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Abzug der Fidesz-Abgeordneten: Orbáns längst fälliger Schritt

Kommentar Von Detlef Drewes
04.03.2021

Dass Ungarns Premier Viktor Orbán die Fidesz-Abgeordneten aus der christdemokratischen Fraktion im EU-Parlament abzieht, hatte sich abgezeichnet.

Viktor Orbán hat verloren. Noch einmal hatte der ungarische Premier am Wochenende mit Druck und Drohungen versucht, die Reform der Geschäftsordnung der Christdemokraten im EU-Parlament zu verhindern. Aber sowohl der Regierungschef in Budapest wie auch seine Fidesz-Parteigenossen hatten längst dermaßen überzogen, dass nicht einmal mehr die früheren Verbündeten in Berlin und München bereit schienen, ihre Hand weiter über den ungarischen Anti-Demokraten zu halten.

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: EVP-Chef Manfred Weber und der ungarische Premier Viktor Orbán Hand in Hand.
Foto: Szilard Koszticsak, dpa/MTI (Archiv)

So war der Brief, mit dem Orbán seine Partei-Vasallen aus der christdemokratischen Fraktion zurückzog, längst geschrieben, noch bevor die Entscheidung stand. Es ist ein Ausgang, der Kreise ziehen dürfte. Fraktionschef Manfred Weber hat dies angedeutet, als er durchblicken ließ, dass diese Abstimmung nicht nur eine „innerfraktionelle“ Bedeutung habe. Die Vorsitzenden der christdemokratischen Parteien zu Hause haben Orbán zum Abschuss frei gegeben. Der Mann, der seine Vorstellung einer „illiberalen Demokratie“ – so er selbst – verwirklichen wollte, wurde ausgegrenzt. Endlich. Er lähmte die Arbeit der EVP in fast unerträglicher Weise.

Lesen Sie dazu auch: Orbán kommt dem Fidesz-Rauswurf noch zuvor

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04.03.2021

Auf Orban kann man sich verlassen. Da weiß man wo man dran ist.

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