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Nordkorea

25.05.2018

Donald Trump doch wieder zu Treffen mit Kim Jong Un bereit

Das Treffen von Donald Trump und Kim Joung Un könnte doch am 12. Juni stattfinden.
Bild: Evan Vucci/Wong Maye-E, AP, dpa (Archiv)

Einen Tag nach seiner Absage hält Donald Trump doch wieder ein Treffen mit Kim Jong Un am 12. Juni für möglich. Nordkorea hatte sich weiter dazu bereit gezeigt.

  • Donald Trump hat das Treffen mit Kim Jong Un im Juni abgesagt - zeigt sich mittlerweile aber wieder offen dafür.
  • Nordkorea hat sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye-ri zerstört.

Nordkorea-News im Blog

25. Mai: Trump kann sich doch Treffen mit Kim am 12. Juni vorstellen

Einen Tag nach seiner Absage des für den 12. Juni geplanten Gipfels mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hält US-Präsident Donald Trump ein Treffen doch an diesem Datum wieder für möglich. Nordkorea sei sehr an dem Treffen interessiert.

"Wir würden es gerne machen. Wir werden sehen, was passiert. Es könnte auch der 12. Juni sein", sagte Trump Reportern am Freitag vor dem Weißen Haus. "Wir sind dabei, mit ihnen (Nordkorea) zu reden", sagte Trump. Am Donnerstag hatte er Kim per Brief über seine Absage des Gipfels am 12. Juni in Singapur informiert. "Jeder spielt Spiele", sagte Trump.

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In Nordkorea hatte der Erste Vizeaußenminister des Landes, Kim Kye Gwan, am Freitag erklärt, die USA sollten wissen, dass sich Nordkorea mit ihnen jederzeit zusammensetzen könne. Nach Südkorea rief auch China die Regierungen in Washington und Pjöngjang auf, den Dialog fortzusetzen.

Trump begrüßt "produktive" Reaktion Nordkoreas auf Gipfel-Absage

Einen Tag nach seiner überraschenden Absage des geplanten Gipfeltreffens mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump die "produktive" Reaktion aus Pjöngjang begrüßt. Die "warmherzige und produktive Erklärung" aus Nordkorea sei eine "sehr gute Nachricht", schrieb Trump am Freitag im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Es werde sich "bald herausstellen, wohin das führt - hoffentlich zu Wohlstand und Frieden. Nur die Zeit (und Talent) können das zeigen."

Nordkorea zeigt sich nach Trumps Absage weiter zu Treffen bereit

Nach der abrupten Absage des Gipfeltreffens mit den USA durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat Nordkorea weitere Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Wir wollen die USA wissen lassen, dass wir die Absicht haben, uns mit den USA jederzeit und egal auf welche Weise zusammenzusetzen", erklärte der Erste Vizeaußenminister Kim Kye Gwan am Freitag. Zugleich warf er den USA erneut vor, auf Nordkorea vor dem geplanten Gipfel lange Zeit Druck ausgeübt zu haben, damit es einseitig sein Atomprogramm aufgebe. Trump hatte den als historisch angekündigten Gipfel am Donnerstag in einem später veröffentlichten Brief an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un abgesagt. Das Weiße Haus machte die nordkoreanische Seite verantwortlich. 

Bei dem für den 12. Juni in Singapur geplanten Treffen sollte es um eine friedliche Lösung des langjährigen Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm gehen. Die USA bestanden auf einer sofortigen, nachhaltigen und überprüfbaren Vernichtung der Atomwaffen Nordkoreas. Zuletzt hatte Trump erkennen lassen, dass auch ein Abbau in Phasen möglich sei.   

Trumps einseitige Absage sei unerwartet gewesen, wurde Nordkoreas Vizeaußenminister, der in der vergangenen Woche selber noch mit einer Absage des Gipfels gedroht hatte, von den Staatsmedien zitiert. "Wir bedauern das sehr", sagte der langjährige Atomunterhändler. Die Entscheidung Washingtons stimme nicht mit dem Wunsch der Menschheit nach Frieden und Stabilität in der Welt, ganz zu schweigen von der koreanischen Halbinsel, überein. Nordkorea sei willens, der US-Seite "Zeit und Gelegenheit" zu geben. Er warnte zugleich, die Absage könnte die Führung in Pjöngjang dazu veranlassen, ihre "Wahl für einen neuen Weg" zu überdenken.    

Der versöhnlichere Ton aus Pjöngjang steht im Gegensatz zu der verschärften Rhetorik der vergangenen Tage. Kurz vor der Gipfel-Absage hatte die kommunistische Regierung US-Vizepräsident Mike Pence als "ignorant und dumm" bezeichnet. Die nordkoreanische Vizeaußenministerin Choe Son Hui hatte erklärt, Nordkorea sei zu einer atomaren Machtprobe ebenso bereit wie zu Verhandlungen.    

