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Der G20-Gipfel ist ein Format, das die Welt nicht braucht

Kommentar Von Stefan Lange
30.06.2019

Das Treffen der Mächtigen hinterlässt nicht nur politisch kaum mehr als heiße Luft. Die Klimabilanz des G20-Gipfels passt einfach nicht mehr in unsere Zeit.

Zwei Tage lang haben die großen Wirtschaftsnationen auf dem G20-Gipfel im japanischen Osaka über die Probleme dieser Welt debattiert. Große Themen wie der Klimaschutz und der Handel standen auf der Tagesordnung. Das Ergebnis hingegen fiel nur klein aus. Zerstritten zeigten sich die Staats- und Regierungschefs, und es stellt sich immer mehr die Frage, welchen Sinn die 2008 ins Leben gerufene Veranstaltung überhaupt noch hat.

Allein die Absurditäten rund um den Gipfel lassen ein riesiges Fragezeichen hinter dem G20-Logo erscheinen. So werben die G20-Staaten zwar für Klimaschutz. Sie selber hinterlassen jedoch eine Schadstofffahne und einen Müllberg, der jeder Beschreibung spottet.

G20-Gipfel: Ausgerechnet Deutschland schießt den Vogel ab

Nicht nur die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen reisen mit ihren riesigen Jets zum jeweiligen Gipfelort. Darüber hinaus sind immer Gaststaaten eingeladen, deren Politiker und Diplomaten auch nicht umweltfreundlich unterwegs sind. Die deutsche Delegation mit Kanzlerin Angela Merkel schoss dabei in diesem Jahr den Vogel ab: Weil die Regierungsflugzeuge in letzter Zeit ihre Verlässlichkeit vor allem als Pannenflieger bewiesen, flogen zwei Airbus-Maschinen von Berlin gen Japan. Eine mit der Delegation, die andere weitgehend leer. Sie machte in Tokio Station und stand als Reserve bereit.

Für die Gipfel sind darüber hinaus riesige logistische Anstrengungen erforderlich, die Unmengen von Energie verschlingen. Allein das Pressezentrum in Osaka war etwa so groß wie drei Fußballfelder und wurde bei Außentemperaturen um die 30 Grad ständig heruntergekühlt.

Echte Ergebnisse gibt es auf dem G20-Gipfel nicht

Der Gipfel-Irrsinn geht bei den Inhalten weiter. Schon vor dem Treffen in der Millionenmetropole Osaka war klar, dass es in diesem Jahr kaum nennenswerte Ergebnisse geben würde. Vor allem beim Handel und beim Klima driften die G20-Staaten immer weiter auseinander. Und es sind beileibe nicht nur die USA, die auf die Bremse treten. Das sieht von außen zwar oft so aus, weil sich alle Kameras auf US-Präsident Donald Trump und seine Delegation richten. Doch auch die EU-Staaten sind sich beim Klima nicht einig. Viele Staaten verfolgen beim Klima eigene wirtschaftliche Interessen.

Es gibt zwar helle G20-Augenblicke. Die EU und der südamerikanische Staatenbund Mercosur einigten sich nach ewig langen Verhandlungen auf eine Zusammenarbeit, an deren Ende die größte Freihandelszone der Welt stehen soll. Doch das hätten beide Seiten auch an anderer Stelle erledigen können und nicht zwingend in Osaka. Der Abschluss war nicht wirklich ein Ergebnis des Gipfels, sondern der verzweifelte Versuch, überhaupt einen Erfolg vorweisen zu können.

Der G20-Gipfel in Osaka hat gezeigt, dass es die Einigkeit aus den Gründungszeiten nicht mehr gibt. Beim ersten Treffen 2008 in Washington hatte der Druck der weltweiten Finanzkrise die Teilnehmernationen noch zusammengeschweißt. Differenzen gab es immer wieder, am Ende einigten sich die Gipfelstaaten aber auf gemeinsame Positionen. Nicht erst seit dem Amtsantritt von Trump bröckelt dieser Zusammenhalt. Auch sein Vorgänger Obama verstand es stets trefflich, Sand ins Getriebe zu streuen. So mussten sich Merkel und die anderen Europäer beispielsweise beim G20-Gipfel 2012 heftige Kritik des damaligen Präsidenten an ihrer Euro-Politik anhören.

Es gibt genug andere Möglichkeiten

Die G20-Staaten sollten darüber nachdenken, den Auflösungsprozess einzuleiten. Das Format hat sich überholt. Und für den direkten Austausch haben die Spitzenpolitiker dieser Welt genügend andere Möglichkeiten.

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