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So versagt die deutsche Politik in Afghanistan

Kommentar Von Rudi Wais
17.08.2021

Die Bundesregierung hat die Lage in Kabul nicht nur falsch eingeschätzt. Sie hat auch viel zu viel Zeit verloren. Ein Teil der Probleme ist hausgemacht.

Es sind verstörende Bilder, unsensibel und verräterisch zugleich. Als die Taliban gerade auf Kabul vorrücken, verkauft die deutsche Verteidigungsministerin zu Hause im Saarland Flammkuchen für einen wohltätigen Zweck. Und während dutzende von Diplomaten und Entwicklungshelfern um ihr Leben bangen und darauf warten, dass die Bundeswehr sie endlich aus Afghanistan herausholt, besucht die Kanzlerin in Berlin lächelnd eine Filmpremiere. Grotesker geht es kaum noch.

Das Chaos in Kabul zeigt: Die Evakuierung war nicht vorbereitet

Wortreich hat Angela Merkel zuvor zwar bedauert, wie falsch ihre Regierung (und damit auch sie selbst) die Lage eingeschätzt hat. Tatsächlich jedoch hat sie sich nicht einfach nur auf fatale Weise geirrt – sie hat in einer für viele Deutsche und ihre afghanischen Mitarbeiter existenziellen Krise kollektiv versagt. Obwohl es offenbar Warnungen aus der Botschaft in Kabul gab, obwohl Hilfsorganisationen seit Wochen darauf drängen, die besonders gefährdeten Ortskräfte endlich nach Deutschland einreisen zu lassen, fühlte sich im politischen Berlin bis zum Wochenende dafür niemand wirklich verantwortlich.


Die dringend benötigten Visa für die afghanischen Helfer? Nicht ausgestellt. Die schon seit Tagen absehbare Evakuierung? Nicht vorbereitet. Die Geheimdienste? Nicht informiert. Stattdessen großes Bedauern, larmoyante Hinweise darauf, dass es anderen Regierungen ganz ähnlich ergangen sei, und die üblichen Durchhalteparolen. Doch während in Deutschland die Transportflugzeuge erst noch für den Abflug nach Afghanistan vorbereitet werden mussten, wo das erste von ihnen dann ganze sieben Passagiere außer Landes brachte, hatten die US-Truppen längst gehandelt und hunderte von Menschen in die Arabischen Emirate geschafft – darunter etliche Bundesbürger.

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Taliban-Herrschaft: Vielen Helfern der Bundeswehr droht jetzt der Tod

Dass der deutsche Einsatz in Afghanistan nach 20 Jahren in einem Desaster endet, liegt nicht nur an der seltsamen Teilnahmslosigkeit der Nato und an den Amerikanern, die mit ihrem überstürzten Rückzug andere Nationen in Zugzwang gebracht haben. Ein großer Teil der Probleme ist hausgemacht und muss nach der Wahl schonungslos aufgearbeitet werden:

Das Kompetenzgerangel zwischen Auswärtigem Amt, Entwicklungs- und Verteidigungsministerium, quälend lange Entscheidungsprozesse und eine für Deutschland geradezu rufschädigende Ineffizienz: Ausgerechnet der vermeintliche Organisationsweltmeister hat Probleme mit der Organisation. In der Pandemie. Bei der Flutkatastrophe. In Afghanistan. Dass die Taliban umgekehrt viel besser organisiert sind als gedacht, dass ihr Marsch auf Kabul nicht mehr zu stoppen sein würde, hatte sich bereits seit Tagen abgezeichnet. Standen Maschinen der Luftwaffe deshalb einsatzbereit in einem der Nachbarländer, um bei Bedarf sofort eine Rettungsaktion starten zu können? Nein. Sie standen in einem Hangar in Niedersachsen.

Dass die Bundeswehr tatsächlich noch bis zu 10.000 Afghanen ausfliegt, denen unter den Taliban der Tod droht, ist vor diesem Hintergrund höchst unwahrscheinlich. Dazu hat die Regierung schon viel zu viel Zeit verloren.

