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  3. Messerangriff in Mannheim: Polizist stirbt an Verletzungen

Mannheim
02.06.2024

Debatten über Konsequenzen nach tödlichem Angriff auf Polizisten

Kerzen, Blumen und ein Blatt Papier mit der Aufschrift „Gegen Terror“ stehen am Tatort auf dem Marktplatz in Mannheim.
Foto: Uwe Anspach, dpa

Bei einem Messerangriff in Mannheim ist am Freitag ein Polizist verletzt worden, am Sonntag ist der Mann gestorben. Die Politik diskutiert nun über die Folgen.

Der Tod eines jungen Polizisten nach einer Messerattacke in Mannheim hat bundesweit Bestürzung ausgelöst. Zugleich wird über Konsequenzen des Angriffs vom Freitag debattiert. Für das Rathaus der Stadt hat Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) Trauerbeflaggung ab diesem Montag angeordnet. 

Polizist stirbt nach Messerangriff in Mannheim

Bei dem Angriff hatte ein Mann am Freitagvormittag auf dem Marktplatz in der Innenstadt bei der Veranstaltung der islamkritischen Bewegung Pax Europa (BPE) sechs Männer verletzt, darunter den Polizisten. Der 29-Jährige erlag am Sonntagnachmittag seinen Verletzungen. Der Angreifer habe dem Beamten mehrmals in den Kopfbereich gestochen. 

Bundesweit trauerten Polizeibehörden, Landeskriminalämter und das Bundeskriminalamt auf der Plattform X unter dem Hashtag #einervonuns um den gestorbenen Kollegen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte: "Ich bin tief erschüttert über den Tod des Polizisten, der in Mannheim mutig eingriff, um Menschenleben zu schützen." Steinmeier zeigte sich zugleich besorgt über eine "Verrohung der politischen Auseinandersetzung und der wachsenden Gewaltbereitschaft in unserem Land." "So darf es nicht weitergehen. Gewalt gefährdet, was unsere Demokratie stark gemacht hat", mahnte der Bundespräsident. 

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schrieb auf X: "Sein Einsatz für die Sicherheit von uns allen verdient allerhöchste Anerkennung. Ich bin in diesen bitteren Stunden in Gedanken bei seiner Familie und bei allen, die um ihn trauern." CDU-Chef Friedrich Merz betonte auf X: "Aus dem Messerangriff am Freitag ist heute heimtückischer Mord geworden. Meine Gedanken sind bei der Familie. Es ist einfach furchtbar. Dieser Mord muss harte Konsequenzen haben, auch für diejenigen, die mit dem Täter sympathisieren."

Tödliche Attacke auf Polizisten in Mannheim: Motiv des Täters unklar

Der für politische Delikte zuständige Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe hatte nach der Attacke die Ermittlungen übernommen. Das Motiv des 25-jährigen Täters ist aber noch immer unklar. Bisher war der in Afghanistan geborene Mann, der 2014 als Jugendlicher nach Deutschland kam, nicht vernehmungsfähig – er war in den Minuten nach der Attacke ebenfalls verletzt worden.

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Zahlreiche Politiker verbanden ihre Stellungnahmen aber mit Warnungen vor dem Islamismus. "Der Täter muss mit maximaler Härte des Gesetzes für seine mörderische Tat bestraft werden. Das Motiv wird weiter untersucht, aber klar ist: Unsere Sicherheitsbehörden haben die islamistische Szene fest im Visier und verstärken diesen Kampf weiter", schrieb Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) auf X. 

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FDP-Chef Christian Lindner zeigte sich auf der Plattform "wütend, was in unserem Land passiert". "Gegen den islamistischen Terrorismus müssen wir uns zur Wehr setzen. Die Sicherheitsbehörden werden wir dafür finanziell weiter stärken. Schluss mit falscher Toleranz", mahnte der Bundesfinanzminister. 

Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla äußerten Sorge, dass sich Beamte "wegen einer verfehlten Migrations- und Sicherheitspolitik täglich in Lebensgefahr begeben müssen". Weidel und Chrupalla forderten zugleich, die Zuwanderung aus Afghanistan zu beenden und Rückführungen dorthin in Angriff zu nehmen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigt sich von Angriff in Mannheim erschüttert

In Baden-Württemberg zeigten sich Politiker ebenfalls schockiert über den Tod des jungen Polizisten. "Die Nachricht erschüttert mich bis ins Mark", erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Uns allen führt diese fürchterliche Tat schmerzhaft vor Augen, welchem oft unkalkulierbaren Risiko Polizeibeamte tagtäglich ausgesetzt sind", machte der Grünen-Politiker deutlich. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, der Tod mache "unendlich traurig". "Dies sind Momente, in denen die Welt stillzustehen scheint." Die Realität sei: "Für die Polizistinnen und Polizisten kann potenziell jeder Einsatz gefährlich sein, mit unabsehbaren Folgen für ihre Gesundheit und ihr Leben."

Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) richtete aber auch den Blick auf die Gefahren des Islamismus. "Wenn sich der nahe liegende Verdacht bestätigen sollte, dass es sich tatsächlich um eine islamistische Tat handelt, dann wird es höchste Zeit für ehrliche Debatte über die Gefahren von Islamismus – ohne Naivität, ohne Scheuklappen, ohne doppelte Standards", schrieb Bayaz auf X. Einer aufgeklärten Gesellschaft sei eine schonungslose Debatte zumutbar, "wenn sie niemanden unter Generalverdacht stellt, aber gleichzeitig die Dinge klar beim Namen nennt", betonte der Grünen-Politiker. Die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang sagte in der ARD-Sendung "Caren Miosga": "Der Islamismus ist der Feind der freien Gesellschaft. Genau als solcher muss er auch behandelt werden". 

Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht sagte nach Bekanntwerden des Todes des Polizisten: "Sein Tod zeigt, was Hass und Hetze anrichten können." Zugleich appellierte der CDU-Politiker an die Bürgerinnen und Bürger: "Ich bitte Sie alle: Lassen Sie uns angesichts der tragischen Entwicklung innehalten und gemeinsam daran arbeiten, unsere Stadtgesellschaft in all ihrer Vielfalt zu einen und jegliche Spaltung zu vermeiden!"  (dpa)

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05.06.2024

Auch AfD-Politiker geniesen haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit, trotz ihrer staatszerstörerischen Ziele und der Spionage
der AfD für Russland und China. Finanzminister Lindner glaubt, seine FDP vor der Bedeutungslosigkeit zu retten, macht aber nichts,
wenn es darum geht, den Polizeidienst aufzuwerten und die Polizeibeamten vor Angriffen von Rechtsradikalen und Islamisten zu schützen - dazu gehört eine bessere Struktur der Polizeieinsätze. Dies finanziell zu unterstützen, lehnt er ab und fordert stattdessen Steuererleichterungen für die größten 10 % der Einkommen durch die Klage der FDP dagegen, dass diese vom Soli befreit werden - ein Hinweis, wo die Lindner-FDP steht, eben nicht auf der Seite der sog. kleinen Einkommen und Kleinrentner, die jetzt entlastet werden müssten aufgrund der hohen Preise und Mieten.

02.06.2024

"Mich macht wütend, was in diesem Land passiert", so Herr Lindner und die AZ schildert den Tod eines Polizisten im Zusammenhang mit einem Mann, der verheiratet ist und mit 2 Kindern in Heppenheim lebt. Ach ja und er ist noch nicht vernehmungsfähig..... Wichtige Info.....

02.06.2024

Wird jetzt geklärt ob der Messerstecher schuldfähig ist?

02.06.2024

Ja, das wird im Gerichtsprozess geprüft werden. Denn wir leben - Gott sei Dank - in einem Rechtsstaat.

Übrigens: Können Sie sich noch an Ihre Kommentare zu dem Dreifachmord in Langweid erinnern?

Raimund Kamm

02.06.2024

Besonders schlimm und demokratisch dramatisch : Wie kommt ein vermeintlicher Politiker eine KI- produzierte Stellungnahme einer Ministerin zu verbreiten ? Und der grosse Witz an dieser Angelegenheit : Die Parteivorsitzende dieser radikalen Alternative wettert ganz naiv , wie es sich gehört für Pseudo- Demokraten , gegen die Ministerin . Sicher wohlwissend , dass es sich nur um eine künstliche und nahezu kriminelle Vorlage ihres Parteifreundes handelt ! Sauber sauber .....

02.06.2024

Thema verfehlt!!!!!!!!!!!!!!!!

02.06.2024

(edit/mod/NUB 7.2)

02.06.2024

Liebe AZ,

warum wird hier nichts genaueres über den Täter geschrieben?

VG

02.06.2024

Und was soll das helfen? (edit/mod/NUB 7.2)

02.06.2024

Was meinen Sie damit? Es sind im Artikel mehrere Infos zu dem Täter!
"Bisher war der Mann, der in Afghanistan geboren wurde, aber 2014 als Jugendlicher nach Deutschland kam, nicht vernehmungsfähig - er war in den Minuten nach der Attacke ebenfalls verletzt worden. Bisher war er polizeilich nicht in Erscheinung getreten, er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt im hessischen Heppenheim."

02.06.2024

>>Das Motiv des 25-jährigen Täters ist indes noch immer unklar. Bisher war der Mann, der in Afghanistan geboren wurde, aber 2014 als Jugendlicher nach Deutschland kam, nicht vernehmungsfähig - er war in den Minuten nach der Attacke ebenfalls verletzt worden. Bisher war er polizeilich nicht in Erscheinung getreten, er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt im hessischen Heppenheim<<
>>polizeilich nicht in Erscheinung getreten
>>nicht vernehmungsfähig

Vielleicht nehmen Sie telepathische Verbindung auf...

Reicht es so?
Oder wollen Sie ihr Vorurteil gar bestätigt wissen?

05.06.2024

@Josefa: Brille verlegt?...ich kann dazu schon einiges lesen