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  3. Afghanistan: USA verstärken Truppen, um Bürger aus Afghanistan zu holen

Afghanistan
13.08.2021

USA verstärken Truppen, um Bürger aus Afghanistan zu holen

Gerade mal sieben Tage – und 18 von 34 Provinzhauptstädten Afghanistans sind an die Taliban gefallen. Mittlerweile werden sie auch ohne einzigen Schuss der Regierungskräfte an die Islamisten übergeben.
Foto: Gulabuddin Amiri, dpa

Die rasante Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist auch für Joe Biden eine Schmach. Er muss zusätzliche Soldaten schicken, um Amerikaner aus dem Land holen zu können.

Ganz offensichtlich mochte Joe Biden keine Fragen gestellt bekommen. Mit mehr als zweistündiger Verspätung hatte er im East Room des Weißen Hauses seinen Plan zur Senkung der Arzneimittelpreise vorgetragen, der an diesem Tag die meisten Zuhörer nur mäßig interessierte. Kaum war der Text vom Teleprompter abgelesen, schritt der Präsident entschlossen zur Tür. „Ist Afghanistan verloren?“, rief ihm ein Journalist hinterher. Eine Antwort bekam er nicht.

Afghanistan: Dramatische Entwicklung am Hindukusch

Angesichts der dramatischen Entwicklung am Hindukusch deutet vieles darauf hin, dass die Annahme des Reporters keinesfalls übertrieben ist: Wie Dominosteine fallen gerade die afghanischen Provinzhauptstädte an die militant-islamistischen Taliban. Stolz posieren die radikalen Gotteskämpfer mit amerikanischen Humvee-Militärtrucks und Gewehren aus US-Produktionen für die erschrockene Weltgemeinschaft. Schon im nächsten Monat, so fürchten amerikanische Experten inzwischen, könnte die Hauptstadt Kabul fallen.

Joe Biden droht nach einem 20-jährigen Krieg, der Amerika mehr als 830 Milliarden Dollar kostete, eine gewaltige außenpolitische Schmach. Im April hatte der Präsident den geordneten Abzug der US-Truppen zunächst bis zum Jahrestag der Terroranschläge am 11. September und dann bis zum 31. August angekündigt. Nun muss er stattdessen zusätzliche Soldaten schicken, um eine chaotisch wirkende Evakuierung abzusichern – von den drohenden Gräueltaten gegen Helfer und Verbündete seines Landes ganz zu schweigen. Die Stimmung im Weißen Haus, schreibt die New York Times, schwanke zwischen Besorgnis und Resignation. Das demütigende Bild des Hubschraubers auf dem Dach der US-Botschaft, der 1975 nach dem Fall von Saigon eilig die letzten Amerikaner aus dem Land schaffen musste, ist in Washington derzeit allgegenwärtig.

Biden sendet tausende US-Soldaten nach Afghanistan

Rund 3000 Army-Infanteristen und Marines sollen spätestens bis zum Samstag in Kabul landen und dort zusammen mit den während des bisherigen Abzugs verbliebenen 1000 US-Soldaten die Evakuierung absichern. Tausend weitere Soldaten werden zur Unterstützung auf einen Stützpunkt ins Emirat Katar und 4000 nach Kuwait verlegt. Schon kursieren in Washington Gerüchte, dass die US-Botschaft in Kabuls Innenstadt geschlossen und zum Flughafen verlegt werden soll, um das Personal im Notfall schneller ausfliegen zu können. Am Freitagmorgen meldete der renommierte US-Sender NPR, dass die Angestellten eilig Kisten packen und sensible Unterlagen zerstören.

Gestrandete Menschen, die die Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan überqueren. Pakistan hat seinen Grenzübergang Chaman zeitweilig geöffnet.
Foto: Jafar Khan/AP/dpa

Offenbar hat die Biden-Regierung die Entschlossenheit der Taliban, trotz laufender Friedensverhandlungen auf brutale Weise Fakten zu schaffen, ebenso fatal unterschätzt, wie sie die Stärke und Moral der Regierungstruppen überschätzt hat. Mindestens sechs Monate werde sich die Regierung Aschraf Ghani nach dem endgültigen Abzug der Amerikaner noch halten, hatten die US-Geheimdienste im Juni noch vorausgesagt. Nun scheint die staatliche Gewalt binnen Wochen oder gar Tagen regelrecht zu kollabieren.

