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Bundespräsident Gauck
21.06.2016

Ernste Worte: Joachim Gauck warnt vor Rückfall in Nationalismus

Bundespräsident Joachim Gauck warnt vor einem Rückfall in nationalistische Positionen in Europa.
Foto: Fredrik von Erichsen (dpa)

Bundespräsident Joachim Gauck hat vor einem neuen Nationalismus in Europa gewarnt. Seine Ansprache kommt zwei Tage vo dem britischen Brexit-Referendum.

Bundespräsident Joachim Gauck hat angesichts europafeindlicher Strömungen in vielen Ländern vor einem Rückfall in nationalistische Positionen gewarnt. Gauck sagte am Dienstag  in der rumänischen Hauptstadt Bukarest laut vorab verbreitetem Redemanuskript: "Wir wollen nicht vergessen, welches Unheil der Nationalismus über Europa gebracht hat. Der Frieden in Freiheit ist in Europa keine Selbstverständlichkeit."

Gauck sei "rätselhaft", wie manche glauben könnten, dass vitale Interessen wie Sicherheit, Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaftswachstum nicht von der Europäischen Union wirkungsvoller geschützt und global vertreten werden könnten als von einzelnen Mitgliedsstaaten, sagte er. Der Bundespräsident sprach in der Nationalbibliothek von Bukarest - zwei Tage vor dem britischen Referendum über einen Austritt aus der Europäischen Union.

Gauck kritisierte nationalistische Bewegungen, die sich "patriotisch" nennen

Auf die gesamte EU bezogen kritisierte Gauck "Bewegungen, die sich selbst patriotisch nennen, aber nationalistisch genannt werden müssen". Dies seien Strömungen der Fremdenfeindlichkeit und des Rassismus. Europa sei einem "hochgefährlichen Ansturm negativer Affekte" ausgesetzt. Dagegen sei nichts notwendiger als Vernunft - "Leidenschaft für Vernunft", sagte Gauck. 

Die Basis für die Zukunft Europas seien gleiche Rechte und Pflichten für alle. "Niemand darf den Eindruck haben, es gebe in Europa Meister und Lehrlinge", fügte er hinzu. Die EU sei eine Wertegemeinschaft, die auf den Menschenrechten, der Meinungs- und Religionsfreiheit, den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und der Gleichberechtigung von Mann und Frau aufgebaut sei. Auf dieser festen Grundlage dürfe dann über Lebens- und Gesellschaftsformen gestritten werden.  dpa/AZ

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.06.2016

Keine Angst Herr Bundespräsident Gauck, keiner ihrer Mitbürger möchte den Nationalismus, aber niemand möchte seine Kultur und seine Sitten aufgeben, nur um einigen "Multikulti Freunden" zu gefallen.

Auch unsere Nation hat eine lange Geschichte und Tradition, auch wenn diese nicht immer besonders Rühmlich war.

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