Bei der britischen Königsfamilie sind die Weihnachtsfeiertage nach einem strengen Ablauf durchgetaktet. Traditionell verbringt sie das Fest auf ihrem Landsitz Sandringham House – mit striktem Dresscode, verpflichtenden Kirchgängen und einem Weihnachtsessen ohne Kinder. Deutlich entspannter scheint es dagegen bei Prinz Harry und Herzogin Meghan in ihrer Wahlheimat in den USA zuzugehen. So verriet Meghan im Rahmen ihrer Netflix-Show kürzlich, wie die Sussexes die Weihnachtszeit verbringen. Eine spezielle Tradition, die sie dabei alle Jahre wieder befolgen, stammt aus Deutschland.
Wie verbringen Harry und Meghan die Weihnachtszeit?
Dass Herzogin Meghan ein großer Weihnachtsfan ist, wird spätestens in der am 3. Dezember erschienenen Folge ihrer Netflix-Show „With Love, Meghan: Holiday Celebration“ klar. Denn in dieser Episode dreht sich alles um die Weihnachtsfeiertage bei den Sussexes. Dabei gibt Meghan den einen oder anderen privaten Einblick, wie sie die Tage rund um das Fest mit ihrem Ehemann Prinz Harry und den gemeinsamen Kindern Archie (6 Jahre) und Lilibet (4 Jahre) am liebsten verbringt.
Um auch ihre Familie schon frühzeitig in Weihnachtsstimmung zu bringen, hat Meghan für die beiden Kinder jeweils einen Adventskalender aus Stoff besorgt, den sie mit kleinen Leckereien und handgeschriebenen Zettelchen füllt. „Ich liebe dich, weil du so freundlich bist“ oder „Ich liebe dich, weil du so mutig bist“, ist darauf etwa zu lesen. So bekommen Lilibet und Archie im Dezember jeden Tag eine süße Botschaft von ihrer Mutter mit auf den Weg. Mit den selbst befüllten Adventskalendern startet Meghan dieses Jahr eine neue Familientradition. „Hoffentlich werden wir sie noch ganz lange haben“, sagt sie in ihrer Sendung.
Obwohl Harry und Meghan bereits seit 2018 nicht mehr gemeinsam mit der britischen Königsfamilie Weihnachten feiern, und zwei Jahre später mit ihren Kindern nach Kalifornien umsiedelten, haben die Sussexes dennoch ein paar Feiertagsbräuche aus Harrys Heimat beibehalten. So sieht man die Herzogin in der „Holiday Celebration“-Episode typisch britische Christmas Cracker (Knallbonbons) basteln. „Im Vereinigten Königreich ist das ein großer Bestandteil des Weihnachtsfests“, erklärt Meghan.
Die Cracker bestehen klassischerweise aus einem zusammengerollten Stück Karton, das mit buntem Geschenkpapier in Bonbonform eingewickelt wird. Im Inneren befindet sich ein kleines Geschenk. Zwei Personen ziehen gleichzeitig jeweils an einem Ende des Bonbons, bis es mit einem Knall auseinanderbricht und den Inhalt freigibt. Für Tochter Lilibet versteckt Meghan einen lilafarbenen Kugelschreiber und für Sohn Archie einen Spielzeug-Burger in ihren Crackern.
Mit welchem typisch deutschen Brauch feiern Harry und Meghan Weihnachten?
Ein weiterer royaler Weihnachtsbrauch, an dem Harry und Meghan festhalten, betrifft den Zeitpunkt der Bescherung. Denn bei den Sussexes gibt es die Geschenke bereits am Abend des 24. Dezember, genauso wie es auch in Deutschland üblich ist. Das verriet Prinz Harry in seiner 2023 erschienenen Autobiografie „Reserve“. Dort beschreibt er das erste Weihnachtsfest, das er mit Ehefrau Meghan und seinen Kindern in ihrer neuen Wahlheimat Montecito in Kalifornien verbrachte: „Es war Heiligabend. Wir sahen Archie dabei zu, wie er um den Weihnachtsbaum rannte. Und wir packten Geschenke aus, ganz nach der Tradition der Familie Windsor.“
Sowohl in den USA als auch in Großbritannien findet die Bescherung typischerweise erst am Morgen des 25. Dezembers statt. Warum befolgt das britische Königshaus also stattdessen den deutschen Brauch und verlegt das Beschenken auf Heiligabend? Wie Harry in seinen Memoiren erklärt, geht diese Tradition auf seinen Vater, König Charles, zurück, der deutsche Wurzeln hat. Denn die britische Königsfamilie Windsor entstammt ursprünglich dem Adelsgeschlecht Haus Sachsen-Coburg und Gotha, dessen Namen sie noch bis 1917 trug. Um seine Vorfahren aus Deutschland zu ehren, hat Charles die alte Familientradition an Heiligabend bis heute bewahrt – und auch sein Sohn Harry scheint sie trotz des Zerwürfnisses mit dem britischen Königshaus liebgewonnen zu haben und nun an seine eigenen Kinder weiterzugeben.
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