Newsticker

RKI meldet 11.409 neu mit Corona Infizierte
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Bleibt Griechenland in der Währungsunion, hat das seinen Preis

Kommentar

19.02.2015

Bleibt Griechenland in der Währungsunion, hat das seinen Preis

Der Schuldenstreit geht weiter. Der Verbleib Griechenlands in der Währungsunion hat seinen Preis.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Die Griechen stellen den Antrag auf weitere Finanzhilfen. In letzter Minute scheinen sie doch in der Wirklichkeit angekommen zu sein.

Die Hinhalte- und Erpressungsmanöver der griechischen Regierung sind fehlgeschlagen. Die Staaten der Euro-Gruppe, die Hellas seit 2010 über Wasser halten, haben sich von dem nassforschen Auftreten der Heißsporne Tsipras und Varoufakis nicht ins Bockshorn jagen lassen. Und nun endlich, in buchstäblich letzter Minute, sind die Athener Pokerspieler in der Wirklichkeit angekommen. Sie stellen den Antrag auf Verlängerung des Hilfsprogramms, weil Griechenland ohne frisches Geld in wenigen Tagen zahlungsunfähig wäre und im Chaos versinken würde. Die absurde Forderung der Sozialisten, viele weitere Milliarden erst einmal ohne Bedingungen zu kassieren, ist damit vom Tisch.

Schuldenkrise: Sind die Griechen bereit, die vereinbarten Sparauflagen zu erfüllen?

Wie es um die Bereitschaft der Griechen zur Erfüllung der vereinbarten Reformen und Sparauflagen wirklich bestellt ist, muss sich erst noch erweisen. Der Verbleib Griechenlands in der Währungsunion hatte und hat seinen Preis. Man kann und sollte Tsipras im Kleingedruckten ein Stück entgegenkommen. Aber das Prinzip Merkels, wonach es kein Geld ohne Gegenleistung gibt, muss weiter gelten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren