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Am SPD-Elend ist auch Sigmar Gabriel schuld

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Kommentar Von Bernhard Junginger
08.03.2018

Ist die Entscheidung der SPD, Sigmar Gabriel nicht als Bundesminister zu benennen, richtig? Unser Autor sagt: Ja. Und er erklärt auch, warum.

Kann die SPD angesichts der Gefahr, weiter in der Wählergunst abzustürzen, auf ihr so starkes wie eigenwilliges Zugpferd Sigmar Gabriel wirklich verzichten? Weil der Außenminister so beliebt ist, wie kein anderer Genosse, kann sie es eigentlich nicht.

Aber wenn der Neustart nach dem kläglichen 20-Prozent-Ergebnis bei der Bundestagswahl Aussicht auf Erfolg haben soll, muss ihn die SPD ohne Gabriel angehen.

Wenn es drauf ankam, kniff Gabriel

Dass die Partei innerhalb von 20 Jahren die Hälfte ihrer Wählerschaft verloren hat, geht nicht nur, aber auch, auf Gabriels Kappe. Seine Sprunghaftigkeit ist legendär, Positionen wechselte er oft innerhalb von Tagen, mit seinem ruppigen Führungsstil als Vorsitzender verscherzte er es sich mit vielen. Wenn es darauf ankam, kniff Gabriel.

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Zweimal drückte er sich um die Kanzlerkandidatur, schickte zuerst Peer Steinbrück und dann Martin Schulz ins Minenfeld. Mit desaströsem Ausgang für die SPD.

Die Scherben zusammenkehren müssen Andrea Nahles und Olaf Scholz. Eine Mammutaufgabe, die sie nur mit einer Mannschaft bewältigen können, die hundertprozentig hinter ihnen steht.

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09.03.2018

Genau so ist es wie Herr Junginger beschrieben, Schnauze nach vorne und dann Arsch eingezogen, und am Ende wollte er brillieren mit seinem Türkeigehabe....Und in seinem Schreiben hat er einen Deutschen erwähnt, der aber mehr Türke war!

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08.03.2018

Sigmar Gabriel war über 7 Jahre SPD-Vorsitzender. Wenn er das politische Genie, das so manche in ihm sehen, entwickelt hätte, stände seine Partei heute anders da. Der Unverzichtbare, als den ihn sogar ein Prantl von der SZ preist, er hat sich wohl in seinem vorerst letzten politischen Amt als Außenminister selbst gefallen.
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Das hebt seine Illoyalität, sein politisches sich ausklinken, manche bezeichnen es als Feigheit, sich selbst auf die Wahlbühne zu hieven, nicht auf. Einer dem Worte wie Loyalität und Solidarität vollkommen wesensfremd sind hat sich schlussendlich verzockt. Zu recht ist kein Platz mehr für ihn.
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Ja, eine neue,qualifizierte Mannschaft, in Solidarität und gegenseitiger Loyalität wieder eine sozialdemokratisch sozial und linke Politik präsentierend, unbeirrt von Störsendern, wie dem ehemaligen Hamburger Bürgermeister Dohnanyi und anderen: das wäre ein guter Anfang.
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Ziel muss wieder eine Selbstständigkeit sein, die politische Macht-Perspektive beinhaltet.
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Und damit ist auch diese gewaltige Distanz der Kanzlerin zu ihren Bürgern - hoffentlich - beendet und letztere könnten sich wieder angesprochen fühlen und nicht nur vergackeiert.

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