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24. Mai: Südkoreas Präsident reagiert enttäuscht auf Gipfel-Absage

Südkoreas Präsident Moon Jae In hat enttäuscht auf die Absage des Gipfeltreffens zwischen den USA und Nordkorea durch US-Präsident Donald Trump reagiert. Moon rief die politischen Führer beider Länder nach einer Dringlichkeitssitzung mit Ministern und Beratern in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) in Seoul zu direkten Gesprächen auf. Es sei schwierig, ernste diplomatische Probleme durch den "jetzigen Weg der Kommunikation" zu lösen, wurde Moon von seinem Büro zitiert. "Ich hoffe, die Länder werden diese Probleme durch einen direkteren und engen Dialog lösen."

Lesen Sie die Pressestimmen zum geplatzten Gipfel hier: Pressestimmen zu Trump: "Dilettantisches Vorgehen"

Trump will Politik des "maximalen Drucks" auf Nordkorea fortsetzen

Nach der Absage seines Gipfeltreffens mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, seine Politik des "maximalen Drucks" auf Pjöngjang fortzusetzen. Die Strafmaßnahmen der USA gegen Nordkorea und der "maximale Druck" würden beibehalten, sagte Trump am Donnerstag in Washington vor Journalisten.

Zugleich warnte Trump, die USA und ihre Verbündeten Japan und Südkorea seien bereit, auf "dumme oder unbesonnene" Handlungen Nordkoreas zu reagieren. "Hoffentlich werden sich positive Dinge hinsichtlich der Zukunft Nordkoreas ereignen", sagte der US-Präsident. "Aber wenn nicht, sind wir mehr bereit, als wir es jemals waren."

Trump sagt Gipfel mit Kim Jong Un ab

Eine weltweite Hoffnung auf Frieden ist geplatzt: US-Präsident Donald Trump hat das für den 12. Juni mit Hochspannung erwartete Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un abgesagt. Das schrieb Trump in einem Brief an Kim, den das Weiße Haus am Donnerstag veröffentlichte.

Der Streit über die Atomwaffen und Raketen Nordkoreas gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit. Der seit Wochen geplante Gipfel mit dem Ziel einer atomaren Abrüstung war mit großen Hoffnungen auf eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel verbunden worden.

Trump schrieb Kim, er habe sich zwar sehr auf das Treffen gefreut. Leider habe Nordkorea jedoch in seinen letzten Statements "enormen Ärger und offene Feindschaft" erkennen lassen, er halte deswegen ein Treffen zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen.

Die Führung des kommunistischen Regimes hatte Äußerungen von US-Vizepräsident Mike Pence als "ignorant und dumm" bezeichnet. Darüber hinaus drohte Vizeaußenministerin Choe Son Hui erneut mit der Absage des Gipfels. Ob sich beide Seiten am Verhandlungstisch oder bei einer "nuklearen Machtprobe" begegneten, hänge ganz vom Verhalten der USA ab, wurde Choe am Donnerstag von staatlichen Medien zitiert. 

Unverhohlen drohte Trump Nordkorea in seinem Brief mit den Atomwaffen der USA. "Sie reden über Ihre nukleare Bewaffnung", schrieb Trump. "Aber unsere sind so massiv und so mächtig, dass ich zu Gott bete, dass sie nie angewendet werden müssen."

Nordkorea, das den USA eine "feindselige Politik" vorwirft, verfügt nach eigenen Angaben über Interkontinentalraketen, die eine Atomsprengkopf bis auf das US-Festland befördern können.

Trump äußerte sich in seiner Absage enttäuscht. "Die Welt, und Nordkorea im Besonderen, haben eine große Gelegenheit für andauernden Frieden und großen Fortschritt und Wohlstand verpasst. Diese entgangene Chance ist ein wirklich trauriger Moment in der Geschichte", schrieb er.

Die Absage kam wenige Stunden, nachdem Nordkorea Berichten zufolge sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye-ri gesprengt hatte. Die Schließung des in einer Bergregion liegenden Testkomplexes war als ein symbolischer Schritt gewertet worden, mit dem das abgeschottete Land seine Bereitschaft zur Denuklearisierung demonstrieren will.

Bericht: Nordkorea sprengt Atomtestgelände

Vor dem geplanten historischen Gipfeltreffen mit den USA hat Nordkorea nach Medienberichten sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye-ri wie angekündigt gesprengt. Der US-Sender CBS berichtete am Donnerstag, einer seiner Korrespondenten sei vor Ort Zeuge mehrerer großer Explosionen gewesen. Nordkorea habe mitgeteilt, dass die Anlage im Nordosten des Landes zerstört worden sei. 

Die Schließung des in einer Bergregion liegenden Testkomplexes ist ein symbolischer Schritt, mit dem das abgeschottete Land vor der Welt seine Bereitschaft zur Denuklearisierung demonstrieren will.

Auch südkoreanische Reporter berichteten über die Sprengungen. Demnach sei ein erster Tunnel in dem in einer abgelegenen Bergregion gelegenen Testgelände am Vormittag (Ortszeit) gesprengt worden, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf gemeinsame Berichte von Journalisten vor Ort. Zwei weitere Tunnel sowie Unterkünfte und andere Einrichtungen seien am frühen Nachmittag ebenfalls gesprengt worden. 

