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28.12.2015

AfD liegt laut Emnid-Umfrage bei neun Prozent

Aufbauarbeiten für den AfD-Bundesparteitag in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
4 Bilder
Eine Aufnahme vom AfD-Bundesparteitag 2015 in Hannover.
Bild: Julian Stratenschulte (dpa)

Die AfD käme laut Umfragen bei aktuellen Wahlen auf neun Prozent der Wählerstimmen. Die SPD kritisiert die Union für ihre Haltung gegenüber den Rechtspopopulisten.

Die rechtspopulistische AfD nimmt bundesweit in Umfragen weiter Kurs auf die Zehn-Prozent-Marke: Zum Jahresende erreichte sie in der wöchentlichen Emnid-Umfrage für die Bild am Sonntag neun Prozent. Sie verbesserte sich um einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche. Auch andere Meinungsforschungsinstitute hatten in Umfragen vom Dezember Werte zwischen acht und neun Prozent für die Rechtspopulisten ermittelt, bei Infratest dimap waren es kurz vor Weihnachten sogar zehn Prozent. CDU/CSU verbesserten sich in der aktuellen Emnid-Umfrage um einen Punkt auf 39 Prozent.

SPD-Bundesvize Ralf Stegner hat daraufhin die Haltung der Union zur Alternative für Deutschland (AfD) scharf kritisiert. Allen öffentlichen Beteuerungen zum Trotz hofft die Union nach seiner Einschätzung klammheimlich auf den Einzug der AfD in möglichst viele Parlamente. "Mein Gefühl ist: Die Union setzt darauf, dass die AfD bei den kommenden Landtagswahlen in die Parlamente einzieht und damit progressive Mehrheiten dort nicht mehr möglich sind", sagte Stegner der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist das Kalkül der Union." Die CSU biedere sich ganz offensiv bei den Rechtspopulisten an, übernehme teilweise sogar deren Parolen. "Und die CDU tut nichts."

AfD: Emnid sieht Rechtspopulisten bei aktuell neun Prozent

Die Landtagswahlen im kommenden Jahr hätten nicht nur für die jeweiligen Länder eine hohe Bedeutung. "Es geht dabei auch um die Frage, ob sich in Deutschland die Rechte etabliert. Und tut sie das mit Hilfe und Duldung der Konservativen oder verhindern wir das." Eine fatalistische Einstellung nach dem Motto, das komme langfristig eh so, halte er für komplett unakzeptabel. "Hier muss ein klarer Strich gezogen werden. Dieses Liebäugeln mit den Symbolthemen der Rechtspopulisten, wie es CDU-Bundesvize Julia Klöckner macht, geht nicht."

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Nach Ansicht von Ralf Stegner hofft die Union darauf, dass die AfD in möglichst viele Landesparlamente einzieht.
Bild: Christian Charisius (dpa)

Die Feinde der Demokratie, zu denen er auch die AfD zählt, dürften keinen Zutritt zu den Parlamenten erlangen, sagte Stegner. "Offiziell sagt die Union natürlich: Wir haben mit denen nichts am Hut. Aber schauen Sie sich Frau Klöckner an: Da mal ein Burka-Verbot, hier mal eine Integrationspflicht. Man spielt damit. Man hofft etwas zu gewinnen, weil man den Stammtisch mobilisiert."

Die Linke legte derweil in der aktuellen Emnid-Umfrage um einen Punkt zu auf zehn Prozent zu. Unverändert blieben die Grünen mit neun Prozent. Die FDP würde derzeit mit vier Prozent (minus ein Punkt) den Wiedereinzug in den Bundestag verpassen. Emnid befragte vom 17. bis 22. Dezember 1832 Bundesbürger. AZ/dpa/AFP

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.12.2015

Die neun Prozent halte ich übrigens für nach unten kaschiert.

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28.12.2015

Egal ob 9% oder 13% oder sogar 20%, .... die Alte Regierung ist auch die Neue, Regierung, SPD/CDU & Co. (nur um Karriere in der Politik ... wird gefeilscht ) ...

Die Opposition hat dann eine paar Stimmen, und eine Partei mehr, und die 2/3 Mehrheit geht wohl möglich ... der Merkel/Gabriel Regierung verloren ...

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28.12.2015

Das ist traurig, aber wahr!

Ich falle leider immer wieder in den Irrglauben zurück, es würde nicht nur um Posten, Macht und Pensionen gehen. Wie naiv von mir...

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28.12.2015

"Feinde der Demokratie" sind nach Definition der Roten alle, die:

+ Nicht SPD, Linke oder zumindest Grüne wählen.

+ Ihr eigenes Land nicht hassen und sich selbst nicht für verkappte Nazis halten, die ständig beweisen müßten, daß sie das NICHT sind.

+ Nicht der absurden Meinung zustimmen, daß Deutschland eigentlich für alle Kriege und alles Elend der Welt verantwortlich ist, weil es a) Waffen dorthin liefert und/oder b) die Menschen dort ausbeutet.

+ Nicht am liebsten sofort alle Souveränitätsrechte nach Brüssel abgeben und den deutschen Staat auflösen wollen.

+ An die Wahrheit der Sprache glauben: "Volk" statt "Bevölkerung", "Einwanderer" statt "Migrant" oder "Zukunftsdeutscher", "Asylbewerber" statt "Schutzsuchender", "Homosexualität" statt "sexuelle Vielfalt", "anarchisch" statt "bunt", usw...

+ Nicht der Meinung sind, man sollte eigentlich direkt das gesamte Einkommen einziehen und durch den Staat verteilen lassen, weil der besser weiß, was mit dem Geld anzufangen ist

+ Ihre Kinder selbstbestimmt erziehen und nicht schon einjährig den staatlichen Erziehungsanstalten übergeben wollen, um selbst möglichst früh wieder Steuern zu erwirschaften.

+ Der Meinung sind, eine deutsche Regierung hätte zuerst Verantwortung für das Wohl des Volkes, das sie vertritt, und dann erst für den Rest der Welt.

+ Nicht glauben, daß Deutschland derart Reich und groß ist, daß es weltweit alle, die ein Einkommen unter dem deutschen Hartz VI-Satz haben, aufnehmen, versorgen und ausbilden kann.

+ Glauben, die Bundeswehr ist in erster Linie zur Heimatverteidigung gegründet worden, nicht als Promotionarmee deutscher (?) Bündnis- und Außenpolitik.

Die Liste kann gerne verlängert werden!

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28.12.2015

Die Feinde der Demokratie, zu denen er auch die AfD zählt...
Genosse/n ...
Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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