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Inzwischen mehr als zehn Millionen Corona-Impfungen in Bayern
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Demonstrationen
01.05.2020

Von der Straße, aus dem Sinn? Corona verändert die Protestkultur

Demo ohne Demonstranten: Am vergangenen Freitag verteilten Klima-Aktivisten Protest-Schilder vor dem Reichstag in Berlin.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Plus Die Pandemie hat Protestbewegungen weltweit zum Erliegen gebracht. Wie sich Demonstranten dennoch Gehör verschaffen – und was die „Hygiene-Demos“ bringen.

Vor der Volksbühne, einem altehrwürdigen Theater mitten in Berlin, findet seit mehreren Wochen immer samstags ein paradoxes Schauspiel statt. Linke Gruppen protestieren dort Seite an Seite mit Rechtsextremen, dazu gesellen sich – die Grenzen sind fließend – Impfgegner, Verschwörungstheoretiker, Esoteriker. Sie alle haben einen gemeinsamen Feind ausgemacht: die Ausgangsbeschränkungen. Erlaubt sind diese „Hygiene-Demos“ nicht, untergraben sie doch Bemühungen, die Infektionsketten zu unterbrechen. Doch Philipp Gassert, Protestforscher an der Uni Mannheim, sagt: „Eigentlich sollte man diesen marginalen Gruppen dankbar sein.“

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