Nordkorea hatte die Zerstörung des Testgeländes vorher angekündigt und Journalisten aus den USA, Südkorea, Großbritannien, China und Russland dorthin gebracht, damit diese die Aktion bezeugen könnten. Dagegen waren den Berichten zufolge keine Experten dort, die das Ausmaß der Demontage fachmännisch ermessen können.

Pjöngjang droht erneut mit Absage von Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim

Nordkorea hat die Rhetorik gegenüber den USA wieder verschärft und erneut mit einer Absage des geplanten Gipfeltreffens mit US-Präsident Donald Trump gedroht. Die nordkoreanische Vize-Außenministerin Choe Son Hui bezeichnete jüngste Äußerungen von US-Vizepräsident Mike Pence am Donnerstag als "ignorant und dumm", wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

"Ich kann meine Verwunderung über solche ignoranten und dummen Äußerungen aus dem Mund des US-Vizepräsidenten nicht zurückhalten", hieß es in der von KCNA verbreiteten Erklärung Choes. "Wir werden die USA weder um einen Dialog anflehen noch die Mühen auf uns nehmen, sie zu überzeugen, wenn sie sich nicht mit uns zusammensetzten wollen", erklärte Choe. Sie werde Kim empfehlen, den Gipfel abzusagen, sollte Washington weitere derartige Drohungen äußern.

Pence hatte Kim in einem am Montag veröffentlichten Interview gewarnt, er solle Trump nicht herausfordern. Dies wäre ein "großer Fehler". Pence warnte außerdem, Nordkorea könne wie Libyen enden, wenn Kim keinen "Deal" mache. Der ehemalige libysche Machthaber war Jahre nach der Aufgabe seiner Atomwaffen von US-gestützten Rebellen getötet worden. Das historische Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim ist eigentlich für den 12. Juni in Singapur geplant.

23. Mai: Nordkorea lässt südkoreanische Reporter zum Atomtestgelände zu

Nordkorea hat doch noch den Weg für die Einreise südkoreanischer Journalisten freigemacht, die über die geplante Schließung des umstrittenen Atomtestgeländes Punggye-ri berichten wollen. Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit. Nordkorea habe die Liste mit den Namen der Medienvertreter akzeptiert und wolle ihre Einreise genehmigen.

Noch einen Tag zuvor hatte Nordkorea den Südkoreanern den Zugang zu einem Charterflug verwehrt, auf dem Reporter aus den USA, Großbritannien, China und Russland von Peking nach Wonsan in Nordkorea gebracht wurden. Der Grund für die plötzliche Umkehr war zunächst unklar. Pjöngjang hatte zuletzt die hochrangigen Kontakte mit Südkorea aus Verärgerung über ein laufendes Militärmanöver des Nachbarn mit den USA vorläufig auf Eis gelegt.

Die für diese Woche angekündigte Zerstörung des Atomtestgeländes im Nordosten des Landes wäre ein wichtiger symbolischer Schritt, mit dem Nordkorea seine Absicht zur atomaren Abrüstung demonstrieren will. Wann genau die Sprengung erfolgen soll, war zunächst unklar. Die Journalisten in Wonsan warteten darauf, mit dem Zug in die Bergregion gefahren zu werden, in der sich die Testanlage befindet, twitterte der Produzent des britischen Senders Sky News, Michael Greenfield. "Aber wir bekommen hier vor Ort keine Details." 

US-Präsident Donald Trump hatte Pjöngjang umfangreiche Sicherheiten in Aussicht gestellt, sollte ein erfolgreiches Atomabkommen zwischen beiden Seiten zustandekommen. Am Dienstag stellte Trump jedoch den Termin für sein geplantes Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur in Frage. Die USA bestehen auf einem kompletten Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms.

22. Mai: Trump stellt Termin für Gipfel mit Kim Jong Un infrage

US-Präsident Donald Trump hat den Termin für sein mit Hochspannung erwartetes Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un infrage gestellt. "Es könnte sein, dass es nicht am 12. Juni klappt", sagte Trump am Dienstag vor einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington. 

"Wenn es nicht zustande kommt, vielleicht kommt es später zustande", sagte Trump. Er stellte Kim erneut einen auch für Nordkorea günstigen Deal in Aussicht. "Er wird sehr glücklich sein, wenn ein Deal gelingt." Zuvor hatte die südkoreanische Seite erklärt, der Termin für den Gipfel sei nicht ernsthaft in Gefahr.

Südkorea sieht keine Gefahr für Gipfeltreffen von Trump und Kim

Trotz schärferer Töne aus Nordkorea zweifelt der US-Verbündete Südkorea nicht daran, dass das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un planmäßig stattfindet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide wie verabredet am 12. Juni in Singapur treffen, liege bei "99,9 Prozent", sagte der Nationale Sicherheitsberater Chung Eui Yong auf dem Flug nach Washington.

Trotzdem bereiteten sich die USA und Südkorea auf "verschiedene Möglichkeiten" vor, zitierte ihn die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Trump und der südkoreanische Präsident Moon Jae In wollten sich am Dienstag in Washington gemeinsam auf den Gipfel vorbereiten.