Das heißt: Einige ehemalige Mitarbeiter und Helfer der Deutschen werden den Vormarsch der Taliban möglicherweise nicht überleben, obwohl Deutschland ihnen seinen Schutz zugesichert hat - ein ebenso empörendes wie beschämendes Szenario. Was das für andere Auslandseinsätze wie den nicht minder gefährlichen in Mali bedeutet, lässt sich schon erahnen. Die Ortskräfte der Bundeswehr dort werden sich genau überlegen, ob die deutsche Armee für sie wirklich noch der richtige Arbeitgeber ist. Wenn es hart auf hart kommt, das zeigt das Beispiel Kabul, ist auf Deutschland kein Verlass mehr.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.08.2021

Von Georg Kr. 08:28 Uhr
>>... Die einzige ausländische Intervention, die jemals ein positives Ergebnis brachte war die in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.<<

Die Frage, wie Menschen vor Gewaltherrschern geschützt werden können, habe ich mir immer wieder gestellt.

Auschwitz, Dachau und Deutschland wurde durch Soldaten befreit.

Der ugandische Despot und Massenmörder Idi Amin wurde durch einen Einmarsch tansanischer Soldaten in der Zeit des hoch angesehenen Julius Nyerere gestürzt.

Das Terror-Regime der von China unterstützten Roten Khmer in Kambodscha wurde durch Truppen des von der kommunistischen Partei regierten und von der Sowjetunion unterstützten Vietnams beendet.

Der brutalen Belagerung Sarajevos durch bosnisch-serbische Truppen fielen in der Stadt über 10.000 Menschen zum Opfer. 50.000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Belagerung wurde beendet durch das Eingreifen von NATO-Truppen, speziell der USA und Frankreichs.

Es ist leider nicht so einfach, dass Krieg schlimm und Nicht-Krieg gut ist.

Raimund Kamm

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19.08.2021

"Es ist leider nicht so einfach, dass Krieg schlimm und Nicht-Krieg gut ist."

Da haben Sie natürlich recht. Insofern habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt.

Gemeint war natürlich nicht eine UN-gestützte Intervention zur Verhinderung oder Beendigung von Verbrechen gegen die Menschenrechtskonvention wie Völkermord und dgl. sondern Versuche mittels militärischer Intervention bzw. Einmarsch die Implantierung einer funktionierenden Demokratie zu erreichen.

Davon sind auch die von Ihnen angeführten Staaten Serbien, Uganda und Kambodscha noch ein gutes Stück weit entfernt. Insbesondere die Gewaltenteilung betreffend

Gelungen ist das, glaube ich, wirklich nur in Deutschland.

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19.08.2021

Und jetzt schreiben Sie noch dazu, wo ein UNO Mandat dazu vorlag - denn nur mit diesem ist es ja abseits einer vorher erfolgten gegnerischen Kriegserklärung völkerrechtlich legal.

Ich empfehle jedem diesen Artikel alle halbe Jahre erneut zu lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Srebrenica

>> Aufgrund eines Vetos von Russland, das sich traditionell als Schutzmacht der Serben versteht, scheiterte im Juli 2015 eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, die die Geschehnisse als Völkermord bezeichnete. <<

>> Am 14. Juni 1993 forderte UNO-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali 34.000 UNO-Soldaten für die robuste Sicherung der Schutzzonen. Der Sicherheitsrat bewilligte vier Tage später allerdings nur eine light version, eine Erweiterung der Truppen auf 7600 Mann. <<

>> Daraufhin drohten die bosnischen Serben, bei Fortsetzung von NATO-Luftangriffen würden sie die UNPROFOR-Soldaten, die sie bereits als Geiseln interniert hatten, ermorden. Ferner würden sie die zusammengedrängten Flüchtlingsmassen gezielt unter Beschuss nehmen. Daraufhin wurden alle Bemühungen eingestellt, die eindringenden bosnisch-serbischen Truppen durch Luftangriffe zu stoppen. <<

Das ganze Volk das ein Rüstungsbudget von 2% des BIP ganz schrecklich findet hätte hier auch nicht weiter eskaliert...

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19.08.2021

@ PETER P.

>> Aufgrund eines Vetos von Russland, das sich traditionell als Schutzmacht der Serben versteht, scheiterte im Juli 2015 eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, die die Geschehnisse als Völkermord bezeichnete. <<

Wie oft hat eigentlich die Schutzmacht USA eine Verurteilung Israels mittels Veto verhindert?
Mal abgesehen von der verbrecherischen Ermordung Tausender Zivilisten bei der Bombardierung Bagdads mit verlogener Begründung.

