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Beste Podcasts 2020
12.11.2020

Wie Aylin gegen sexuelle Belästigung in Augsburg kämpft

Aylin (18) hat Catcalling - verbaler sexueller Belästigung - in Augsburg den Kampf angesagt.
Foto: Ida König

Männer, die Frauen hinterherpfeifen oder ihnen anzügliche Kommentare zurufen: Diese Art der sexuellen Belästigung nennt man Catcalling. Die Augsburgerin Aylin macht auf Instagram darauf aufmerksam.

Im Jahr 2020 hörten Tausende Menschen unsere Podcasts. Diese Folge vom 12. November 2020 zählt zu den meistgehörten und handelt vom Kampf gegen sexuelle Belästigung in Augsburg. Viel Spaß beim Zuhören!

"Du geile Schnecke, wo willst du denn hin?": Sprüche wie diesen kennen viele Frauen - ebenso wie Männer, die ihnen hinterherpfeifen oder sie aus dem Auto heraus anhupen. "Catcalling" nennt man diese Art der sexuellen Belästigung. Aylin aus Augsburg beschloss: Es reicht, sie will etwas gegen die Machtlosigkeit von Frauen in diesen Situationen tun. Deshalb hat die 18-Jährige zusammen mit ihrer Freundin Theresa einen Instagram-Account gegründet, auf dem sie Catcalls aufgreift und sie sowohl online als auch im öffentlichen Raum sichtbar macht.

Jetzt reinhören: Neue Folge von "Augsburg, meine Stadt"

Unter dem Namen "Catcalls of Augsburg" sind die beiden jungen Frauen auf der Plattform aktiv. Dort erhalten sie zahlreiche Nachrichten von Frauen, die ihnen von entsprechenden unangenehmen Situationen in Augsburg berichten, anschließend schreiben sie die Sprüche oder Taten mit Kreide dort auf die Straße, wo sie passiert sind.

Im Podcast "Augsburg, meine Stadt" spricht Aylin darüber, wie sie dazu beitragen will, den Betroffenen die Macht über den Ort des Geschehens zurückzugeben, an dem sie verbal sexuell belästigt wurden. Sie erzählt auch, wie Passanten auf ihre Aktionen reagieren - und welche Kritik sowohl Männer als auch Frauen ihr gegenüber äußern.

Ein häufiges Argument: Die Betroffenen sollten das Catcalling als Kompliment auffassen. Wo Komplimente enden, wo Catcalling beginnt und inwiefern subjektive Wahrnehmung eine Rolle spielt, darüber sprechen die 18-Jährige und Digitalredakteurin Ida König im Podcast.

Podcast "Augsburg, meine Stadt" auf Spotify, iTunes und Co.

Den Podcast zu Thema Catcalling finden Sie bei Spotify, iTunes – und überall sonst, wo es Podcasts gibt:

Sie haben eine Frage, Kritik oder eine Themenidee? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an podcast@augsburger-allgemeine.de.

Lesen Sie dazu auch: "Beim Thema sexuelle Belästigung drehen viele am Rad"

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.12.2020

Wie lange steht dieser uralt Bericht noch in der Zeitung??

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29.11.2020

Das Thema an sich ist schon sehr brisant. Egal wie man antwortet.
Es sind sieben (vorherige) Kommentare vorhanden, bei denen es sich um
sechs männliche Namen handelt.
Ich will nichts verharmlosen, aber nicht jeder oder jede sollte sich an
"Influencer" Themen dranhängen und diese dann 1:1 für sein Umfeld
als real vermarkten.

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27.11.2020

Ab einem bestimmten Alter wird nicht mehr hinterher gepfiffen, sondern man pfeift drauf.

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12.11.2020

Eigentlich wird es erst zum femininen Problem, wenn man nicht mehr hinterher pfeift.

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26.11.2020

So ist es. Sehe ich genauso.

Frauen wollen nicht sexualisiert werden. Gerade in der heutigen Welt von Social Media gibt sich fast jede zweite Frau gerade auch Influencerinnen halb nackt vor Millionen von Leuten preis. Dies beginnt schon bei Nutzern mit nur 1000 Abonnenten und hört auf bei Nutzern mit 1 Million Abonnenten.

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12.11.2020

Die Journalie benutzt Wörter und muss sie dann auch erstmal erklären.
Das ist doch Schwachsinn!

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12.11.2020

Mädels wehrt euch und macht den Mund auf. Nicht einfach Kopf einziehen und gehen!

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12.11.2020

Finde ich gut. Hoffentlich kämpft sie dann auch gegen schwache Anmache von Frauen gegen Männer. Auch Männer werden oft von Frauen zum reinen Sex Objekt erniedrigt. Fängt ja schon in der Werbung an.

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12.11.2020

Ich gehe jetzt stramm auf die 80 zu und habe sowas noch nie erlebt, dabei hätt ich mich so gerne mal ab und zu erniedrigen lassen.

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