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Schawuot 2026: Bedeutung, Bräuche, Ablauf, Aussprache und Datum

Jüdisches Erntedankfest

Schawuot 2026: Infos rund um Bedeutung, Bräuche und Ablauf

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    Wann findet Schawuot 2026 statt? Infos rund um Bedeutung, Bräuche, Ablauf und Datum gibt es hier.
    Wann findet Schawuot 2026 statt? Infos rund um Bedeutung, Bräuche, Ablauf und Datum gibt es hier. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

    Schawuot gehört neben Sukkot und Pessach zu den drei Wallfahrtsfesten Israels. Es wird jedes Jahr von Menschen jüdischen Glaubens gefeiert und wird auch als Wochenfest bezeichnet.

    Welche Bedeutung hat das Fest für die Juden? Gibt es besondere Bräuche zur Schawuot? Wann wird das Fest gefeiert und wie spricht man es aus? Antworten auf diese und weitere Fragen und alle Infos zur Schawuot haben wir hier für Sie.

    Schawuot 2026: Datum - wann findet das Fest statt?

    Schawuot wird jedes Jahr 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert und fällt damit in der Regel auf die Monate Mai oder Juni. 2026 beginnt das Fest bei Sonnenuntergang am 21. Mai und endet bei Anbruch der Nacht am 23. Mai 2026.

    Bedeutung von Schawuot: Was hat es mit dem jüdischen Fest auf sich?

    Zum einen ist Schawuot ein Erntedankfest, da zum Zeitpunkt des Festes er erste Weizen in Israel geerntet wird. Zum anderen wird im Rahmen des Schawuot der Empfang der Zehn Gebote durch Moses am Berg Sinai gefeiert, wie der Zentralrat der Juden in Deutschland erklärt. Darüber hinaus ist Schawuot auch ein Wallfahrtsfest - zu biblischen Zeiten wurden Opfergaben, die in der Regel aus den Erstlingen der Ernte bestanden, zum Tempel von Jerusalem gebracht und dort den Priestern überreicht.

    Weitere Jüdische Feiertage, die 2026 stattfinden, sind unter anderem Rosch Haschana, Purim und Tu Bischwat.

    Ablauf der Schawuot: Wie wird das Wochenfest begangen?

    An beiden Festtagen werden Gottesdienste gehalten und aus dem 2. Buch Mose gelesen. Im Mittelpunkt der Lesung stehen die zehn Gebote, die mit einer besonderen Melodie vorgelesen werden. Außerdem schmücken die jüdischen Gläubigen ihre Häuser und die Synagogen mit Blumen und Zweigen, was an die Erstlingsfrüchte erinnern soll. An Schawuot werden hauptsächlich Süßspeisen gegessen, wobei ein besonderes Augenmerk auf Milchspeisen wie Palatschinken, Käsekuchen, Blinzes und Strudel aber auch Piroggen und Kreplach gegessen. Milchspeisen stehen symbolisch für die Geschichte am Berg Sinai, da das hebräische Wort Chalaw (deutsch: Milch) den Zahlenwert 40 hat und Moses 40 Tage lang am Berg Sinai auf die Zehn Gebote und die Tora warten musste, wie das Jüdische Museum Berlin erklärt.

    Schawuot 2026: Bräuche zum jüdischen Wochenfest

    Das Wochenfest hat zwar eine wichtige Bedeutung im Judentum, aber dennoch gibt es weniger Rituale und Bräuche als bei den anderen Wallfahrtsfesten, wie das Jüdische Museum Berlin darstellt. Zu Schawuot wird nicht gearbeitet und zu Hause zündet man Feiertagskerzen an. Hinzu kommt das Schmücken der Synagoge und der Häuser mit Blumen.

    Es ist zudem Brauch, die gesamte Schawuotnacht hindurch wach zu bleiben, um die Tora zu studieren. Gläubige treffen sich dazu im Rahmen einer „Lernnacht“ („Tikun Leijl Schawuot“) in ihrer Gemeinde, wie das Jüdische Museum Berlin ausführt. Ein besonderes Augenmerk liegt bei dem Studium auf der Tora, dem Talmud, dem Buch Ruth und den Paraschot. Eine mögliche Erklärung für diesen Brauch ist, dass Gott das jüdische Volk zur Gabe der Tora am 6. Siwan wecken musste. Um diesen Fehltritt zu korrigieren, bleibt man also die gesamte Nacht lang wach.

    Aussprache von Schawuot: Wie sagt man es richtig?

    Das Fest wird ausgesprochen, wie es geschrieben wird: Scha-wu-ot - in Lautschrift [ˈʃaːvuɔt]. Es ist ein Lehnwort aus dem gleichbedeutenden hebräischen Wort und heißt direkt übersetzt „Wochen“.

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