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Talkshow

06.05.2019

Kevin Kühnert verteidigt Sozialismus-Thesen bei "Anne Will"

Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos verteidigte seine Aussagen zum Thema Sozialismus auch in der ARD-Talkshow "Anne Will".
Bild: Marius Becker, dpa (ARD)

In der ARD-Talkshow "Anne Will" sollte es eigentlich um die CO2-Steuer gehen. Allerdings ging auch die Debatte um Kevin Kühnert in die nächste Runde.

Eigentlich wollte Anne Will am Sonntagabend das Thema "Streit um CO2 Steuer - wer zahlt für den Klimaschutz?" mit ihren Gästen diskutieren. Schließlich bewegt das Thema Klimawandel seit Wochen die Gemüter.

In der ARD-Talkshow ging aber ein anderer Streit in die nächste Runde. Denn zu Gast war neben Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der Parteivorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock, auch Juso-Chef Kevin Kühnert. Der hatte in der vergangenen Woche mit seinen Sozialismus-Thesen für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt.

Kevin Kühnert erntet Kritik von Sigmar Gabriel

Der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation war in einem Zeit-Interview zum Thema Sozialismus für eine Kollektivierung großer Unternehmen wie BMW "auf demokratischem Wege" eingetreten. Zudem nannte er es im Grunde nicht legitim, über die eigene Wohnung hinaus Wohneigentum zu besitzen. Er erntete dafür heftige Kritik, auch aus der eigenen Partei. Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel warf ihm vor, unhistorisch zu argumentieren und nur mediale Aufmerksamkeit und das eigene Ego im Blick zu haben.

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Derartige Kritik hat der Juso-Chef nun zurückgewiesen: "Ich glaube nicht, dass ich der SPD damit geschadet habe", sagte er am Sonntagabend in der ARD -Sendung "Anne Will". Die Politik sollte nicht jede Debatte immer nur nach dem parteitaktischen Vorteil ausrichten. "Das wird uns doch andauernd vorgeworfen, dass wir immer nur gieren auf die nächsten Umfragen, aber gar nicht die großen Fragen der Zeit diskutieren."

Kühnert kontert Gabriel und Manfred Schoch

Außerdem holte er zum Gegenschlag gegen Sigmar Gabriel aus: "Bei Sigmar Gabriel weiß ich nicht, ob er jetzt der beste Berater dafür ist, zu bewerten, ob jemand einen Ego-Trip irgendwo macht oder nicht", sagte er. Gabriel wurde in seiner Amtszeit oft vorgeworfen, einsame Entscheidungen zu treffen sowie sprunghaft und auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein.

Auch auf BMW-Betriebsratchef Manfred Schoch reagierte Kühnert, der nach seinem Interview gesagt hatte, die SPD sei für Arbeiter nicht mehr wählbar. Ihm hielt der Juso-Chef entgegen: "In der Satzung der IG Metall steht seit Jahren drin und zwar an prominenter Stelle, dass diese Gewerkschaft auch die Vergesellschaftung von großen Industriebetrieben anstrebt." Für die Gewerkschaft sitze Schoch im Betriebsrat. "Insofern weiß ich nicht, wer jetzt eigentlich von der Meinung seiner Organisation abweicht - ob er oder ich das tue." (dpa, AZ)

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Die Diskussion ist geschlossen.

07.05.2019

Dieser bräsige "Arbeiterfürst" Schoch sollte sich mal die Positionen seiner IG Metall und das Grundsatzprogramm des DGB - hier speziell zu den Schlüsselindustrien - zu Gemüte führen!

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