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Thronfolgeänderung bei den Royals? Fokus auf William und Kate – Andrew vor dem Aus?

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Thronfolgeänderung bei den Royals? Fokus auf William und Kate – Andrew vor dem Aus?

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    Prinz William und Prinzessin Kate werden eines Tages den britischen Thron besteigen.  Eine Änderung in der Thronfolge könnte sie nun noch mehr in den Fokus rücken.
    Prinz William und Prinzessin Kate werden eines Tages den britischen Thron besteigen. Eine Änderung in der Thronfolge könnte sie nun noch mehr in den Fokus rücken. Foto: Aaron Chown, dpa/PA Wire (Archivbild)

    Die britische Königsfamilie steht vor einer heiklen verfassungsrechtlichen Debatte: Soll Andrew Mountbatten-Windsor aus der Thronfolge gestrichen werden? Was zunächst wie eine symbolische Frage wirkt, berührt das Fundament der Monarchie – und rückt automatisch Prinz William und Prinzessin Kate ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

    Thronfolgeänderung bei den Royals: Andrew vor dem Aus?

    Wie die BBC berichtet, prüft die britische Regierung ein Gesetz, das Andrew Mountbatten-Windsor, den jüngeren Bruder von König Charles III., aus der Thronfolge entfernen würde. Verteidigungsminister Luke Pollard erklärte im BBC-Interview, es sei das „richtige“ Vorgehen, um zu verhindern, dass Andrew „potenziell nur einen Herzschlag vom Thron entfernt“ sei. Andrew bleibt aktuell Achter in der Thronfolge – hinter William, dessen drei Kindern, sowie Prinz Harry und dessen zwei Kindern.

    Die Dynamik entstand nach Andrews Festnahme am 19. Februar 2026 wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt, welches durch die Veröffentlichung der Epstein-Akten bekannt wurde. Er wurde nach elf Stunden wieder freigelassen, steht jedoch weiter unter Beobachtung der britischen Behörden. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe.

    Viele Royal-Fans dürften vermuten, dass Andrew mit dem Verlust seiner Titel im Oktober 2025 automatisch aus der Thronfolge gefallen ist. Tatsächlich kann der Palast aber lediglich Titel der Royals entziehen. Die britische Thronfolge hingegen ist gesetzlich geregelt, wie die BBC erläutert. Das Aberkennen des Prinzen-Titels hat also nicht automatisch zu Andrews Ausschluss geführt.

    Royals: Ausschluss aus der Thronfolge – warum ist das rechtlich kompliziert?

    Obwohl Andrews vergangene Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und die neuerlichen Vorwürfe die Weltöffentlichkeit erschütterten, kann die Monarchie Andrew also nicht eigenständig aus der Thronfolge entfernen. Denn dafür ist ein Parlamentsgesetz nötig – inklusive Zustimmung der 14 weiteren Commonwealth-Staaten, in denen König Charles III. Staatsoberhaupt ist. Dies erläuterte die BBC. Zwei der 14 Staaten haben sich allerdings schon zu einem solchen Gesetz geäußert.

    Australiens Premier Anthony Albanese schrieb laut AP an den britischen Premier Keir Starmer: „In Anbetracht der jüngsten Ereignisse bezüglich Andrew Mountbatten-Windsor bestätige ich hiermit, dass meine Regierung jedem Vorschlag zustimmen würde, ihn aus der Thronfolge zu entfernen.“ Zugleich betonte er: „Das sind schwerwiegende Vorwürfe, und Australier nehmen sie ernst.“

    Auch Neuseelands Regierung hat öffentlich erklärt, dass sie eine Entfernung des Ex-Prinzen aus der Thronfolge unterstützen würde – sofern Großbritannien den Schritt einleitet. Premierminister Christopher Luxon ließ mitteilen: „Wenn die britische Regierung vorschlägt, Andrew Mountbatten Windsor aus der Thronfolge zu entfernen, würde Neuseeland das unterstützen.“ Auch politisch wurde die Haltung begründet: Man betone den Grundsatz, dass „niemand über dem Gesetz steht“, während die Ermittlungen noch laufen.

    Der Verfassungsrechtler Robert Hazell erinnerte in dem gleichen Bericht der AP allerdings daran, dass bereits die Reform 2013 – die das männliche Erstgeburtsrecht in Großbritannien beendete – „zwei Jahre langwieriger Verhandlungen“ zwischen den Ländern erforderte. Die letzte tatsächliche Streichung eines Royals erfolgte 1936 nach der Abdankung von Edward VIII.

    Prinz William und Prinzessin Kate: Ihre Familie als Zukunft der Royals?

    An der faktischen Reihenfolge würde ein Ausschluss Andrews allerdings nichts ändern. Prinz William bleibt weiterhin Thronfolger, gefolgt von Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis. Erst danach kommen Prinz Harry und dessen Kinder Archie und Lilibet – und erst dann Andrew. Politisch ist die Diskussion dennoch brisant: Jede Debatte über die Thronfolge ist eine Debatte über Stabilität. Historiker David Olusoga sprach laut BBC von einem „verzweifelten Wunsch innerhalb der Regierung und des Palastes, eine Brandmauer zwischen dieser Krise und der breiteren Monarchie zu ziehen“.

    Für William und Kate bedeutet das keine Machtverschiebung im engeren Sinne, sondern eine stärkere institutionelle Fokussierung auf ihre eigene Familie. Sie stehen ohnehin im Zentrum der Zukunftsplanung der Royals – die aktuelle Entwicklung verstärkt diesen Eindruck aber noch weiter. Die eigentliche Frage lautet daher nicht nur, ob Andrew ausgeschlossen wird. Sondern ob die britische Politik bereit ist, parlamentarische Zeit und internationale Abstimmungen für eine symbolische, aber öffentlich wirksame Entscheidung aufzuwenden.

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