Zuletzt war das Treffen zwischen Trump und Kim wieder in Frage gestellt worden. Nordkorea hatten wegen US-Militärmanövern in Südkorea mit der Absage gedroht und auch den innerkoreanischen Dialog vorübergehend auf Eis gelegt. 

Die USA verlangen eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare atomare Abrüstung Nordkoreas - und dies möglichst schnell. Die Führung in Pjöngjang sieht das Atomwaffenprogramm als Faustpfand in Verhandlungen und Absicherung ihrer Macht. Nordkorea hat nicht zuletzt deswegen auch den Gipfel mit Trump infrage gestellt.

Ausländische Reporter berichten über Sprengung eines Atomtestgeländes

Nordkorea hat eine Gruppe ausländischer Journalisten ins Land gelassen, die vor Ort über die geplante Sprengung des umstrittenen Atomtestgeländes Punggye-ri berichten wollen. Dagegen verweigerte Nordkorea am Dienstag südkoreanischen Reportern, an Bord eines Charterflugzeuges aus Peking zu gehen.  

Das Vereinigungsministerium in Seoul äußerte daraufhin sein Bedauern über den Schritt und kritisierte das Nachbarland. Trotz einer Einladung südkoreanischer Medienvertreter habe Nordkorea keine entsprechenden Folgemaßnahmen getroffen. Nordkorea hatte zuletzt die hochrangige Verhandlungen mit Südkorea aus Verärgerung über ein Militärmanöver des Nachbarn mit den USA vorläufig auf Eis gelegt. 

In dem Flugzeug von Peking nach Nordkorea saßen Journalisten aus den USA, Großbritannien, China und Russland, wie der Produzent des britischen Senders Sky News, Michael Greenfield, via Twitter berichtete. 

Nordkorea hatte angekündigt, sein Atomtestgelände im Nordosten des Landes vor den Augen ausländischer Journalisten noch vor dem für Juni geplanten historischen Gipfeltreffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump zerstören zu wollen. Die Anlage Punggye-ri soll demnach zwischen Mittwoch und Freitag bei einer "Zeremonie" unbrauchbar gemacht werden. 

Die Schließung des Testkomplexes ist ein symbolischer Schritt, mit dem das abgeschottete Land vor der Welt seine Bereitschaft zum Abbau seine Atomprogramms demonstrieren will. Trump hatte Pjöngjang umfangreiche Sicherheiten in Aussicht gestellt, sollte ein erfolgreichen Atomabkommen zwischen beiden Seiten zustandekommen. 

Zuletzt verschärften sich jedoch die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea wieder. Hintergrund sind Äußerungen des Sicherheitsberaters von US-Präsident Trump, John Bolton, der Nordkorea an das Schicksal von Libyen erinnerte. Das Regime von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi war 2011 von Aufständischen gestürzt und Gaddafi getötet worden.

21. Mai: Trump berät mit Südkoreas Präsident über nordkoreanische Drohungen

US-Präsident Donald Trump hat sich mit Südkoreas Staatschef Moon Jae In über die nordkoreanischen Drohungen zur Absage eines Gipfeltreffens beraten. In einem Telefonat am Sonntag hätten Trump und Moon "ihre Sicht der verschiedenen Aktionen ausgetauscht, die Nordkorea kürzlich unternommen" habe, teilte das Büro des südkoreanischen Präsidenten mit. Beide kamen demnach überein, "eng zusammenzuarbeiten", damit der geplante Gipfel von Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur ein Erfolg wird.

Trump und Moon wollen sich am Dienstag in Washington treffen. Nach Wochen der plötzlichen Entspannung und des überraschenden Einlenkens von Pjöngjang hatte Nordkorea zuletzt wieder damit gedroht, den Gipfel mit Trump platzen zu lassen. Als Grund wurden die US-Forderungen nach einer "einseitigen" Aufgabe des nordkoreanischen Atomprogramms genannt. Pjöngjang sagte auch ein geplantes hochrangiges Treffen mit Vertretern Südkoreas ab.

19. Mai: Bericht: Zwei Nordkoreaner per Boot in den Süden geflüchtet

Zwei Nordkoreaner haben sich einem Bericht zufolge per Boot nach Südkorea abgesetzt. Einer der beiden sei ein Soldat, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Das südkoreanische Militär habe das kleine Boot der beiden bei der Insel Baengnyeong nahe der innerkoreanischen Seegrenze entdeckt. Die Männer hätten angegeben, dass sie sich absetzen wollten. 

Diese Überlaufaktion ist die erste seit dem Gipfel des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In im April. Im November war ein nordkoreanischer Soldat bei der Flucht über die demilitarisierte Zone (DMZ), die den Norden vom Süden trennt, verletzt worden. 

An der schwer bewachten Grenze passiert es äußerst selten, dass Menschen überlaufen. Zahlreiche Nordkoreaner flüchten jedes Jahr aus Hunger oder Unzufriedenheit mit der autokratischen Führung aus ihrer weithin abgeschotteten Heimat. Doch die meisten nehmen dabei den Weg über die Grenze nach China.

