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Großbritannien

11.06.2019

Die EU will beim Brexit nicht nachverhandeln

Boris Johnson gilt als Favorit auf den Posten des britischen Premierministers. Beim Brexit würde er wohl weitere Zugeständnisse von der EU fordern.
Bild: Rui Vieira/AP, dpa

In Großbritannien läuft die Suche nach einem Nachfolger für Theresa May. Einige Kandidaten fordern schon jetzt Nachbesserungen beim Brexit.

Trotz neuer scharfer Ansagen aus London lehnt die EU-Kommission Nachverhandlungen zum Brexit weiter ab. Das mit der scheidenden britischen Regierungschefin Theresa May vereinbarte Abkommen zum Austritt des Landes aus der Europäischen Union sei von allen EU-Staaten gebilligt worden, sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel. "Die Wahl eines neuen Premierministers wird natürlich nicht die Parameter dessen ändern, was auf dem Tisch liegt."

Brexit: May trat zurück, weil sie keine Mehrheit für ihren Vorschlag fand

Das EU-Austrittsabkommen hatte keine Mehrheit im britischen Unterhaus gefunden. May kündigte deshalb ihren Rücktritt an. Von den Bewerbern um ihre Nachfolge in der konservativen Partei setzen die meisten auf Nachbesserungen des Deals. 

Favorit Boris Johnson hatte am Wochenende gedroht, die mit Brüssel vereinbarten Schlusszahlungen in Milliardenhöhe zurückzuhalten und dies als Hebel für Zugeständnisse zu nutzen. Dies wollte der Kommissionssprecher nicht kommentieren. Man werde sich in das Bewerberrennen nicht einmischen, sagte er.

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Der ursprünglich für den 29. März vorgesehene britische EU-Austritt wurde bereits zweimal verschoben. Geplantes Austrittsdatum ist nun der 31. Oktober. Kommt kein Vertrag zustande, droht ein chaotischer Bruch. (dpa)

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