Washington Post: "Bidens Abzug droht zum Desaster zu werden"

Am Dienstag noch stand Biden im East Room des Weißen Hauses und demonstrierte Entschlossenheit. Ob er die Entscheidung zum Abzug revidieren wolle, wurde er da gefragt. „Nein“, antwortete der Präsident fest: „Ich bereue nichts.“ „Dringend“ ermahnte Bidens Sprecherin Jen Psaki in dieser Woche die Taliban, den vereinbarten Friedensprozess einzuhalten und drohte: „Diese Aktionen werden ihnen nicht die internationale Anerkennung bringen, die sie suchen.“ Die Eroberung von mehr als einem Dutzend Provinzhauptstädte vermittelt nicht den Eindruck, dass dieses Argument die Islamisten sonderlich beeindruckt.

Kämpfer der militant-islamistischen Taliban patrouillieren in der Stadt Gasni im Osten Afghanistans.
Foto: Gulabuddin Amiri/AP/dpa

Entsprechend kritisch sind nun die Kommentare in den amerikanischen Zeitungen. „Bidens Abzug droht zum Desaster zu werden“, schrieb am Freitag die Washington Post. Das Wall Street Journal sprach von einem „Debakel“ nicht nur für Afghanistan: „Wenn die Gesetzeslosen dieser Welt spüren, dass einer Supermacht der Wille fehlt, ihre Freunde zu schützen, werden sie bald nach anderen Wegen suchen, das auszunutzen.“

Afghanistan: Donald Trump hatte 2020 den Abzug vereinbart

Zur Wahrheit gehört freilich, dass nicht Biden, sondern sein Vorgänger Donald Trump nach obskuren Verhandlungen mit den Taliban und ohne Rücksprache mit den Alliierten im Februar 2020 den amerikanischen Abzug vereinbart hat. Biden zögerte den ursprünglich zugesagten Endpunkt sogar noch um ein paar Monate hinaus. Das hindert Trump nun nicht daran, seinen Nachfolger für das „Chaos“ verantwortlich zu machen und zu behaupten, unter seiner Regierung wäre der Abzug „ganz anders und viel erfolgreicher“ verlaufen, weil die Taliban ihn ernst genommen hätten.

Trump-kritische Republikaner wie der Abgeordneten Adam Kinzinger, der als Air-Force-Pilot im Irak und in Afghanistan kämpfte, üben scharfe Kritik: „Wir stehen vor einem Desaster, nicht weil wir geschlagen wurden, sondern weil wir aufgegeben haben“, twitterte er: „Dafür sind Trump und Biden gemeinsam verantwortlich.“

Bei Umfragen stimmten fast 70 Prozent der US-Bevölkerung dem Abzug zu

Ein öffentlicher Stimmungsumschwung in den USA für eine erneute militärische Intervention scheint gleichwohl eher unwahrscheinlich. Bei Umfragen im Frühjahr stimmten regelmäßig zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung dem Abzug der Truppen zu. „Die rasanten Erfolge der Taliban in Afghanistan unterstreichen die Sinnlosigkeit der dauernden Besatzung“, bringt der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Justin Amash das Empfinden vieler US-Bürger auf den Punkt: „Die Vereinigten Staaten waren außerstande, die Umstände während eines 20-jährigen Krieges sinnvoll zu verändern.“

Der inzwischen zur Libertären Partei gewechselte Politiker formulierte eine ebenso provokative wie frustrierende These: „Wir hätten dieselben Resultate gesehen, wenn wir vor 15 Jahren oder in 15 Jahren gegangen wären.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

15.08.2021

Vom "Verteidigen unserer Freiheit am Hindukusch" bis hin zum Davonlaufen (Evakuieren) vom Taliban.
Welch schäbige Politik.
Hoffentlich werden bei dieser überstürzten Aktion Menschenleben gerettet. Nur, was ist mit denen die durch die Invasion Teil der (tödlichen) Spaltung des eh schon total zerrissenen Landes wurden und jetzt bleiben müssen?

14.08.2021

Heiteres aus dem linken Spektrum:

29.02.2020
https://taz.de/Vertrag-zwischen-USA-und-Taliban/!5667989/

>> Vertrag zwischen USA und Taliban
Ein Schritt in Richtung Frieden <<

Dann können wir in diesen "Frieden" doch auch Straftäter abschieben?

