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Eier-Rückruf

07.08.2017

Axvitalis ruft Eier in vier Bundesländern wegen Salmonellen zurück

Die niederländischen Behörden hatten Millionen mit dem Insektizid verseuchte Eier aus Supermärkten zurückrufen lassen. Foto: Malte Christians
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Immer wieder kommen giftbelastete Eier in Supermarktregale. Über die politische Verantwortung wird gestritten.
Bild: Malte Christians, dpa (Symbolbild)

Erst Fipronil, jetzt Salmonellen. Schon wieder werden Eier zurückgerufen. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt steht in der Kritik für sein Krisenmanagement bei dem Skandal.

Schon wieder gibt es einen Fall mit gesundheitsgefährdenden Eiern: Das Regensburger Unternehmen Axvitalis ruft seit 4. August Eier aus Bodenhaltung zurück. Über die politische Verantwortung bei der Lebensmittelüberwachung wird jedoch gestritten.

Rückruf für Eier in vier Bundesländern wegen Salmonellen-Gefahr

Axvitalis ruft seit Freitag die Konsumeier „Eier aus Bodenhaltung” zurück. Laut lebensmittelwarnung.de wurde bei Untersuchungen das Bakterium „Salmonella Enteritidis” festgestellt, dass unter anderem zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen kann. Betroffen sind die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen. Der Rückruf bezieht sich speziell auf Eier mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16. August 2017 und der Printnummer 2-DE-0358851: „Sämtliche mit der genannten Printnummer in den Verkehr gebrachten Eier wurden bereits aus den Verkaufsregalen genommen. Verbraucher, die noch über Eier mit der genannten Printnummer verfügen, werden gebeten, diese bei ihren Verkaufsstellen abzugeben.”

Skandal um verseuchte Eier: Bundeslandwirtschaftsminister wehrt sich gegen Kritik

In der Affäre um giftbelastete Eier wehrt sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gegen Kritik an seinem Krisenmanagement. „Die Lebensmittelüberwachung ist Aufgabe der Bundesländer. Trotzdem hat sich mein Haus unverzüglich eingeschaltet und befindet sich seit Bekanntwerden der Betroffenheit Deutschlands im engen Austausch mit den Behörden der Länder”, sagte Schmidt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

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Die Experten seines Hauses und der nachgeordneten Behörden seien „seit Tagen nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um weitere Kenntnisse über den Sachverhalt zu erlangen und um den Informationsaustausch zwischen den Behörden sicherzustellen”, betonte der CSU-Politiker in der Passauer Neuen Presse. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hatte ihm zuvor vorgeworfen, tagelang in der Versenkung zu verschwinden, während die Verbraucher verunsichert seien. Dazu sagte Schmidt, er persönlich halte es für nicht angezeigt, "mit diesem Thema Wahlkampf zu machen”.

Fipronil: Liegt der Ursprung der verseuchte Eier in Belgien?

Zum Vorwurf, dass es nicht genügend Lebensmittelkontrolleure gebe, sagte Schmidt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Es waren doch gerade die amtlichen Kontrollen, die den Vorgang aufgedeckt haben. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass Lebensmittelbetrug und kriminelle Energie nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden können.”

Mit Fipronil belastete Eier oder daraus erzeugte Produkte sind inzwischen in 14 Bundesländern gefunden worden. Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd räumten am Freitag alle Eier aus den Regalen. Am Abend wurden außerdem erstmals verarbeitete Produkte zurückgerufen: Das Unternehmen Neue Mayo Feinkost rief sechs Salatprodukte zurück, für die Fipronil-Eier verarbeitet worden sein sollen. Betroffen sind hier Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. 

Vor allem in den Niederlanden war in Legehennenbetrieben das für diesen Zweck verbotene Insektengift Fipronil eingesetzt worden, viele der dort produzierten Eier wurden nach Deutschland verkauft. Die giftige Substanz gelangte nach derzeitigem Stand der Ermittlungen über das Reinigungsmittel Dega-16 in die Ställe. Vermutlich hatte ein belgischer Hersteller Fipronil beigemischt.

Eier-Skandal: Renate Künast kritisiert ihren Nachfolger scharf

Ex-Agrarministerin Renate Künast fordert eine bessere Abstimmung zwischen Bund und Ländern bei Lebensmitteltests. „Dann kann nämlich jedes Bundesland seine Testkapazitäten auf andere Produktgruppen konzentrieren. So kommt man schneller zu einem Ergebnis”, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn es schnell gehen soll und umfassend sein soll, dann muss der Bundesminister dafür Sorge tragen, dass es ein abgestimmtes Vorgehen gibt.”

Ihrem Nachfolger Schmidt wirft Künast vor, er habe sich nach Bekanntwerden des Problems erst einmal nicht gekümmert. „Obwohl sich das Land entgeistert gefragt hat: Was machen eigentlich Läusebekämpfungsmittel in meinem Ei?”

Der Deutsche Bauernverband fordert Schadenersatz für alle Hühnerbetriebe, die von dem illegalen Fipronil-Einsatz betroffen sind. „Die betroffenen Landwirte dürfen nicht auf ihren Schäden sitzen bleiben und müssen entschädigt werden”, sagte der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ein weiteres Problem mit Eiern: Wegen des Verdachts auf Salmonellen rief das Regensburger Unternehmen Axvitalis in vier Bundesländern Eier aus Bodenhaltung zurück. Betroffen sind Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen, wie es am Freitagabend auf der Seite lebensmittelwarnung.de hieß. Bei einer Untersuchung sei das Bakterium Salmonella Enteritidis nachgewiesen worden. dpa, AZ

 

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Die Diskussion ist geschlossen.

05.08.2017

Es ist wieder ein "Skandal" ohne Konsequenzen........und so lange das so bleibt und die Menschen sich nicht wehren, warum aufregen?

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