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Bundeswehr

02.04.2018

Jetzt kommt die Umstands-Uniform für schwangere Soldatinnen

ARCHIV - HANDOUT - 10.05.2017, Berlin: In einer gestellten Szene trägt eine Soldatin Umstandsmode. zu dpa "Bundeswehr will Uniformen für Schwangere flächendeckend einführen" vom 02.04.2018 Foto: Jana Neumann/Bundeswehr/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Jana Neumann

80 Soldatinnen haben die Umstands-Uniformen der Bundeswehr getestet - jetzt soll die Kleidung für schwangere Soldatinnen in ganz Deutschland eingeführt werden.

Bundeswehr in anderen Umständen: Nach dem Abschluss eines "Trageversuchs" steht die Truppe vor der Serieneinführung von Umstandsuniformen für Schwangere. Die flächendeckende Beschaffung soll noch in diesem Jahr eingeleitet werden, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit werte man die Rückmeldungen der Soldatinnen aus und arbeite an Verbesserungen der Spezialuniformen.

Schwangere Soldatinnen bekommen elastische Uniformen

Insgesamt seien 500 Uniformsätze in verschiedenen Größen und Zusammensetzungen getestet worden - von der Feldbekleidung über Dienstanzüge bis hin zur Strumpfhose. Rund 80 Teilnehmerinnen hatten die Kleidungsstücke getestet und bewertet - etwa nach Optik, Tragekomfort und Atmungsaktivität. Es handelt sich laut Ministerium um elastische Uniformen, die den ganzen Zyklus über tragbar sind.

Insgesamt sei die Dienstbekleidung von den Soldatinnen positiv und die Feldbekleidung eher negativ bewertet worden, heißt es aus dem Ministerium. Bei der Feldhose etwa hätten Soldatinnen einen Strickeinsatz abgelehnt und einen leichteren Stoff vorgeschlagen.  

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20.000 Soldatinnen arbeiten bei der Bundeswehr

Die Überlegung dahinter geht zurück auf Modernisierungspläne der Bundeswehr hin zu einem zeitgemäßen Arbeitgeber, der Gleichstellung ermöglicht. Streitkräfte anderer Länder haben solche Spezialkleidung bereits eingeführt. Bisher greifen Soldatinnen der Bundeswehr zu Zivilkleidung, wenn die Uniform nicht mehr über den Babybauch passt. Rund zwei Prozent der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen sind nach Angaben der Bundeswehr im Durchschnitt schwanger. Die Kosten für den Versuch belaufen sich laut Ministerium auf rund 650.000 Euro.

Dienstanzüge tragen Soldaten bei feierlichen Veranstaltungen wie Gelöbnissen oder als Ausgehuniform außerhalb militärischer Anlagen. Die Feldbekleidung in Tarnfarben muss nicht zwingend im Gelände, sondern kann auch hinter dem Schreibtisch getragen werden. (dpa)

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