Trump will Militärkommandeur als neuen Botschafter in Südkorea

Donald Trump will den Oberkommandierenden der Streitkräfte im Pazifik zum neuen Botschafter in Südkorea berufen. Admiral Harry Harris habe in seiner vier Jahrzehnte langen Karriere dem Militär erfolgreich rund um die Welt gedient, erklärte Trump am Freitag. Seit 2013 ist er für die Streitkräfte im Pazifik verantwortlich - ein Bereich, in dem etwa Nord- und Südkorea sowie die von China beanspruchten Inseln im Südchinesischen Meer liegen. Der US-Senat muss Harris' Nominierung noch zustimmen. Trump bemüht sich derzeit auch darum, Nordkorea in direkten Verhandlungen zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen.

17. Mai: Trump stellt Nordkoreas Kim "starke Sicherheiten" in Aussicht

Vor seinem Gipfel mit Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump dem nordkoreanischen Machthaber im Falle eines Atomabkommens umfangreiche Sicherheiten in Aussicht gestellt. Gleichzeitig schwächte er Spekulationen um einen möglicherweise von den USA beabsichtigten Regimewechsel in Nordkorea nach dem Modell Libyen ab. Wenn Nordkorea ein Abkommen unterzeichne, werde Kim "sehr starke Sicherheiten" bekommen, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die USA verlangen dafür von Nordkorea den völligen und nachhaltigen Verzicht auf Atomwaffen.

Allerdings stellte Trump die international isolierte Führung in Pjöngjang vor die Wahl. "Wenn wir keinen Deal erreichen, dann wäre das das Modell", sagte Trump mit Blick auf die schrittweise Entmachtung von Libyens früherem Machthaber Muammar al-Gaddafi, der später von Rebellen getötet wurde. Gaddafi hatte sich 2003 auf den Verzicht auf Chemiewaffen eingelassen. Acht Jahre danach, 2011, griff eine westliche Allianz das Land an und löste so die Entmachtung Gaddafis aus.

Deswegen sei es sinnvoll, wenn Nordkoreas Machthaber sich auf ein Abkommen mit den USA einlasse. "Das Libyen-Modell war ein ganz anderer Deal", sagte Trump zu Beginn eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. "Wir haben Libyen vernichtend geschlagen." Dies sei nicht der Plan für Nordkorea. Er hoffe stattdessen auf ein prosperierendes Nordkorea.

Trotz der jüngsten Drohgebärden Nordkoreas gehen Südkorea und die USA davon aus, dass die Begegnung zwischen Trump und Kim wie geplant am 12. Juni in Singapur stattfindet. "Sie (die Nordkoreaner) reden in diesem Moment mit unseren Leuten", sagte Trump am Donnerstag.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In will in der nächsten Woche mit Trump über die Bedingungen für ein erfolgreiches Abkommen mit Nordkorea sprechen. Seoul erwarte, dass das Treffen zwischen Moon und Trump als "Brückenfunktion" für den Gipfel im Juni dienen könne, sagte der stellvertretende Direktor des Nationalen Sicherheitsrats in Seoul, Nam Gwan Pyo, am Freitag.

USA fordern von Nordkorea Herausgabe von Atomsprengköpfen

Im Konflikt mit Nordkorea haben die USA einem Medienbericht zufolge von Pjöngjang die Herausgabe eines Teils seines Atomwaffenbestandes innerhalb einiger Monate gefordert. Wie die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun am Donnerstag unter Berufung auf informierte Quellen berichtete, wollten die USA von Nordkorea, dass es binnen sechs Monaten einen Teil seiner Atomsprengköpfe sowie anderen Atommaterials und Interkontinentalraketen außer Landes bringe.  

Die USA hatten laut Asahi Shimbun angeboten, Nordkorea im Gegenzug zur Überstellung der Waffen und Nuklearmaterialien wieder von der US-Liste von Terror-Unterstützerstaaten zu streichen. Es werde erwartet, dass Vertreter beider Länder bei Arbeitsgesprächen vor dem geplanten Gipfel am 12. Juni in Singapur weiter darüber diskutierten, was noch aus dem Atomarsenal Nordkoreas herausgeschafft werden könnte, berichtete das Blatt weiter. 

Am Mittwoch hatte Nordkorea allerdings damit gedroht, das Treffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump absagen zu können. Zunächst wurde dies mit einem laufenden Militärmanöver der USA mit Südkorea begründet. In einer später von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung warnte der langjährige Atomunterhändler  Kim Kye Gwan die USA davor, Nordkorea in eine Ecke treiben zu wollen, um es zu einer "einseiteigen atomaren Abrüstung" zu zwingen. Nordkorea habe in diesem Fall kein Interesse an einem Dialog. Auch hatte Nordkorea für Mittwoch geplante Versöhnungsgespräche mit Südkorea kurzfristig auf unbestimmte Zeit verschoben. 

