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Russland
02.07.2022

Was ist ein T-72 Kampfpanzer?

Ein Panzer am Straßenrand von Irpin.
Foto: Kay Nietfeld, dpa (Symbolbild)

Der schnelle Angriffspanzer der russischen Streitkräfte ist fürs schwere Gefechte gedacht. Immer mehr von ihnen werden in der Ukraine zerstört. Was der Standardpanzer alles kann.

Bilder von ausgebrannten Panzern oder Selfies von Soldaten vor verlassenen Kampffahrzeugen am Straßenrand - die Bilder aus dem Angriffskrieg aus der Ukraine kennt fast jeder. Seit Kriegsbeginn hat die Ukraine bereits hunderte der russischen Standardpanzer zerstört. Allein bis Anfang Mai sollen Putins Truppen 1010 Panzer verloren haben, laut dem ukrainischem Verteidigungsministerium.

Was ist ein T-72 Kampfpanzer?

Der T-72 stammt noch aus dem altem sowjetischen Lager. Seit Anfang der1970er Jahre wird der Panzer in Serie gebaut. Erst wenige Jahre vorher wurde er vorgestellt. Knapp 40 Tonnen wiegt ein T-72 des Herstellers Uralwagonsawod. Knapp 30.000 Stück sollen davon produziert worden sein und sich in allen möglichen Armeen der Welt befinden.

Der besonders leichte Panzer hatte eine Besonderheit: Zum Laden wurde nun kein Ladeschütze mehr benötigt - Stattdessen setzte man ab sofort auf Ladeautomatik. Außerdem war das der erste Panzer, der Kampfwagenkanonen im Kaliber 125mm aufnehmen konnte. Zuvor waren maximal Kanonen im Kaliber von 105mm (Leopard 1) möglich.

Video: dpa

T-72 Kampfpanzer: Schwachstellen

Mit dem T-72 entwickelten die sowjetischen Konstrukteure einen flacheren und leichteren Panzer, der sich schneller und wendiger bewegen konnte als viele vergleichbare westliche Gegenstücke. Außerdem ist die Feuerkraft deutlich stärker, als bisherige Modelle. Doch das hat seinen Preis: Den der Sicherheit der Insassen.

Der Panzer wird von drei Soldaten geesteuert. Eine sitzt im vorderen Teil, unterhalb des Rohrs. Die anderen beiden sind im Turm untergebracht. Unter ihnen befindet sich die Munition für den Ladeautomaten.

Wenn nun eine Panzerabwehrrakete abgefeuert wird, sind die Überlebenschancen für die Besatzung nur sehr gering. Denn das Ziel der Panzerabwehrraketen ist meist die Oberseite des Panzers, quasi frontal drauf.

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