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18.08.2021

Hat der Linksruck in Deutschland und den USA den Taliban in die Hände gespielt?

https://linke-rdeck.de/2011/bundeswehr-raus-aus-afghanistan/

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19.08.2021

Trump hat bereits den Abzug aus Afghanistan beschlossen und entsprechend verhandeln lassen. Die Taliban brauchten nur abwarten und sich in Ruhe vorbereiten. Laut Trumps Zeitplan wäre der Abzug schneller gewesen.
Das die afghanischen Sicherheitskräfte der korrupten Regierung nicht standhalten können oder wollen - wie im Irak- war absehbar.
Und ohne die USA ist so oder so eine deutsche Mission in Afghanistan undenkbar.

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18.08.2021

Georg Kr schreibt :

".... DIE LINKE fordert längst den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen . . ."

Das mag schon sein - ist aber das Falscheste , was man außenpolitisch überhaupt tun kann ! "

Tatsache ist , daß die Militärmission in Afghanistan zunächst die Terrorgruppe Al Quaida zerschlagen , Bin Laden unschädlich gemachte hatte und anschließend durchaus erfolgreich gearbeitet hatte . Die Taliban waren im Grunde genommen besiegt .

Wie ich schon geschrieben hatte :
Das Hauptproblem war und ist Pakistan !

Dazu kam das Desinteresse und die völlige Ignoranz gegenüber dieser Sache bei den Politikern und Bürgerschaften in den westlichen Ländern .

Sie behaupten -auch mit Ihrem fadenscheinigen Hinweis auf Ihre zusammenschusterten Flüchtlingszahlen- daß unter den Taliban das Land imner schon ein wahres Paradies war und der Schaden durch die Intervention begründet wurde .

Da frägt man sich dann schon , warum dann jetzt - allein innerhalb weniger Tage !- so viele aus dem Taliban-Paradies fliehen wollen ?


Die Europäer werden sich - und dies ist eine Tatsache - in Zukunft eher mehr an militärischen Missionen beteiligen oder diese sogar führen müssen !

Die in diesem Fall ans Tageslicht getretene völlige Ignoranz und Gleichgültigkeit bei den Politikern und Bürgern in den westlichen Nationen gegenüber auch schwierigen außenpolitischen Themen dürfen sich nicht wiederholen .
Dann würde man auch in der Lage sein , derartige Missionen zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen .

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19.08.2021

"Sie behaupten -auch mit Ihrem fadenscheinigen Hinweis auf Ihre zusammenschusterten Flüchtlingszahlen- daß unter den Taliban das Land imner schon ein wahres Paradies war und der Schaden durch die Intervention begründet wurde ."

Glatte Lügen. Aber das kennt man ja von ihnen. Lassen sie bitte ihre falschen Unterstellungen.

Sie werden von mir keine positive Bemerkung über religiös begründete Ideologien, schon gar nicht über islamistische finden.

Alle Interventionen in Afghanistan endeten in einem Fiasko u. a. weil auch die jeweiligen Gegenbewegungen von außen gesteuert und aufmunitioniert wurden.

Die einzige ausländische Intervention, die jemals ein positives Ergebnis brachte war die in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.

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19.08.2021

@Maria T.
Die Taliban waren nie besiegt. Diese haben weiterhin grosse Teile beherrscht. Oder war Afghanistan die letzten 20 Jahre friedlich?
Das Pakistan bzw. Teile des dortigen Geheimdienstes die Taliban unterstützen ist auch kein Geheimnis.

Der Westen versteht die afghanische Gesellschaft nicht. Diese beruht auf Stammes- und Clanordnung. Genauso im Irak, Syrien und Lybien. Man kann die dortigen Verhältnisse eher mit den Verhältnissen in Deutschland um das Jahr 1000 oder im schottischen Mittelalter vergleichen als mit aktuell westlichen Staaten. Afghanistan als Staat in unserem Sinne existierte nie. Das zu denken ist bereits der erste Fehler gewesen.

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18.08.2021

@ THOMAS T.

Sie sollten dringend etwas Ordnung in ihre konfuse Gedankenwelt bringen, falls sie noch auf einen Rest von Glaubwürdigkeit Wert legen.