16. Mai: Trump besteht trotz Drohung aus Nordkorea auf Denuklearisierung

US-Präsident Donald Trump will im Clinch mit Nordkorea um das Atomprogramm des kommunistischen Landes auf einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel bestehen. Auf eine entsprechende Frage am Rande des Besuches des usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijajew in Washington antwortete Trump: "Ja!". 

Trump reagierte damit auf Drohungen aus Nordkorea, das für 12. Juni in Singapur geplante Gipfeltreffen zwischen dem US-Präsidenten und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un abzusagen. Eine offizielle Note aus Nordkorea gebe es nicht. "Wir haben nichts gesehen, wir haben nichts gehört", sagte Trump. "Wir werden sehen." Zuvor hatte seine Sprecherin Sarah Sanders erklärt, die Vorbereitungen für das Gipfeltreffen gingen auf US-Seite weiter. 

Hintergrund des Ärgers in Nordkorea sind US-Militärmanöver mit Südkorea. Nordkorea sieht darin eine Provokation. Die USA argumentieren, die Militärübungen seien rein defensiver Natur, Kim aber habe sich in der Vergangenheit damit einverstanden erklärt. 

Die zweiwöchige Militärübung "Max Thunder" simuliere einen Angriff auf den Norden und sei eine "bewusste militärische Provokation", kritisierte die von Kim als Sprachrohr genutzte Nachrichtenagentur KCNA. Nordkoreas Vize-Außenminister Kim Kye Gwan warf der Regierung in Washington zudem vor, sein Land in eine Ecke treiben zu wollen, um es zum einseitigen Verzicht auf Atomwaffen zu zwingen.

USA wollen an Militärübung mit Südkorea festhalten

Die USA wollen trotz Berichten, wonach Nordkorea mit der Absage des Gipfeltreffens zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump gedroht hat, an Militärübungen auf der koreanischen Halbinsel festhalten. Die gemeinsamen Übungen mit Südkorea seien "nicht provokativ", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, am Dienstag vor Journalisten. Die Übungen würden fortgesetzt.

Südkorea bedauert Absage von Gesprächen durch Nordkorea

Südkorea hat die überraschende Absage von geplanten Versöhnungsgesprächen durch Nordkorea bedauert. Das Vereinigungsministerium in Seoul rief das Nachbarland am Mittwoch auf, so früh wie möglich Gespräche zu führen, die "dem Frieden und Wohlstand auf der koreanischen Halbinsel" dienten. Die Regierung sei entschlossen, die gemeinsame Erklärung des bilateralen Gipfeltreffens vom 27. April umzusetzen.

Nordkorea hatte Südkorea zuvor nach Angaben des Ministeriums über eine "Verschiebung" der für Mittwoch vorgesehenen Gespräche informiert. Als Grund nannte die Führung in Pjöngjang ein laufendes Militärmanöver Südkoreas mit den USA.

15. Mai: Nordkorea droht mit Absage von Trump-Gipfeltreffen

Nordkorea droht wegen Militärübungen der USA mit Südkorea das für den 12. Juni geplante Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump abzusagen. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstagabend.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Nordkoreas seien Militärübungen nicht eingestellt worden. So simulierten die südkoreanische und die US-Luftwaffe mit den sogenannten Max Thunder-Übungen einen Einmarsch in den Norden - dies sei eine Provokation inmitten der Erwärmung der innerkoreanischen Beziehungen.

Die Gespräche auf hoher Ebene sollten auf der südlichen Seite des Waffenstillstandsdorfes Panmunjom stattfinden, um Folgemaßnahmen zu dem Gipfeltreffen der beiden koreanischen Führer im letzten Monat zu diskutieren. Durch die Gespräche wollte Südkorea versuchen, "die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden zu schaffen".

Doch offensichtlich sieht der Norden wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt - und wirft den USA eine Mitschuld vor. Das Treffen zwischen Kim Jong Un und Trump, das erste direkte zwischen den Staatschefs Nordkoreas und den USA soll in Singapur stattfinden und hatte Hoffnungen auf eine Lösung des Atomkonflikts genährt. 

Vorausgegangen war das Gipfeltreffen Nord- und Südkoreas vom 27. April, das mit einer gemeinsamen Erklärung über Frieden und Aussöhnung endete. Kim Jong Un erklärte sich bei seinem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In unter anderem zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms bereit. Wie und bis wann die "komplette Denuklearisierung" erreicht werden soll, blieb unklar.

Der Atomstreit mit Nordkorea gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit. Beide Staaten erklärten sich zudem dazu bereit, auf alle Feindseligkeiten zu verzichten und eine neue Friedensordnung für die koreanische Halbinsel anzustreben. Zudem sollen humanitäre Projekte, etwa direkte Kontakte zwischen getrennten Familien, wieder aufgenommen und der Austausch und die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen verstärkt werden.

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Experten: Abbau nordkoreanischer Atomtestanlage "in vollem Gange"

Nordkorea hat nach Angaben von US-Experten mit der Schließung seiner Atomtestanlage Punggye Ri begonnen. Satellitenaufnahmen vom 7. Mai zeigten "den ersten eindeutigen Beweis, dass der Rückbau des Versuchsgeländes in vollem Gange sei", berichtete die renommierte Website "38 North" des Korea-Instituts an der John-Hopkins-Universität in Baltimore am Montag. Mehrere wichtige Betriebsgebäude sowie kleinere Baracken seien abgerissen worden. Auch Erdarbeiten an einem neuen Tunnel seien seit März gestoppt, hieß es in dem Bericht.

