Von der anfänglichen Euphorie ist nur noch wenig zu spüren. Die NOZ zitiert etwa einen Toyota-Sprecher mit den Worten: „Ob das eine Schlüsseltechnologie in der Zukunft sein kann, ist zurzeit nicht verifizierbar.“

Laut EFAHRER.com hat sich auch die Leiter des Bereichs Verkehr und Automobil bei Bloomberg eher verhalten zum Thema Ammoniak-Motoren für Pkws geäußert: „Ammoniak ist teuflisch in seiner Handhabung. Ich sehe daher keinen Boom für die Anwendung bei Pkw.“

Explosiv: Ist Ammoniak gefährlich für den Menschen?

Ammoniak kann für den Menschen gefährlich sein:

  • Laut Haufe besteht beim Umgang mit Ammoniak Brand- und Explosionsgefahr.
  • Außerdem wirkt Ammoniak-Gas als Zellgift.
  • Die Schleimhäute können durch Ammoniak stark anschwellen. Es besteht Erstickungsgefahr.
  • Auch schwere Verätzungen der Haut- und Atemwege können durch Ammoniak ausgelöst werden, die im schlimmsten Fall zum Tod führen.
  • Zudem kann Ammoniak das zentrale Nervensystem angreifen und unter anderem Sprach- und Sehstörungen hervorrufen.
  • Darüber hinaus kann die Chemikalie Husten, Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.

Haufe zufolge sind Vergiftungsfälle mit Ammoniak allerdings selten. Denn es sondert einen unangenehm stechenden Geruch ab.

Übrigens: Im deutschen Bußgeld-Katalog 2024 hat sich einiges geändert.