Auf der einen Seite behaupten Sie:

"Diese katastrophale Lüge eines SPD-Ministers, mit der dieses Abenteuer begonnen wurde, hat das elende Ende bereits vorweggenommen."

und dann argumentieren sie wieder so konfus, als stünden die Taliban bereits an der deutschen Grenze:

" . . . und Abwarten bis die ihnen entgegen gebrachte naive Toleranz Dich selbst verzehrt und den Gotteskriegern die Macht einfach in den Schoß fällt."

Hatte Struck nun doch recht oder was wollen sie eigentlich?

Was Sie und ihre schlauen Gesinnungsgenossen und -innen immer noch nicht verstanden haben ist, was letztlich mit dem unrühmlichen Ende des Afghanistan-Abenteuers unter Führung der USA samt deren NATO-Vasallen wirklich und erneut scheiterte:

Es ist der Versuch, einem uns nicht nur räumlich sondern auch kulturell und gesellschaftlich fernstehenden Land quasi Demokratie nach westlichem Muster im Hauruck-Verfahren überzustülpen. Im Grunde ein "Regime change" nach altem amerikanischem Muster ohne zuvor die Basis für eine positive Entwicklung zu schaffen und die alten Machtstrukturen von Stammesfürsten und korrupten Eliten aufzulösen. Mit letzteren will man ja weiterhin gute Deals machen.

Wenn die Afghanen eine System-Änderung wollen muß die Initiative dazu schon von ihnen selbst kommen.

Wir Deutsche täten gut daran zunächst einmal das eigene Land so zu verändern, dass die Passage in unserer Nationalhymne "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland" nicht immer mehr zur hohlen Phrase wird. Was im Grunde ja für alle auseinandertriftenden westlichen Industriegesellschaften gilt.

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18.08.2021

Etwas weiter unten habe ich Ihre Methode des persönlichen Denunzieren bei fehlenden eigenen Argumenten schon mal gekennzeichnet.

Nun klauben Sie sich noch irgendwelche Zitate zusammen, um daraus dann einen Widerspruch zu konstruieren, den Sie anderen dann mit Bemerkungen wie „konfuse Gedankenwelt“ unterschieben wollen. Das ist nicht nur unredliche, sondern war so auch schon bei Streicher und von Schnitzler zu beobachten.

Aber um Sie noch mal teilhaben zu lassen:
Natürlich war das Struck-Zitat, dass sich wenige Jahre später auch Frau Merkel zueigen machte, eine Lüge, mit der 150.000 deutsche Militärangehörige in einen Krieg geführt wurden, der nicht zu gewinnen war. Dort hat die Bundeswehr gar nichts verteidigt, weil sie den notwendigen Kampf gar nicht führen konnte, weil es ein nicht militärisch war.

Man hat in 20 Jahren bei der Masse der Afghanen kein Umdenken erreicht, weil man unter Schutz der Besatzungsmacht einfach nicht damit angefangen hat. So wie man in beiden Teilen Deutschlands ab 45 eine „Entnazifizierung“ vorgenommen hat, ist es in AFG nie zu einer Entislamisierung gekommen. Man hat die Taliban zwar von der Macht verdrängt, aber einfach weiter machen lassen. Das war ungefähr so, als hätte man 1945 Hitler und Goebels in der „Alpenfestung“ einfach weiter machen lassen, nur ohne Waffen.

Der hinter diesem Problem im Wohnzimmer stehende rosafarbene Elefant wird dann an Zuweisungen wie „DITIP-Armin“, oder den Vertragspartnern diverser Staatsverträge zwischen einigen Bundesländern und Islamverbänden sichtbar. Auch in unserem Land haben Islamisten unendliche Geduld und warten im Schutze völlig fehlorientierter Toleranz darauf, dass sich der Westen auch im Westen Tod läuft.

Aber spannend wird Ihre Argumentation dann doch:
“kulturell und gesellschaftlich fernstehenden Land quasi Demokratie nach westlichem Muster im Hauruck-Verfahren überzustülpen”
Nun ist dass bei einem 20-jährigen Versuch mit dem “Hauruck” so eine Sache - aber wenn uns das in fernen Ländern nicht gelingt, warum sollte das dann hier bei uns Zuhause funktionieren? Gibt es also doch die eine oder andere kulturelle Unvereinbarkeit zwischen Menschengruppen?

Und wo wir vollkommen einig sind, dass die Initiativen für Afghanistan von Afghanen kommen muss.

