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Wetter
22.01.2023

Weißes Wochenende für Wintersportler

Kinder und Erwachsene rodeln am Hügel des Monopteros im Englischen Garten in München.
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Kinder und Erwachsene rodeln am Hügel des Monopteros im Englischen Garten in München.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Die Bilanz auf den Skipisten in Deutschland dürfte zumindest für dieses Wochenende einigermaßen positiv ausfallen. Auf den Straßen hingegen sorgen Eis und Schnee für zahlreiche Unfälle.

"Wer den Winter sehen will, muss in den Harz fahren." Ganze 18 Zentimeter Neuschnee habe es dort zum Teil gegeben, sagte Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag. Aber nicht nur im Harz war es am Wochenende winterlich. Auch im Süden Bayerns und in NRW lockten weiße Pisten viele Freizeitsportler nach draußen.

Zum Start in die neue Woche rechnen die Experten zumindest in Alpennähe noch vereinzelt mit Schnee. Die Tageshöchstwerte dürften dann bei minus 2 bis plus 4 Grad liegen, im höheren Bergland teils auch darunter.

Am Samstag war auf den Gipfeln in den Allgäuer Alpen und im Bayerischen Wald ordentlich Neuschnee gefallen. Mancherorts war es eisig, zum Beispiel in Bodenmais oder auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge mit minus sieben Grad. Bei mehr oder weniger dicker Nebelsuppe waren die Sichtverhältnisse zwar mäßig, viele Wintersportfans ließen sich davon allerdings nicht abschrecken.

Auch im Sauerland und im Rothaargebirge gab es nach wochenlanger Durststrecke erstmals wieder gute Wintersportbedingungen. "Die Bedingungen sind super. Besser geht es gar nicht", sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena Sauerland. Auch im Harz und im Erzgebirge tummelten sich Skifahrer und Snowboarder auf den Pisten.

Lawinengefahr in den Alpen

Während sich die Freizeitsportler über Schnee freuten, bibberten Autofahrer vor Glatteis auf den Straßen: Vielerorts kam es zu Verkehrsunfällen, allerdings wurden nur wenige Menschen leicht verletzt. In Bayern kamen vier Personen bei Unfällen ums Leben, allerdings war in diesen Fällen zunächst unklar, welche Rolle das Wetter gespielt hat.

Der viele Neuschnee brachte im bayerischen Alpenraum auch noch mehr Unerfreuliches mit sich. Dort stieg die Lawinengefahr. Oberhalb von 2000 Metern sei sie am höchsten, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Den Angaben zufolge war die Lawinengefahr in Teilen der Werdenfelser und Berchtesgadener Alpen erheblich und lag damit bei Stufe 3 von 5.

Im benachbarten Tschechien, Polen und in der Slowakei verursachten starke Schneefälle großflächige Stromausfälle und Verkehrsunfälle. Mehrere Menschen kamen ums Leben. In Polen waren nach Medienberichten mehr als hunderttausend Haushalte vorübergehend ohne Strom.

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