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Auch Trump hat Schuld an den Schießereien in den USA

Kommentar Von Thomas Spang
04.08.2019

Der Attentäter von El Paso feuerte gezielt auf Latinos. Donald Trump hat viel mit dem Erstarken weißer Rechtsextremisten in den USA zu tun.

Diesmal richtete sich der Terror nicht gegen Muslime oder Juden. In dem „mexikanischen Walmart" von El Paso gerieten Latinos ins Visier eines weißen Rechtsextremisten. Der Anschlag sei eine Antwort auf die angebliche „Invasion" hispanischer Zuwanderer aus dem Süden, heißt es in einem Manifest, das die Motive der Tat erklärt.

Die Wortwahl klingt bekannt. So hetzt auch der Präsident der Vereinigten StaatenDonald Trump, auf Kundgebungen vor seinen Anhängern. Mehr als einmal gebrauchte er den Begriff einer Invasion, der so falsch wie dumm ist. Tatsächlich haben Latinos schon in Texas gelebt als dieses noch gar nicht zu den USA gehörte.

Der Präsident benutzt wie selbstverständlich Formulierungen aus dem Wörterbuch des Unmenschen. Er weckt Assoziationen zwischen Flüchtlingen und Ungeziefer, spricht von Verseuchung oder empfiehlt nicht-weißen Amerikaner „zurück zu gehen". Ja wohin denn eigentlich?

Trump muss endlich etwas gegen die Waffengewalt unternehmen

Verwirrte Seelen, wie die des Attentäters von El Paso, lassen sich von solchen Worten inspirieren, verstehen sie als Handlungsanweisung. Die Differenz zwischen Wort und Tat lässt sich mit einer AK47, einem Schnellfeuergewehr, nur allzu leicht überbrücken.

Trump erntet, was er gesät hat. Statt Gebete zu versprechen, sollte der Präsident lieber auf die Ausfälle gegen Latinos, Muslime und Schwarze verzichten. Und endlich etwas gegen die Waffengewalt unternehmen, die in den USA epidemische Ausmaße angenommen hat.

Trauriges Wochenende in den USA

Das zurückliegende Wochenende geht dabei als besonders düsteres Kapitel in die Analen ein. Neben den Opfern des Terroranschlags von El Paso trauern die Amerikaner um neun Tote in Ohio, die ihr Leben im ganz alltäglichen Waffenwahn der USA verloren. Zunehmend bedenklich ist die Verbindung von leichter Zugänglichkeit zu kriegstauglichen Schießeisen und der wachsenden Entschlossenheit einheimischer Extremisten, davon Gebrauch zu machen. Diese haben seit dem 11. September 2001 in den USA schon mehr Menschen auf dem Gewissen als die Attentäter der El-Kaida.

Mit seiner Strategie, Flüchtlinge und Einwanderer zu entmenschlichen, trägt Trump eine zweifellos eine Mitverantwortung für das Erstarken weißer Rechtsextremisten in den USA. Der gesellschaftliche Zusammenhalt scheint heute zerbrechlicher denn je. Der Terror von El Paso muss ein Weckruf sein, der die Augen öffnet bevor es zu spät ist.

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Die Diskussion ist geschlossen.

06.08.2019

Sie müssen noch ein paar Ausrufezeichen mehr verwenden, Frau T., dann werden Ihre Ausführunen durchweg überzeugender. ;-)

Auf der einen Seite finden Sie über die Jahrtausende hinweg Vorgänge der Migration und ihrer Folgen völlig norma l- nur die, die zurzeit stattfinden, die sind verwerflich. Dabei ist der einzige Unterschied, dass damals die Übersiedler die Stärkeren waren und heute die Residierenden.

Wir leben aber inzwischen in zivilisierter Gesellschaft als ehedem und müssen uns der Aufgabe stellen, auch so mit den Problemen umzugehen. Dass die Armen dieser Welt eine Teilhabe wollen und sich nicht weiter ausbeuten lassen, das ist doch mehr als verständlich. Sich einmauern in Gated Communities oder gleich ein ganzes furchtsames Amerika kann es nicht sein.