Wie wäre es den dann, wenn die von Ihnen politischen präferenzierten Parteien ihre Umerziehungsaktionen mal auf demokratischem Weg mit der Masse der schon länger hier Lebenden in Deckung bringen würden? Die von den Linken mittels irrationaler Identitätspolitik erzeugte sichtbare Spaltung wäre zügig verschwunden.
Meine Befürchtung ist eher - dass Linke in Europa voller Bewunderung auf die Taliban schauen, und es ihnen lieber früher als später hier nachtuen wollen.

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18.08.2021

@ THOMAS T.

"So wie man in beiden Teilen Deutschlands ab 45 eine „Entnazifizierung“ vorgenommen hat, ist es in AFG nie zu einer Entislamisierung gekommen"

Die "Entislamisierung" war in der Zeit der russischen Besatzung Afghanistans schon sehr weit gediehen. Die islamistisch motivierte Unterdrückung der Frauen und sonstiger religiös initiierter Terror dabei, sich aufzulösen.
Doch dann bekamen die islamistischen Terror-Organisationen massive Hilfe von völlig unerwarteter Seite - den USA und deren NATO-Knechten.
Das Ende ist bekannt.

(edit/mod/NUB 7.2/7.3)

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18.08.2021

Sehr geehrter Herr Georg Kr.

Bitte erzählen Sie mehr von den großen Erfolgen der SU bei der Bekämpfung des Islam in Afghanistan!
Da scheinen Sie einfach mehr tolle Geschichten zu kennen, als selbst mein damaliger Lehrer in Staatsbürgerkunde. Und was haben wir über den schon gelacht.

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19.08.2021

@ THOMAS T.

"So wie man in beiden Teilen Deutschlands ab 45 eine „Entnazifizierung“ vorgenommen hat,"

Ihr großes Talent, depressive Stimmungslagen mit humorvollen Beiträgen aufzuhellen, haben Sie erst kürzlich in ihren Einlassungen über die in Studien belegte völlige Nutz-und Wirkungslosigkeit der Corona-Schutzimpfungen unter Beweis gestellt.
Von ähnlichem Kaliber nun ihr Bericht von der „Entnazifizierung“ in beiden Teilen Deutschlands inkl .Neufünfland - wo der Erfolg dieser Maßnahme ja mit jeder Wahl immer sichtbarer wird.
Immer lustig immer froh, Thomas mach ruhig weiter so.

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18.08.2021

Danke für diesen Kommentar, Herr Wais! Er trifft leider so sehr zu, dass es einem ganz schlecht werden könnte. Es ist beschämend, wie Deutschland seine Hilfskräfte fallenlässt und viele Menschen, denen man Hoffnung ohne Ende gemacht hat.

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18.08.2021

Die jetzigen Ereignisse haben viele Gründe :



Mit der rechtmäßigen und notwendigen Zerschlagung von Al Quaida und der Zuführung zu seiner gerechten Bestrafung des Initiators vieler Terroranschläge mit dem Höhepunkt an 9/11 - Bin Laden - war eigentlich der Hauptgrund für den Einsatz in Afghanistan erreicht .

Das zweite Ziel der daran anschließenden Mission - die Schaffung einer gegen die Rückkehr der Taliban wehrhaften Gesellschaft , insbesondere aber wehrhafter afgh. Sicherheitskräfte dagegen wurde in den vergangenen 10 Jahren von den westlichen Gesellschaften , den westl. Politikern und Parteien (möglicherweise auch aufgrund der vielen anderen , seither stattgefundenen Krisen) vergessen !


Lediglich die Militärs -aus allen (!) beteiligten Ländern- wußten um die fragile Lage , konnten sich jedoch gegen die Politiker ihrer jeweiligen Länder im Laufe der Jahre nicht mehr durchsetzen und die Dringlichkeiten sichtbar machen .

Daß es jedoch Fortschritte gab , daß die Afghanistan-Mission durchaus das zweite Ziele auch hätte errichen können - allerdings wohl erst in vielen vielen Jahren ,
zeigen die Bilder der vielen Menschen , welche jetzt aus Afghanistan fliehen wollen ,
zeigen die Berichte gerade über Frauen , welche sich in den letzten 20 Jahren aus dem islamistischen , von den Taliban in das ehemalige gemäßigte Königreich Afghanistan gebrachte , Joch befreiten .


