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Amtseinführung Franziskus
18.03.2013

Trotz EU-Einreiseverbot: Mugabe besucht den Papst

Im Vatikan stets willkommen: Simbabwes Präsident Robert Mugabe.
Foto: Foto: Aaron Ufumeli/Archiv dpa

Simbabwes Präsident Robert Mugabe wird genauso wie viele andere hochrangige Politiker zur Amtseinführung des neuen Papstes erwartet. Eigentlich gilt für ihn ein Einreiseverbot.

Robert Mugabe, umstrittener Präsident von Simbabwe, ist am Sonntag trotz des Einreiseverbots der Europäischen Union nach Rom gereist. Er wird dort zur Amtseinführung des neuen Papstes Franziskus erwartet . Da der Vatikan ein eigenständiger Staat auf dem Boden der EU sei, habe in diesem Fall das EU-Einreisverbot keine Gültigkeit, bestätigte der EU-Botschafter in Simbabwe, Aldo Dell'Ariccia, der Nachrichtenagentur dpa. Mugabe sei aus diesem Grund ein EU-Einreisevisum erteilt worden.

Einreiseverbot wegen Menschenrechtsverletzungen und Wahlbetrug

Der Vatikan ist somit das einzige Land in Europa, auf dem sich Mugabe frei bewegen darf. Der 89 Jahre alte Staatschef Simbabwes darf wegen der Verletzung der Menschenrechte und Wahlmanipulationen laut der EU-Sanktionen nicht in die EU einreisen. Mugabe hatte 2005 auch an den Begräbnisfeierlichkeiten von Papst Johannes Paul II. teilgenommen.

Die Amtseinführung des neuen Papstes wird am Dienstag stattfinden. Dazu werden Staats-und Regierungschefs aus aller Welt erwartet. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr Kommen bereits angekündigt. Am heutigen Montag trifft sich Jorge Mario Bergoglio mit der Präsidentin seines Heimatlandes, Cristina Fernández de Kirchner (60).

Robert Mugabe: im Vatikan stets freundlich empfangen

Es ist nicht der erste Besuch Mugabes im Kirchenstaat. Zur Bestattung von Papst Johannes Paul II. und zu dessen Seligsprechung 2011 war er ebenfalls angereist. Menschenrechtsgruppen und Politiker haben das gute Verhältnis des Vatikans zu Mugabe mehrfach kritisiert.

(dpa/AZ)

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