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Afghanistan
27.08.2021

In Kabul geht die Angst vor weiteren Terroranschlägen um

Ein US-Soldat hält ein rotes Schild mit der Aufschrift "Gate closed" (Tor geschlossen). Die Chance, jetzt noch aus Kabul ausgeflogen zu werden, ist nach dem Selbstmordanschlag noch geringer.
Foto: dpa

Nach dem Anschlag mit vielen Toten bleibt die Angst vor weiteren Terrorakten. Für US-Präsident Biden gerät das Ende der Mission zu einem politischen Fiasko.

Der Wille, der Hölle von Kabul und den neuen Machthabern zu entkommen, ist größer als die Angst vor Terror. Am Tag nach dem Selbstmordattentat mit – je nach Quelle – bis zu 100 Toten, konnten die Taliban-Milizen nur mit weiteren Kontrollpunkten verhindern, dass sich wieder Tausende an den Toren des Flughafens versammelten. Genau dort also, wo die Explosion und Schüsse in die Menge nur wenige Stunden zuvor für ein Blutbad gesorgt hatten.

Die Situation in Teilen der Stadt ist kaum zu kontrollieren – zumal sich nach der Explosion die Frage aufdrängt, ob die Taliban in der Lage sind, für Sicherheit zu sorgen und Terroristen zu stoppen. Das deutsche Auswärtige Amt warnte am Freitag vor einem weiterhin hohen Anschlagsrisiko rund um den Flughafen. Auch US-Sicherheitskräfte rechnen damit, dass Selbstmordattentäter des afghanischen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat, die sich zu den Anschlägen bekannt hat, in Kabul unterwegs sind. Die Bundeswehr hatte ihre Rettungsflüge am Donnerstag eingestellt, während die US-Amerikaner weiter Menschen ausfliegen.

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Das Chaos beim Abzug könnte Bidens gesamte Amtszeit überschatten

Für Präsident Joe Biden droht das Ende des Afghanistan-Einsatzes zu einem politischen Fiasko zu werden, das die gesamte Amtszeit überschatten könnte. Dabei dürfte es ihm wenig nutzen, dass er es war, der das Ende der Flüge am kommenden Dienstag mit der wachsenden Terrorgefahr begründet hatte. Die Nachricht, dass unter den Toten auch 13 US-Soldaten sind, löste in den USA einen Schock aus. Hinzu kommt, dass Bidens Hauptargument für den Abzug, das Ziel der Mission, den internationalen Terrorismus in Afghanistan zu eliminieren, sei erreicht, nach dem Anschlag hohl klingt. Biden blieb am Donnerstag in einer emotionalen Rede an die Amerikaner nur noch, den Terroristen mit gnadenloser Vergeltung zu drohen.

Kanzlerin Angela Merkel nennt die Anschläge "absolut niederträchtig"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Attacken „absolut niederträchtig“. In Berlin wird weiter diskutiert, warum die Rettung von deutschen Staatsbürgern, einheimischen Ortskräften der Bundeswehr oder Mitarbeitern von Hilfsorganisationen erst so spät und zunächst völlig unkoordiniert angelaufen ist. Die Kritik daran war teils vernichtend. Der Vorsitzende des Patenschaftsnetzwerks Afghanische Ortskräfte, der Bundeswehroffizier Marcus Grotian, beklagte, dass seine dringenden Warnungen direkt ans Kanzleramt vor einem zu späten Beginn der Evakuierung unbeantwortet geblieben seien: „Wir sind von der eigenen Regierung moralisch verletzt, und das ist beschämend.“

Aktuell sind noch etwa 300 Deutsche und mehr als 10.000 Afghanen mit Ausreisewunsch beim Auswärtigen Amt registriert, erklärte das Auswärtige Amt am Freitag. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden von der Bundeswehr insgesamt 5347 Menschen aus mindestens 45 Ländern ausgeflogen.

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Die Bundesregierung versicherte am Freitag erneut, dass nach dem Abbruch der Luftbrücke keineswegs die Hilfe für die in Afghanistan verbliebenen Deutschen und die Ortskräfte enden werde. So verhandelt der deutsche Sonderbotschafter Markus Potzel in Katar weiterhin mit den Taliban über Ausreisemöglichkeiten. Diesem Zweck soll auch die Reise von Außenminister Heiko Maas (SPD) dienen, der ab Sonntag afghanische Nachbarländer wie Pakistan oder Usbekistan besucht.

Schutzbedürftige Menschen gehen kurz nach dem Flug aus Kabul in Taschkent zu einem Bus. Die Bundeswehr hat ihre Evakuierungsmission am Donnerstag beendet.
Foto: Marc Tessensohn, Bundeswehr, dpa

Das Auswärtige Amt will erreichen, dass der Flughafen in Kabul offen gehalten werden kann. Die zweite Möglichkeit für eine Flucht aus Afghanistan sind die Landwege in die Anrainerstaaten. Je nach Region sind das allerdings teilweise lebensgefährliche Routen.

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