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Royals
11.06.2024

Prinz William bei "Hochzeit des Jahres" gesichtet

Olivia Henson und Hugh Grosvenor, der Duke of Westminster, verlassen nach ihrer Hochzeit die Kathedrale von Chester.
3 Bilder
Olivia Henson und Hugh Grosvenor, der Duke of Westminster, verlassen nach ihrer Hochzeit die Kathedrale von Chester.
Foto: Peter Byrne/PA Wire, dpa

Der Duke of Westminster ist einer der reichsten Briten - und ein enger Freund des Thronfolgers. Zu seiner Hochzeit kommt Prinz William als Trauzeuge. Beinahe interessanter ist, wer nicht dabei ist.

Prinz William ist bei der Trauung eines Freundes gesichtet worden, die von Medien im Vereinigten Königreich als "Hochzeit des Jahres" bezeichnet wurde. Auf Videos in sozialen Medien war zu sehen, wie der 41 Jahre alte britische Thronfolger aus einem Mercedes-Kleinbus stieg und durch den Seiteneingang in die Kathedrale in der nordwestenglischen Stadt Chester huschte. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge nahm er als Trauzeuge an der Zeremonie teil.

Beim Bräutigam handelt es sich um den Duke of Westminster, Hugh Grosvenor, einen der reichsten Männer Großbritanniens. Auf der Reichenliste der "Sunday Times" wurden der 33-Jährige und seine Familie mit einem Vermögen von mehr als 10 Milliarden Pfund (umgerechnet knapp 12 Milliarden Euro) auf Platz 14 der wohlhabendsten Briten geführt. Grosvenor erbte das Familienvermögen 2016 im Alter von 25 Jahren, als sein Vater an einem Herzinfarkt starb. Dazu gehört erheblicher Grundbesitz in den vornehmen Londoner Vierteln Mayfair und Belgravia. Grosvenor heiratete die 31-jährige Olivia Henson. Das Paar zeigte sich nach der Trauung den wartenden Schaulustigen und gab sich unter großem Beifall einen Kuss. Laut PA hatten sich Tausende in Chester versammelt, um einen Blick auf das Brautpaar zu erhaschen. Das revanchierte sich mit kostenlosem Eis für die Menschen.

Grosvenor ist Patenonkel von Prinz George

Der Aristokrat Grosvenor gilt als enger Freund Williams und ist Patenonkel von dessen ältestem Sohn Prinz George (10). Der konnte jedoch nicht dabei sein, weil die Hochzeit an einem Schultag stattfand. Williams Frau Kate (42), die wegen einer Krebsdiagnose vorsorglich mit Chemotherapie behandelt wird, kam nicht zu dem Fest. Auch der ebenfalls an Krebs erkrankte König Charles (75), der am Vortag mit William noch an der Gedenkfeier zum D-Day in der Normandie teilgenommen hatte, war nicht bei der Feier dabei. Charles ist Patenonkel von Hugh Grosvenor. Die 400 geladenen Gäste fuhren nach PA-Angaben anschließend für die Feier in das nahe gelegene Herrenhaus der Grosvenors, Eaton Hall.

Nicht unter den Gästen waren Williams Bruder Prinz Harry (39) und dessen Frau Herzogin Meghan (42). Dabei soll auch Harry eng mit Hugh Grosvenor befreundet sein. Laut PA hatten Harry und Meghan jedoch einvernehmlich mit dem Brautpaar beschlossen, dem Fest fernzubleiben. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, sie seien wegen des Streits in der Königsfamilie ausgeladen worden.

Harry und Meghan hatten sich 2020 aus der Royal Family ausgeklinkt und leben inzwischen mit ihren beiden Kindern Prinz Archie (5) und Prinzessin Lilibet (3) im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Verhältnis zu den übrigen Royals gilt als zerrüttet. Hintergrund sind die vielen Indiskretionen des Paares in einer Netflix-Dokumentation und Harrys Autobiografie "Spare" (zu Deutsch: "Reserve"). Als Harry vor einigen Wochen zu einem Dankgottesdienst anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Invictus Games London besuchte, konnte sein Vater Charles angeblich keine Zeit für ein Treffen finden.

Klima-Aktivisten der Gruppe Just Stop Oil nutzten die Aufmerksamkeit für eine Protestaktion. Wie in einem Video auf dem X-Account der Gruppe zu sehen war, sprühte eine Person mit einem Feuerlöscher orangefarbenen Rauch oder Staub in die Luft, als die Festgemeinde aus der Kirche kam. Die Polizei beendete die Aktion jedoch nach wenigen Sekunden. Bei den Aktivistinnen soll es sich um zwei Frauen im Alter von 69 und 73 Jahren gehandelt haben. Grosvenor habe Milliarden geerbt, junge Menschen hingegen einen gesellschaftlichen Kollaps, schrieben die Aktivisten, die sich dafür einsetzen, dass bis 2030 keine fossilen Brennstoffe mehr verwendet werden.

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