14.08.2021

Offenbar hat die Erheiterung - für die ja der größte US-Präsident aller Zeiten sorgte - bei Ihnen die 1½ Jahre bis heute gehalten.
Das nenne ich genügsam.
Die größte Genugtuung, dass Deutschland in diese befriedete Region Menschen abschiebt, wird für Sie mit ziemlicher Sicherheit ein Wunschtraum bleiben.
Da machen ja nicht mal die Schwarzen mit.

14.08.2021

@ANDREAS B. 08:47 Uhr
„Respekt an den Herrn Schröder und den Herrn Fischer für das Nein zum Irak Krieg.“
Herr B., dieses Nein nötigt auch mir Respekt ab.
Allerdings sieht die FAZ im deutschen Afghanistan-Einsatz den von Deutschland gezahlten Preis für dieses Nein. – vgl.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/erinnerungen-i-am-not-convinced-1597389.html

Hier ein kurzer Auszug: „Das war großes Kino damals … im Saal des Bayerischen Hofs in München, als der deutsche Außenminister, theatralisch leicht vor Erregung bebend, dem amerikanischen Verteidigungsminister auf Englisch zurief: „Excuse me, I am not convinced. …
Es war das erste Mal, dass sich das wiedervereinigte Deutschland gegen eine Schlüsselentscheidung Amerikas stellte und die Gefolgschaft verweigerte; …
Umgehend bot Kanzler Schröder den Vereinigten Staaten die „uneingeschränkte Solidarität“ Deutschlands an; dieses Angebot war auch militärisch ernst gemeint, sein Kern war die Entsendung deutscher Soldaten nach Afghanistan.“

14.08.2021

Haben nicht u.a. die Deutschen die afghanischen Sicherheitskräfte, das afghanische Militär ein wenig ausgebildet? Die Taliban wären wohl die weitaus bessere Ausbildungseinheit gewesen.

13.08.2021

Hätte man kennen Krieg mit Afghanistan begonnen, dann

- gäbe es die vielen Flüchtlinge nicht,
- würden die ganzen Kriegsopfer noch leben,
- wären die Taliban an der Macht.

Die USA haben den Krieg gegen Afghanistan begonnen mit der Behauptung, dass die Taliban für 9/11 verantwortlich in sollten. Nachweislich waren sie das nicht, sondern der Saudi arabische Herr bin Laden, der sich dort versteckt hatte. Nichts anderes war der Kriegsgrund des mehr als fragwürdigen George W. Bush jr.

Kein einziges Land in dem die Demokratie Bomben abgeworfen wurden, außer Deutschland, blühte danach auf.

Irak, Afghanistan, Libyen, etc.

Europa und insbesondere Deutschland zählen für die US Bomben Politik und Kriege, die teils mit Lügen begonnen wurden (siehe 2. Irak Krieg).

Die Amerikaner holen ihren Anteil vom Öl und wir bekommen die Flüchtlinge.

Hätte man die Finger von Afghanistan gelassen, wäre es nicht schlechter...

13.08.2021

>> Die Amerikaner holen ihren Anteil vom Öl und wir bekommen die Flüchtlinge. <<

Es gibt in Afghanistan keine nennenswerte Ölförderung, die eine Besetzung ökonomisch rechtfertigen könnten.

9/11 ist Tatsache und war ein valider Kriegsgrund.

https://www.deutschlandradio.de/bin-laden-bekennt-sich-zu-anschlaegen-am-11-september.331.de.html?dram:article_id=198623

>> Bin Laden bekennt sich zu Anschlägen am 11. September <<


14.08.2021

@ Peter

Sie haben leider nicht ausreichend recherchiert. Afghanistan und die Taliban hatten nichts mit den Anschlägen von 9/11 zutun. Das geben mittlerweile sogar die USA zu.

Bin Laden war Chef der al kaida, einer saudi arabischen Terroristen Organisation.

Soweit ich Öl Diebstahl angab, dann im Zusammenhang mit den anderen völkerrechtswidrigen US Kriegen. Bitte lesen Sie in Zukunft genauer, bevor Sie kommentieren.

Da ist überhaupt nichts "valide". George W. gehört vor das gleiche Tribunal gestellt wie Mladic und die anderen Rechtsbrecher.