Nordkorea hatte am Wochenende angekündigt, das Testgelände Punggye Ri im Nordosten des Landes zwischen dem 23. und 25. Mai "komplett" im Beisein ausländischer Medien zerstören zu wollen. Washington und Seoul begrüßten den Schritt.  Beobachter internationaler Aufsichtsbehörden wurden allerdings nicht eingeladen. 

Die von "38 North" untersuchten Bilder zeigten Vorbereitungen für die Zerstörungszeremonie. Tunneleingänge seien aber offenbar noch nicht permanent geschlossen worden und einige der Hauptgebäude seien noch intakt, berichtete die Expertengruppe.

Auf dem Testgelände hatte Nordkorea sämtliche seiner sechs Atombombentests vorgenommen, auf die die internationale Gemeinschaft mit mehreren Sanktionsrunden reagierte. Mit der Schließung des Testgeländes setzt das Land ein weiteres Signal vor dem für den 12. Juni geplanten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un.

UN befürchtet Unter- und Mangelernährung in Nordkorea

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat auf den Mangel an Lebensmitteln in Nordkorea hingewiesen. Das Land benötige etwa sechs bis sieben Millionen Tonnen Nahrungsmittel, es produziere aber nur etwa fünf Millionen Tonnen, sagte der Chef der UN-Organisation, David Beasley. "Wir haben keine Hungersnot gesehen", fügte er am Dienstag in Seoul hinzu. "Aber es gibt Probleme mit Unter- und Mangelernährung."

Beasley hatte in der vergangenen Woche bei einem viertägigen Besuch in Nordkorea mit der dortigen Regierung über die Verbesserung der Versorgung der Menschen gesprochen. Er habe bei "der Führung einen außerordentlichen Sinn von Optimismus" gespürt, sagte Beasley. Es gebe bei den Menschen im Land die Hoffnung, ein "neues Kapitel aufzuschlagen". "Es scheint den ehrlichen Wunsch zu geben, offener zu sein", sagte der frühere Gouverneur des US-Bundesstaates South Carolina. Die WFP ist ungeachtet des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm seit 23 Jahren in dem Land tätig.

Das wirtschaftlich marode, aber hoch gerüstete Nordkorea mit mehr als 25 Millionen Einwohnern ist nach Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft seit Jahren auf Nahrungshilfe von außen angewiesen. Nach UN-Schätzung ist die Ernährung von 10,3 Millionen Menschen des Landes nicht gesichert.

14. Mai: Pompeo: USA wollen Nordkorea Sicherheiten anbieten

Die USA wollen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un im Gegenzug zum Verzicht auf Atomwaffen bestimmte Sicherheiten anbieten. Das kündigte US-Außenminister Mike Pompeo beim Sender FoxNews an. Er habe Kim bei seinem jüngsten Treffen eine solche Versicherung in Aussicht gestellt. "Ich habe ihm gesagt, dass Präsident Trump sehen will, dass das nordkoreanische Regime sein Atomwaffenprogramm stoppt, komplett und vollkommen. Im Austausch dazu sind wir bereit sicherzustellen, dass das nordkoreanische Volk die Möglichkeiten erhält, die es so sehr verdient."

13. Mai: Nordkorea will sein Atomtestgelände vor Gipfel mit Trump zerstören

Nordkorea will sein Atomtestgelände vor dem geplanten Gipfel mit den USA zerstören. Die Anlage in Punggye Ri soll zwischen dem 23. und 25. Mai vor den Augen ausländischer Journalisten gesprengt werden und dann dauerhaft geschlossen bleiben, meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Samstag. US-Präsident Donald Trump dankte Nordkorea für die Ankündigung und sprach von einer "sehr klugen und großzügigen Geste".

Auf dem Testgelände hatte Nordkorea sämtliche seiner sechs Atombombenzündungen vorgenommen, auf die die internationale Gemeinschaft mit mehreren Sanktionsrunden reagierte. Laut KCNA sollen die Tunnel der in den Bergen gelegenen Anlage Ende des Monats nach einer offiziellen Zeremonie gesprengt und die Eingänge verschlossen werden. Forscher und Wachen würden abgezogen.

Die Schließung solle für ausländische Beobachter "transparent" ablaufen, hieß es bei KCNA. Dafür will der abgeschottete Staat Reporter aus China, Russland, den USA, Großbritannien und Südkorea einladen. Dass die Zahl der Journalisten begrenzt werde, liege allein am Platzmangel auf dem abgelegenen Testgelände, schrieb KCNA.

Die internationale Gemeinschaft hatte - angeführt von den USA - immer wieder ein Ende des atomaren Aufrüstung Nordkoreas gefordert. Mit der Schließung des Testgeländes setzt das Land ein weiteres Signal vor dem für den 12. Juni geplanten Gipfel zwischen US-Präsident Trump und Machthaber Kim Jong Un. Trump dankte Nordkorea in einer Twitter-Botschaft ausdrücklich für die Ankündigung.

