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Was Hobbys über Politiker verraten

Glosse Von Margit Hufnagel
31.08.2021

Umweltministerin Schulze hat Unterwasserrugby gespielt, Lindner geht auf die Jagd. Und was macht eigentlich Lars Klingbeil?

Mit Bewerbungsschreiben ist das ja eh immer so eine Sache. Sich selbst anzupreisen, dabei selbstbewusst und doch nicht großkotzig erscheinen, kundig und bescheiden zugleich – ganz dünnes Eis. Und dann ist da noch die Frage: Soll ich meine Hobbys in den Lebenslauf aufnehmen? Ganze Heerscharen von Karriereberatern arbeiten sich an Antworten dazu ab, schließlich, so der Glaube, sage es ja viel über den Charakter aus, was Menschen so in der Zeit jenseits des Büros veranstalten. Der Tipp geht meist so: Hobbys, die Mut oder zumindest Empathie ausstrahlen – also Fallschirmspringen oder Katzenbabys retten – gerne nennen. Wer am Wochenende lieber das Dschungelcamp in Dauerschleife schaut, sollte besser schweigen.

Svenja Schulze: "Das ist auch nicht brutaler als Politik"

Insofern darf sich jeder selbst ein Urteil bilden, wenn Umweltministerin Svenja Schulze erzählt, dass sie in ihrer Jugend Unterwasserrugby gespielt hat. Bei dem Mannschaftssport muss ein gefüllter Ball in den Korb des Gegners gelegt werden – unter Wasser. „Das ist auch nicht brutaler als Politik“, sagt Schulze – man glaubt es ihr aufs Wort. Heute bewegt sich die SPD-Politikerin eher im Trockenen: Sie mache gelegentlich Nordic Walking. Ist ja auch schön, doch klar ist: Die wilden Zeiten sind vorbei.

Schulze ist nicht die Einzige, die mit ihrer Freizeitbeschäftigung tief blicken lässt. FDP-Chef Lindner etwa hat Gefallen an der Jagd gefunden. Also ausgerechnet der Mann, der einst von Jürgen Möllemann den Beinamen „Bambi“ erhalten hatte. Oder Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, der sich mit Crossfit in Form hält, einer besonders harten Form des Zirkeltrainings, einer Art moderner Zehnkampf. Sich quälen, bis es wehtut, wer, wenn nicht Politiker, sollte das kennen.

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