14.08.2021

Klar die USA sind böse und nur die Linke weiß Bescheid...

https://www.n-tv.de/politik/Linke-fordert-Hilfsangebote-an-die-Taliban-article22740771.html

>> Linke fordert Hilfsangebote an die Taliban <<

14.08.2021

@ Peter

Sie müssen jetzt nicht beleidigt sein und gleich extremistische Positionen fragwürdiger Parteien vortragen. Von Ihnen wird eine sachliche Diskussion erwartet, mehr nicht. Es geht um Fakten.

14.08.2021

@ ANDREAS B

Nicht ärgern, der will nur spielen . . .

13.08.2021

Mission not accomplished in Abwandlung des Ausspruchs von G.W. Bush zum 2. Irak Krieg. Kriegsziel nicht erreicht. Abzug erinnert mittlerweilen mehr an die letzten Tage in Saigon beim überhasteten Abzug der USA aus Vietnam. Afghanistan versinkt wieder im "Mittelalter"; alle westl Bestrebungen eines Regimewechsels hin zu Demokratie, Grundrechten usw waren umsonst. Und die NATO Aufklärung hat kläglich versagt bei der Erkundung der aktuellen milit. Fähigkeiten der Taliban. Warum sollen die noch über Modalitäten des Machtwechsels in Kabul verhandeln wenn man dem "Sieg" jeden Tag näher kommt. Wie naiv denken eigentlich westl. Politiker?

14.08.2021

Schauen Sie sich die Taliban an. Das sind bärtige Islamisten in Lappen gekleidet und mit Badelatschen.

Die Nato mit den super USA haben es nach zwanzig Jahren nicht geschafft die Badelatschen Truppe zu besiegen. Das spricht Bände. Die für die Nato geforderten Investitionen sind offensichtlich unnütz. Man kann offenbar Bomben aus Flugzeugen auf Städte werfen. Am Boden gegen Badelatschen tragende afghanische Alm Öhis hat die Weltmacht USA aber keine Chance. Das mutet seltsam an. Und jetzt lassen die USA die afghanischen Helfer im Stich. Wie in den anderen kriegen auch.

Bleibt nur unsere moralische Pflicht einzuspringen und die Leute zu holen. Europa kommt immer für den Mist der USA auf. Afghanistan, Libyen, Irak, etc. Die Flüchtlinge landen bei uns.

13.08.2021

Übrigens, die Taliban fiel nicht vom Himmel.
Sie ist eine von mehreren Mudschahedin-Gruppen, die von Operationsbasen in Pakistan, gestützt von den USA, gefördert, bewaffnet gegen das sowjetisch gestützte Regime Nadschibulah eingesetzt wurden. Defacto waren es die USA und ihre Verbündeten, die die Taliban militärisch aufbauten.
Daran möge immer wieder erinnert werden - gerade auch bei der sich abzeichnenden schrecklichen Zukunft für die Menschen in Afghanistan. Das ist Folge und Ergebnis jahrzehntelanger (versuchter und wirklicher) Dominanz erst von der britischen Mandatsmacht und dann dem militärisch, politisch und kulturell vergeblichen Versuch "unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen" zu wollen.
Mir graut bei dem Gedanken, wieviele Menschen ihr Leben verlieren werden, wie vielen Menschen ihre Zukunft gestohlen wird, wegen der Fahrlässigkeit US-amerikanischer (samt ihrer Satelliten) Politik.

14.08.2021

Das ist doch immer das Gleiche. Die USA bewaffnen und unterstützen irgendwelche "Rebellen" oder Despoten, um ihre Ziele zu erreichen. Später entsteht dadurch noch mehr Leid und wieder ein Krieg.

Saddam Hussein im Irak haben die USA Geld und Waffen geliefert, damit er den furchtbaren Krieg gegen den Iran führen konnte. Es gab Millionen Tote.

Später führen die USA dann Krieg gegen Saddam, weil er nicht mehr ins Konzept passt. Es gab hunderttausend Tote und es entstanden Terroristen Gruppen wie der IS.

Die USA haben u. a. die mudschaheddin aber auch den Saudi bin LADEN finanziert, damit diese die Russen aus Afghanistan werfen.

Die Natter an eigenen Busen genährt beißt (bin Laden) den Herrn. Wieder Krieg.

Auch in Südamerika wurden viele Despoten durch die USA gestützt.

Schäbig. Aber die anderen sind auch nicht besser... Leider.

Respekt an den Herrn Schröder und den Herrn Fischer für das Nein zum Irak Krieg.

Respekt dem Herrn Westerwelle für das Nein zum Libyen Krieg.