Die Hauptschuld für das jetzige Chaos trägt insbesondere der linken , sich seiner linken Wählerschaft und deren Wünschen permanent und völlig ergebene amerikansiche Prä. Biden !
Dies wäre seinem Vorgänger so mit Sicherheit nicht passiert !


Bei den Deutschen spielt die seit jeher , seit Bestehen der BRD diesem Land eigene , latente und gesichtsvergessene Ignoranz und das aus dieser Ignoranz entstandende völlige , ja fast feindselige Desinteresse an den und Ablehnung der deutschen Streitkräften und an einer wehrhaften , im Verbund mit den Partnern wehrhaft auftretenden Außenpolitik die größte Rolle !

Der bundesdeutschen Politik kam in der Vergangenheit und kommt dieses permanente Desinteresse , die Ignoranz und Feindseligkeit gegenüber dieser Thematik natürlich bestens entgegen , wird sie doch dadurch bei unliebsamen Entscheidungen zu solchen Themen erheblich entlastet und kann sich darauf berufen , ja nach "des Volkes Wille und Stimme" zu handeln -wenn sich Deutschland seinen - durchaus auch militärischen (!) - Verpflichtungen entzieht und aus seiner Verantwortung drückt !


Letztendlich aber war und ist das alles überragende , wirkliche und entscheidende Problem von Afghanistan nicht "Afghanistan" selbst .
Das Problem von Afghanistan war immer und ist auch jetzt in diesen Tagen Pakistan !

Die "Koranschüler" kamen ursprünglich aus Pakistan und eigneten sich in einer aus Pakistan heraus kommen , dort initiierten Invasion am Ende des afghanischen Bürgerkriegs das zerbrochene Afghanistan an .

Nach den Terroranschlägen vom 11.Sep. 2001 flohen die - militärisch zu jener Zeit schon geschlagenen - Taliban über die Grenze nach Pakistan .
Von dort aus führten die verbliebenen Islamisten ihren jahrelangen Partisanenkrieg weiter , die westlichen Streitkräfte konnten sie nicht über die afghanisch-pakistanische Grenze hinaus verfolgen und vollständig eleminieren .

In Pakistan - in den Madaris , den fanatisch geführten Koranschulen (aus welchen die Taliban , die Koranschüler in den 1990er Jahren ursprünglich stammten) - konnten die Taliban auf ein gut gefülltes Reservoir an islamistisch indoktrinierten , fanatisierten Kämpfern zurückgreifen .

Mit Hilfe von islamistischen , wohlhabenden Pakistanis , dem pakistanischen Geheimdienst ISI (dem vermutlich wichtigsten außerafghanischen Helfer der Taliban) , Geldern aus Katar und anderen arabisch-islamischen Quellen , SEHR WAHRSCHEINLICH (!) aber auch Waffen- und Nachschublieferungen aus China und Rußland konnten die Taliban ihre teils erheblichen Verluste über 20 Jahre ausgleichen .

Da der Westen über die Jahre den einst auf diese Region gerichteten intensiven Focus mehr unn mehr verloren hatte , aber insbesondere Pakistan in all den Jahren - seit dem Sturz des dem letzten dem Westen gewogenen pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf - nichts entgegensetzen konnte und wollte - wäre dieser Ausgang nur durch die Präsenz der ausländischen Truppen über weitere 20-30 Jahre zu verhindern gewesen .


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18.08.2021

"Die Hauptschuld für das jetzige Chaos trägt insbesondere der linken , sich seiner linken Wählerschaft und deren Wünschen permanent und völlig ergebene amerikansiche Prä. Biden !
Dies wäre seinem Vorgänger so mit Sicherheit nicht passiert !"

Da dürften sie recht haben. Der hätte sich längst mit den Ober-Gotteskriegern getroffen und den perfekten Deal ausgehandelt - wie damals mit seinem Amigo Kim . . .

Kurz bevor Trump aus dem Weißen Haus verscheucht wurde reduzierte er noch die US-Truppen in Afghanistan von rund 4500 Soldaten auf 2500 Soldaten . . .

Übrigens: Die deutsche Partei DIE LINKE fordert längst den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen . . .
Seit der NATO-Intervention in Afghanistan im Jahr 2001 sind 2,6 Millionen Afghaninnen und Afghanen ins Ausland geflohen.