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05.08.2019

@ Frau T.

Ihre Ausführungen sind abwegig. Sie erklären die Massenmorde der zwei Weißen – wovon einer der zwei Verbrechen offensichtlich rassistisch motiviert war - mit Vorgängen, die Ihnen, Frau T., nicht gefallen. Sie bedienen damit den Mechanismus, dass dumme Männer meinen, durch Morden Vollstrecker eines Volkswillens zu sein.

Ich bin der Redaktion dankbar, dass Sie Ihre Äußerung nicht gelöscht hat. Sie ist ein Beispiel, wie rassistische Gedanken, die vielleicht ein Zehntel unserer Bevölkerung hegen, sich artikulieren.

Raimund Kamm

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05.08.2019

Frau T.:

Merken Sie nicht, dass Sie durch Ihre Erklärungen eben sehr wohl rechtfertigen? Sie sind ja wohl offensichtlich der Ansicht, dass es sich um einen Akt der Notwehr handelt? Illegale Einwanderung ist nichts Erfreuliches, aber darauf steht doch wohl nicht die Todesstrafe, oder?

Außerdem übersehen Sie großzügig, dass das amerikanische Volk durchaus auch profitiert (hat) von den Illegalen, die ihnen zu billigsten Löhnen die niederen Arbeiten verrichten. Oder weshalb glauben Sie eigentlich, dass so lange nichts gegen diese Form der Migration unternommen wurde? Da hätten ja dann die oberen Zehntausend nicht gewusst, wo sie eine billige Putzfrau herkriegen sollten oder einen Gärtner, der ihnen für ein paar lumpige Dollars ihr Anwesen in Schuss hält.

Amerika wie es heute ist, fußt auf 'illegaler' Einwanderung. Oder wer hat die indigene Bevölkerung gefragt, ob sie die Übersiedler aus Europa haben wollen? Dass sich gerade dieser riesige Kontinent derart verständnislos und rigide gibt, was die Zuwanderung von Nachbarn, die in elenden Verhältnissen leben müssen und sich deshalb wie damals die Vorfahren auf den Weg machen zu neuen Chancen, ist nicht nachzuvollziehen und unangemessen.

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05.08.2019

Frau Maja S.

ich rechtfertige nicht das Massaker .

Im Gegensatz zu Ihnen , vielen Medien und Kommentatoren usw.

erkläre (!!!!!) ich ,

warum (!!!!!) es zu solchen Taten von Menschen dort gekommen ist und weiter kommen wird .

Im Gegensatz zu Ihnen und vielen Medien , Kommentatoren , begreife ich ,

daß die seit Jahren unhaltbare und von den Vorgängerregierungen kaum bekämpfte und eingedämmte illegale (!!!!) Zuwanderung vieler hunderter Illegaler pro Tag oder Woche

Menschen zu solchen Taten bringen kann , da diese Menschen keine Abhilfe durch Gesellschaft und Staat erkennen können .

Hier , in den europäischen Ländern , wählt man eben Le Pen , die AFD , die italienische Rechte , den Niederländer Gert Wilders etc .

Wo ist der Unterschied und wer ist Schuld ?


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05.08.2019

Die heutige us-amerikanische Gesellschaft entstand im Wesentlichen dadurch, dass weiße Europäer dorthin ausgewandert sind und mit überlegener Waffengewalt die Ureinwohner „klein gemacht“ haben. Die Triebfedern waren vermutlich Landraub und Rassismus.

Zugleich raubte man Millionen Schwarze aus Afrika, um durch ihre Arbeit reich zu werden. Diese Sklaverei war wiederum durch Raub und Rassismus geprägt. Es hat lange gedauert, bis die Mehrheit der weißen Bürger in den USA eingesehen hat, was sie den indianischen Ureinwohnern angetan hat und dass Sklaverei ein Verbrechen ist.

Die Benachteiligung der indianischen Ureinwohner hält wohl bis heute noch in Teilen an. Die Diskriminierung der Schwarzen auch. Die Verbrechen des Ku-Klux-Klans blieben häufig bis heute ungesühnt. Den Ku-Klux-Klan gibt es sogar weiter.

