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Analyse
29.10.2018

Angela Merkel rechnet in ihrer Rede auch mit Horst Seehofer ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel neben Horst Seehofer.
Foto: Michael Kappeler (dpa)

In ihrer Rückzugs-Erklärung beklagte Bundeskanzlerin Angela Merkel "Verwerfungen im Sommer" und ein "inakzeptabeles Bild". Was sie damit meinte.

Sichtlich getroffen von einer erneuten Landtagswahlniederlage hat Angela Merkel am Montag ihren Rückzug aus der Politik eingeläutet. Die CDU-Chefin und Kanzlerin hat verstanden, dass die Wähler immer klarer gegen sie und die schlechte Arbeit der Großen Koalition rebellieren.

Wer der Noch-Kanzlerin genau zuhörte, der musste die Erklärung auch als Abrechnung mit ihrem großen Widersacher Horst Seehofer verstehen. Merkel sprach von "Verwerfungen im Sommer” und von einem “inakzeptablen Bild”, das die Bundesregierung abgebe. Damit spielte sie zurecht auf den CSU-Chef an, der mit seinen krawalligen Attacken auf Merkel und den Koalitionspartner SPD an vorderster Stelle für das schlechte Erscheinungsbild der GroKo verantwortlich war und ist.

Die Rechnung mit Seehofers persönlichen Angriffen ist noch offen

Für den zugespitzten Streit über die Flüchtlingspolitik, der alle anderen Themen überdeckte, haben Seehofer und die CSU bei der Bayern-Wahl bereits eine Quittung bekommen. Die Rechnung für die persönlichen Angriffe des Widersachers auf Merkel (“Ich kann mit der Frau nicht mehr arbeiten”) ist noch offen.

Dass Seehofer den angekündigten Rückzug der Kanzlerin am Montag ausdrücklich bedauerte, vom “gegenseitigen Respekt” sprach und noch ein ausdrückliches “Es ist schade” hinterher schob, kann höchstens unter einem Aspekt ehrlich gemeint gewesen sein: Seehofer bedauert, dass Merkels Aussagen auch sein eigenes politisches Ende beschleunigen könnten. Denn in der CSU stehen die Zeichen ebenfalls auf einen Neuanfang.

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29.10.2018

>> Für den zugespitzten Streit über die Flüchtlingspolitik, der alle anderen Themen überdeckte, haben Seehofer und die CSU bei der Bayern-Wahl bereits eine Quittung bekommen. <<

Welche Quittung?

Für die CSU 37% statt 27% CDU in Hessen?

Oder nur 10% Afd in Bayern statt 13% in Hessen?

Ja ist das die Quittung?

Dazu noch 11% freie Wähler - die Quittung?

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29.10.2018

@Peter P. : Die Quittung waren 37 Prozent statt 47 Prozent bei der Wahl im Jahr 2013 sowie verlorene Stimmen an die Grünen und die AfD.

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30.10.2018

Die FDP mit ihren 5% haben Sie noch vergessen. Dass Sie die "Watsch'n" für die CSU als großen Erfolg der bürgerlichen Bayerischen Sozialen Einheitspartei (BSE) - hervorgegangen aus CSU/AfD/FW/FDP feiern, zeigt dass Sie mit dem konservativen Revolutionsführer Dobrindt intellektuell auf einer Linie sind.

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30.10.2018

Ob nun die zweifelsfrei bestehenden Wählerwanderungen zu den FW Quittung oder eher Bekenntnis zur Politik der CSU von früher waren?

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29.10.2018

"Verwerfungen und inakzebtabeles Bild" hat Merkel selbst zu verantworten, seit Ihrer geliebten Grenzöffnung.

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29.10.2018

Das kann man so sehen, Gemeint hat Merkel etwas anderes...

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