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29.04.2019

15 Tote in Haus von Terroristen

Sri Lanka kommt nicht zur Ruhe

Nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag sind in Sri Lanka erneut dutzende Menschen festgenommen worden. Bei Hausdurchsuchungen wurden zudem unter anderem Sprengstoff, Zünder, Schusswaffen, Schwerter und Funkgeräte sichergestellt. Nachdem sich in einem Haus an der Ostküste der Insel erneut Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten, rät das Auswärtige Amt jetzt von „nicht notwendigen Reisen“ nach Sri Lanka ab.

Allein am Sonntag gab es nach Angaben der Polizei 48 Festnahmen. Darunter war auch ein Bruder von zwei der Selbstmordattentäter, bei dem zwei Schwerter gefunden wurden. Ihr Vater ist ein reicher Gewürzhändler, der sich – wie inzwischen mehr als 150 Verdächtige – in Gewahrsam befindet.

Nach mindestens drei Explosionen in einem von Sicherheitskräften umstellten Haus in der Küstenstadt Sainthamaruthu waren in der Nacht zum Samstag 15 Leichen entdeckt worden. Das Haus sollte im Zuge einer Anti-Terror-Razzia von Polizisten und Soldaten gestürmt werden, als diese nach Aussagen eines Polizeisprechers aus dem Haus beschossen wurden. Die Polizei vermutet, dass die Detonationen auf einen oder mehrere Selbstmordattentäter zurückgehen. Unter den Toten waren demnach sechs Kinder und drei Frauen. Zwölf Leichen seien in dem Haus, drei davor gefunden worden. Ein vierjähriges Mädchen und eine Frau wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Sie wurden nach Angaben der Polizei als Tochter und Ehefrau des mutmaßlichen Drahtziehers der Osteranschläge, des sri-lankischen Hasspredigers Mohammed Zaharan, identifiziert. (dpa)

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