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Juso-Chef

29.10.2020

Corona: Kevin Kühnert fordert mehr Verständnis für die Jugend

SPD-Politiker Kevin Kühnert warnt vor einem Trauma der Jugend durch die Corona-Krise.
Bild: Gregor Fischer, dpa

Exklusiv Keine Krise der vergangenen 20 Jahre werde für junge Menschen so einschneidend sein wie Corona, warnt Juso-Chef Kevin Kühnert. Er befürchtet ein Trauma.

Juso-Chef Kevin Kühnert warnt vor einem Trauma der jüngeren Generation durch verpasste Chancen in der Corona-Pandemie. „Das ganze Ausmaß an Folgen werden wir wohl erst absehen können, wenn sich unser Leben dank eines flächendeckend verfügbaren Impfstoffes oder eines wirksamen Medikaments wieder normalisiert“, sagte der stellvertretende SPD-Chef unserer Redaktion.

„Was sich jetzt schon sagen lässt, ist: Menschen, die älter sind als 20, haben in ihrem Leben schon viele Krisen erlebt, darunter den 11. September oder die Wirtschaftskrise, aber keine wird wohl so einschneidend sein wie die aktuelle“ betonte er.

Unterdrückte Bedürfnisse nicht unterschätzen

Kühnert warnte davor die durch die Pandemie unterdrückten Bedürfnisse der Jugendlichen zu unterschätzen: „Ich werbe um mehr Verständnis für eine junge Generation, die jetzt wie die Generationen vor ihr gerne sich und die Welt entdecken würden - aber durch das Virus daran gehindert werden“, sagt er. „Auch von ihnen erwarte ich Solidarität, aber wir sollten sie dabei nicht von oben herab belehren.“

Die Pandemie treffe Jugendliche und junge Erwachsene besonders. „Viele von ihnen zeigen seit dem Frühjahr, dass sie solidarisch mit gefährdeten Mitmenschen umgehen und sie sind geübt darin, alternative Wege der Kommunikation zu finden. Aber das ersetzt für keine Altersgruppe den persönlichen Kontakt“, sagte Kühnert.

Lesen Sie dazu auch: Was das Corona-Trauma mit Jugendlichen macht

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