Ja, in der us-amerikanischen Gesellschaft ist Rassismus immer noch weit verbreitet. Und die Gesellschaft hat – wenn auch nicht mehrheitlich – mit D. Trump einen Mann zum Präsidenten gewählt, von dem rassistische Äußerungen schon vor Jahrzehnten überliefert worden sind.

Heute agiert Trump weiter rassistisch und bereitet als Twitter-Täter solchen Verbrechen den Boden. Er gehört nicht ins Weiße Haus sondern vor Gericht.

Raimund Kamm

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05.08.2019

Ach Gott , Herr Kamm , über was wollen Sie uns denn jetzt "aufklären" .?

Diese Geschichte ereignete sich auf diese oder jene Weise zu allen Zeiten und Epochen der Menschheit : in Mesopotamien , während der Ausdehnung des römischen Reichs , während der Eroberungzüge Nordafrikas durch die von Mohammed und anderen arabischen Heerführern geführten Reiterstämme.

Das machten die Mongolen im chinesischen Großraum ebenso wie das japanische Großreich in Südostasien .

Die Wikinger zogen in die heute Großebene um Moskau und vertrieben die dortigen Ureinwohner .

Die Azteken meuchelten in Mittelamerika und Mexiko zB die Mixteken und nahmen Frauen und Kinder als Sklaven mit , teilweise verspeisten sie sie als "Gottesopfer".

Die Ägypter löschten bekanntlich die Israeliten im Gebiet des heutigen Libanon/Israel aus und verschleppten die Juden als Sklaven an den Nil .

Sklaverei und Völkermord gab es zwischen den Stammen in Afrika viele Jahrhunderte .
Dort wurden ganze Stämme von den Nachbarstämmen so vernichtet , daß heute Forscher ganz ganz selten auf ganz wenige historische Überbleibsel stoßen .

Das Geschehen , das Sie hier singulär zu definieren glauben , gab es durch die vielen Jahrtausende der Menschheitsgeschichte hindurch auff allen Kontinenten und in allen Regionen dieser Welt !

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05.08.2019

Nein, der amerikanische Präsident trägt nicht einen Funken Schuld !
Sie , die Journslisten verdrehen leider wieder die Tatsachen .

Die USA leiden seit Jahrzehnten unter einem unablässigen Zustrom - man darf schon sagen , an einer Flut - von Migranten aus Mittel- und Südamerika .
Diese Migranten möchten eben nicht auf legalem Wege einwandern - unter den rechtlichen Bedingungen dort , diese Mingranten wollen einfach ohne Beachtung der Gesetze in das Land hineindrängen !

Weder die USA noch Deutschland , Italien, Frankreich ... können den massenhafzen Zustrom der Migranten aufnehmen ,verarbeiten .

In Deutschland, Frankreich, Italien,Polen..... wählen die sonst ja wehrlosen Bürger rechte Parteien und Regierungen .

In den USA , (auch in Australien) wo die Bundesregierung oft als fern , abgehoben angesehen wird , neben eben Menschen , die zunächst möglicherweise gar keine Rassisten sind , aus Hilflosigkeit oder Verzweiflung fatalerweise das Heft des Handelns in die eigene Hand .

Warum ?
Weil ihnen sonst niemand hilft !

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05.08.2019

Verstehe ich Sie jetzt richtig? Sie rechtfertigen diese Massaker, weil dem armen Amerikaner nicht gegen die Flut der illegalen Einwanderer geholfen wird? Weil ein Land wie die Vereinigten Staaten von Amerika, die sich als die Besten und Stärksten auf der Welt ansehen, wie sie ja bei jeder Gelegenheit betonen, nicht mit den Zuwanderern klar kommen, obwohl es bei ihnen nicht mal ein Sozialsystem gibt, das diese großartig ausnützen können.

Dass neben den verhassten Einwanderern auch noch ein paar normale Amerikaner niedergemetzelt werden, stört Sie offenbar kein bisschen. Die Sicherheitslage in USA ist ja so einzigartig, wie Sie zu betonen wussten.

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