12. Mai: USA versprechen Nordkorea bei Denuklearisierung Wohlstand

Die USA haben Nordkorea im Falle eines Abbaus seines Atomwaffenarsenals wirtschaftliche Hilfen beim Wiederaufbau des Landes versprochen. Sollte Pjöngjang "mutige Maßnahmen für eine schnelle Denuklearisierung" ergreifen, würden die USA das Land dabei unterstützen, "gleichwertigen Wohlstand mit Südkorea zu erreichen", sagte US-Außenminister Mike Pompeo. Beide Länder hätten eine "ziemlich gute Verständigung" darüber, was die gemeinsamen Ziele seien.

11. Mai: Südkorea begrüßt Termin für Gipfel zwischen USA und Nordkorea

Südkorea hat die Festlegung des Termins für das erste Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea begrüßt. "Wir hoffen, die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und die Schaffung eines dauerhaften Friedens werden erfolgreich sein", erklärte ein Sprecher des Präsidialamts in Seoul in der Nacht zum Freitag nach der Bekanntgabe des Termins durch US-Präsident Donald Trump.

10. Mai: Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump am 12. Juni

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wollen am 12. Juni in Singapur zu einem historischen Treffen zusammenkommen. Das gab Trump am Donnerstag via Twitter bekannt. "Wir werden beide versuchen, dies zu einem sehr besonderen Augenblick für den Weltfrieden zu machen", schrieb Trump. Nach Informationen aus dem US-Außenministerium laufen die Planungen für eine eintägige Veranstaltung. Allerdings gebe es die Möglichkeit, das Treffen bei Bedarf in den Folgetag hinein zu verlängern.

Drei von Nordkorea freigelassene US-Bürger sind zurück in der Heimat

US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania haben drei von Nordkorea freigelassene amerikanische Staatsbürger persönlich in Empfang genommen. Sie kamen mit Außenminister Mike Pompeo am frühen Donnerstagmorgen auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington an. Ihre Freilassung gilt als ein Zeichen der Annäherung zwischen Pjöngjang und Washington. Trump bemüht sich, Nordkorea zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms zu bewegen. Dazu will er bald auch direkt mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verhandeln.

Am Ankunftsort auf der Luftwaffenbasis war eine riesige amerikanische Flagge zwischen den Leitern von zwei Feuerwehrlastern aufgespannt. Auch Vizepräsident Mike Pence und der nationale Sicherheitsberater John Bolton waren zu der nächtlichen Stunde am Flughafen, um die drei Männer in Empfang zu nehmen. Nach der Ankunft sollten die Männer zunächst für medizinische Untersuchungen zum Militärhospital Walter Reed bringen. Nach Angaben des Weißen Hauses war kein Familienmitglied der drei Männer am Flughafen zugegen.

Ein Display im Hauptbahnhof von Seoul zeigt Fotos der drei in Nordkorea inhaftierten US-Bürger Kim Dong Chul, Tony Kim und Kim Hak Song (v.l.).
Bild: Ahn Young-Joon/AP (dpa)

Die nach ein bis drei Jahren Haft freigelassenen Männer - Kim Dong Chul, Tony Kim und Kim Hak Song - waren US-Angaben zufolge bei guter Gesundheit. Pompeo hatte die Männer nach Gesprächen in Nordkorea mit Kim und anderen Regierungsvertretern mitgenommen. Trump hatte die Freilassung daraufhin als Geste des guten Willens vor dem geplanten Gipfeltreffen mit Kim begrüßt. Die beiden wollen Ende Mai oder Anfang Juni zusammenkommen. Trump schrieb am Mittwoch ohne weitere Angaben, Ort und Zeit für dieses Treffen stünden nun fest.

Staatsmedien: Kim wertet geplantes Treffen mit Trump als "historische Chance"

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat das geplante Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump Berichten der Staatsmedien zufolge als "historische" Chance bezeichnet. Es handele sich um "ein historisches Treffen" und einen "großartigen ersten Schritt", sagte Kim bei seinem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag berichtete.

Der Gipfel mit Trump werde helfen, die Situation auf der koreanischen Halbinsel zu verbessern und eine "gute Zukunft" zu schaffen, sagte Kim demnach weiter. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, es sei offenbar das erste Mal gewesen, dass sich Kim zu dem geplanten Treffen mit Trump äußerte.

Pompeo war am Mittwoch nach Nordkorea gereist, um Trumps Treffen mit Kim vorzubereiten. Als weiteres Zeichen der Entspannung hatte Nordkorea drei inhaftierte US-Bürger freigelassen und an Pompeo übergeben. Laut KCNA sagte Kim, er habe die Männer "begnadigt", die wegen "feindseliger" Aktivitäten gegen Nordkorea inhaftiert gewesen seien.

Hier lesen Sie frühere Nordkorea-Nachrichten aus unserem News-Blog.

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