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Spanien
24.01.2023

Hells-Angels-Prozess: Rockerboss Frank Hanebuth bleibt hart

Juli 2013: Polizisten führen Frank Hanebuth zu einem Gericht in Palma de Mallorca. Kurz zuvor wurde er verhaftet.
Foto: Montserrat T Diez

Im Gericht bekennen sich 34 von 49 angeklagten Hells-Angels-Mitgliedern schuldig und können mit einer niedrigeren Strafe rechnen. Warum Frank Hanebuth mauert.

Überraschung im spanischen Mammutprozess gegen die Rockergruppe Hells Angels, der zahlreiche Verbrechen auf der Urlaubsinsel Mallorca vorgeworfen werden: 34 der insgesamt 49 Angeklagten gestanden vor dem Nationalen Gerichtshof in Madrid die ihnen vorgeworfenen Taten und erhielten dafür von der Staatsanwaltschaft einen erheblichen Strafnachlass zugesichert. Die meisten Angeklagten stammen aus Deutschland. 

Die Hells Angels werden beschuldigt, in den Jahren 2009 bis 2013 auf der spanischen Ferieninsel eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben, um dort mit Drogenhandel und Prostitution illegale Geschäfte zu machen. Zentrum der kriminellen Aktivitäten soll die deutschsprachige Ferienhochburg an der Playa de Palma gewesen sein.

Rocker-Boss Hanebuth will einen Freispruch erreichen

Der mutmaßliche Chef der Hells Angels auf Mallorca, der Deutsche Frank Hanebuth, lehnte hingegen eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft ab. Hanebuth, der bis heute Deutschlands berühmtester Hells-Angels-Rocker ist, will einen Freispruch erreichen. Seine spanische Anwältin, Ana Madera, zeigt sich davon überzeugt, dass die von der Staatsanwaltschaft präsentierten Beweise nicht für eine Verurteilung Hanebuths ausreichen. 

Hanebuth werden Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Drohungen und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Ihm drohen 13 Jahre Haft. Bei der Durchsuchung seines millionenschweren Anwesens auf Mallorca, wo er in den Jahren 2012 und 2013 lebte, sollen mehrere Schusswaffen gefunden worden sein. 

Im Ermittlungsbericht heißt es zu dem heute 58-jährigen Hanebuth: „Er kontrollierte eine große Anzahl von Männern, die seinen Befehlen gehorchten.“ Bei der Durchsuchung seiner Finca, die im Juli 2013 von spanischen und deutschen Polizisten gestürmt worden war, stellten die Beamten angeblich auch eine Hells-Angels-Lederweste mit der Aufschrift „Präsident“ sicher. 

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Frank Hanebuth (l) steht in Madrid zusammen mit 46 Mittätern aus Luxemburg, der Türkei und dem Vereinigten Königreich vor Gericht.
Foto: Paul White/AP, dpa

Das überraschende Schuldeingeständnis der großen Mehrheit der Mitglieder und Helfer der mallorquinischen Hells-Angels-Gruppe könnte die Verteidigungsstrategie Hanebuths erschweren. Die Staatsanwaltschaft hatte allen Beschuldigten einen erheblichen Strafrabatt im Falle eines Geständnisses angeboten. Ursprünglich hatten die Staatsanwälte zusammengerechnet nahezu 300 Jahre Gefängnis für die 49 Angeklagten der Hells Angels gefordert.

Warum diese plötzliche Großzügigkeit der Ankläger? Vor allem aus zwei Gründen: um das sehr komplexe Mammutverfahren abzukürzen und zu vereinfachen. Und auch als eine gewisse Entschädigung für die fast zehnjährige Dauer des Ermittlungsverfahrens, das nach der Festnahme von Hanebuth und 26 weiteren mutmaßlichen „Höllenengeln“ in Gang gekommen war – eine lange Verfahrensdauer, die auch in Justizkreisen als unverhältnismäßig bezeichnet wurde. 

Auch einer von Hanebuths Stellvertretern hat gestanden

Unter den Geständigen ist übrigens auch Khalil Y., einer der mutmaßlichen Stellvertreter Hanebuths, für den die Staatsanwaltschaft ursprünglich 38 Jahre Gefängnis gefordert hatte. Y. einigte sich nun mit den Staatsanwälten auf eine zwölfjährige Haftstrafe. 

Doch auch diese muss nicht unbedingt angetreten werden: Alle ausgehandelten Haftstrafen können zudem, so die Vereinbarung zwischen Anwälten und Anklägern, in hohe Geldstrafen umgewandelt werden. 

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