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  3. RAF-Terroristen: Wer wird heute noch gesucht?

RAF
14.03.2024

Welche verdächtigen RAF-Terroristen werden heute noch gesucht?

Noch immer werden zwei RAF-Terroristen gesucht.
Foto: dpa

Mehr als 30 Jahre lang war die RAF-Terroristin Daniela Klette untergetaucht, bevor sie am Montag in Berlin gefasst wurde. Zwei Männer werden noch immer gesucht.

Nachdem die Terroristin der Roten Armee Fraktion (RAF), Daniela Klette, mehr als 30 Jahre untergetaucht war, konnte sie am Montag (26. Februar) von der Polizei gefasst werden. Die 65-Jährige hatte nach LKA-Angaben unter falscher Identität in einer Berliner Wohnung gelebt. Sie ist allerdings nicht die einzige RAF-Terroristin, nach der die Polizei suchte. Zwei weitere sind noch immer auf freiem Fuß, einige gingen den Fahndern aber bereits ins Netz.

Video: dpa

Was waren die Taten der RAF?

Anfang der 70er-Jahre bildete sich die RAF als selbst erklärte Stadtguerilla, nachdem die Gruppe zuvor als Baader-Meinhof-Gruppe bekannt geworden war. Diese hatte aus Protest gegen den Vietnamkrieg Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser in Frankfurt am Main verübt. Die Journalistin Ulrike Meinhof befreite mit drei Komplizen Andreas Baader gewaltsam aus der Haft in Berlin – was als die Geburtsstunde der RAF gesehen wird.

Es folgten weitere Anschläge. 1971 etwa ermordete die Gruppe einen Polizisten bei einem Festnahmeversuch, 1972 verübte sie einen Bombenanschlag auf das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Frankfurt am Main, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Zwölf Tage später starben drei Soldaten bei einer Sprengstoffattacke auf das Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte in Heidelberg. Wenig später wurde die Kommandoebene der RAF um Baader, Meinhof und Gudrun Ensslin festgenommen.

Es bildete sich eine zweite Generation, die bei vielen ihrer Aktionen versuchte, die Freilassung der Inhaftierten zu erzwingen. 1977 ermordete die RAF innerhalb weniger Monate den Generalbundesanwalt Siegfried Buback und den Chef der Dresdner Bank, Jürgen Ponto. In Köln verschleppte ein RAF-Kommando im September den Arbeitgeber-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, um die Inhaftierten freizupressen. Im Oktober kaperten mit der RAF verbündete palästinensische Terroristen die Lufthansa-Maschine "Landshut". Trotz der kaltblütigen Erschießung des Flugkapitäns blieb Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hart und ließ das Flugzeug von der Grenzschutz-Elitetruppe GSG 9 stürmen. Alle Geiseln konnte befreit werden, die letzte Hoffnung auf eine Freilassung hatte sich zerschlagen. Daraufhin wurde Schleyer ermordet, und Baader, Ensslin und Jan-Carl Raspe begingen Selbstmord. 

Die dritte Generation änderte ihre Strategie und verfolgte vermehrt eine Internationalisierung des Terrorismus. Bis 1990 gab es mehrere gezielte Mordanschläge. 1989 etwa starb der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, in Bad Homburg. 1991 wurde Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder aus mehr als 60 Metern Entfernung in seinem Düsseldorfer Haus am Schreibtisch erschossen. In beiden Fällen sind Täter und Motiv bis heute unbekannt. Rohwedders Tod war der letzte Mordanschlag, der der RAF zugeordnet wird. Erst im Jahr 1998 gab die RAF in einem an Medien versandten Schreiben ihre Auflösung bekannt. Bis heute sind viele Verbrechen der dritten RAF-Generation nicht aufgeklärt. 

Welche RAF-Terroristen wurden gefasst?

Einige RAF-Terroristen der dritten Generation gingen den Fahndern ins Netz. Eva Haule, die als "die Frau, die keine Spuren hinterließ" bekannt war, wurde im Jahr 1986 gefasst. Ein Zeuge hatte der Polizei einen Tipp gegeben, und so wurde sie in einem Eiscafé in Rüsselsheim, wo sie zwei Unterstützer der RAF traf, festgenommen und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. 2007 wurde sie auf Bewährung entlassen.

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Einige RAF-Terroristen tauchten in den 80er-Jahren mithilfe der Stasi in der DDR unter. Unter ihnen waren Susanne Albrecht und Silke Maier-Witt. Unter falschen Namen waren sie dort sicher vor westdeutschen Ermittlern. Nach dem Ende der DDR flogen sie auf und wurden vor Gericht gestellt. Albrecht wurde zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. 1996 kam sie aus der Haft frei. Maier-Witts Urteil lautete: zehn Jahre Freiheitsstrafe. Sie wurde 1995 vorzeitig aus der Haft entlassen.

Birgit Hogefeld wurde 1993 bei einem GSG9-Einsatz im Bad Kleinen in Mecklenburg-Vorpommern festgenommen. Ihr Komplize Wolfgang Grams kam dabei ums Leben. Hogefeld wurde 1996 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, aus der sie 2011 auf Bewährung entlassen wurde.

Nach welche RAF-Terroristen wird noch gefahndet?

Neben Klette blieben Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub für Jahrzehnte untergetaucht. Die Behörden werfen ihnen neben ihren Taten für die RAF eine Reihe von Raubüberfällen auf Geldtransporter vor, mit denen sie ihr Leben im Untergrund finanziert haben sollen.

Anfang Februar hatten die Ermittlungsbehörden in Niedersachsen zum dritten Mal nach 2016 und 2020 eine öffentliche Fahndung eingeleitet, um die sogenannten RAF-Rentner zu fassen. Laut der Staatsanwaltschaft Verden seien "weitere Ermittlungsansätze" der Anlass für die erneute Aktion gewesen. Zuletzt hat die Staatsanwaltschaft Verden am 14. Februar Hinweise zu früheren Terroristen der RAF in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" erbeten. Die Fahnder setzen die Suche nach den beiden Männern unvermindert fort. Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, haben die Behörden bis zu 150.000 Euro ausgesetzt. (mit dpa)