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17.08.2021

10 Jahren russische und 20 Jahre amerikanische Besatzung und nun der plötzliche Truppenabzug haben das Land Afghanistan in ein unsicheres Chaos gestürzt. Aber gerade deshalb kann man davon ausgehen, dass von Afghanistan die nächsten Jahre keine Gefahr zu erwarten sein wird, da man mit sich selbst beschäftigt ist, um die Schäden zu beseitigen und neu aufzubauen.
Man darf sich aber fragen, warum das ganze?

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17.08.2021

Der Kommentator hat recht, wenn er meint, dass die deutsche Regierung aktuell in Afghanistan versagt hat. Dass die ‚Ortskräfte‘ genannten heimischen Mitarbeiter der Bundeswehr ihrem Schicksal überlassen wurden und werden, ist beschämend. Hierfür muss die Verteidigungsministerin als Chefin der Bundeswehr persönlich Verantwortung übernehmen!

Wenn es stimmt, dass aus der deutschen Botschaft in Kabul seit Wochen vor dieser Entwicklung gewarnt wurde, hat auch der Außenminister schwer versagt.

Auch wird der der Kanzlerin unterstellte Bundesnachrichtendienst seit vielen Jahren Quellen in Afghanistan haben. Diese müssten gesehen haben, in welchem Zustand das heimische Militär war. Dass offenbar die meisten Soldaten aufgrund grassierender Korruption von der Staatsspitze bis ins Militär hinein, sich nicht mit ihrem Verteidigungsauftrag identifiziert haben. Für ein korruptes Regime hält man nicht seinen Kopf hin.

Versagt haben bereits viele Verteidigungsminister*innen vor der jetzigen. Als ich vor elf Jahren dies las:
6.12.10 www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,733091,00.html
>>Repräsentative Studie Deutschland bei Afghanen so unbeliebt wie nie
Es ist ein Rückschlag für die Nato-Allianz: Das Ansehen ausländischer Soldaten in Afghanistan ist laut einer Umfrage auf ein Rekordtief gefallen. Im Einsatzgebiet der Bundeswehr befürworten fast 40 Prozent der Befragten Anschläge auf die internationale Truppe.<<

habe ich noch mehr am Sinn des Bundeswehreinsatzes gezweifelt. Denn mit den Jahren der Stationierung wuchs die Ablehnung durch die Einheimischen. Wozu dann noch dort wachen und kämpfen. Doch nur wenige Tage oder Wochen nach der Veröffentlichung dieser Umfrageergebnisse flog der damalige Verteidigungsminister mit Frau und dem Talkmaster Kerner nach Afghanistan und macht dort eine Show.
https://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-bei-kerner-in-afghanistan-talkshow-auf-steuerzahlerkosten-1.1049849
In der Kerner-Show wurde die wachsende Ablehnung des deutschen Einsatzes durch die Afghanen dann nicht einmal diskutiert.

Unrecht hat der Kommentator mit der Überschrift „So versagt die deutsche Politik in Afghanistan“. Versagt hat nicht „die Politik“, sondern die Bundesregierung. Zur Politik gehören neben der Regierung auch die Abgeordneten sowie die Opposition und die Parteien.

Die GRÜNEN haben im April 2019 im Bundestag den Antrag gestellt „Verantwortung anerkennen – Gruppenverfahren zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte einführen“
18.10.2019 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw42-de-afghanische-ortskraefte-659836
Der Antrag wurde offenbar lange in den Ausschüssen beraten und dann vor zwei Monaten am 23. Juni im Plenum des Bundestags abgelehnt. Die Debatte ist ein Zeitdokument:
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw25-de-afghanische-ortskraefte-846934
Die Koalitionsfraktionen und die AfD lehnten den Antrag ab, die Linksfraktion stimmte mit den Grü-nen dafür, die FDP enthielt sich.

Raimund Kamm

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17.08.2021

57 tote Kameraden und 12,5 Milliarden Euro Steuergeld später... was bleibt? Man hat versagt und als Wiedergutmachung nehmen wir halt den Großteil der Flüchtenden bei uns auf. Haben ja Platz und Geld lässt sich, wie Corona zeigt, schnell mal drucken... oder man holt es eben aus der Rentenkasse, arbeiten wir halt bis zum Tod, um die Welt zu finanzieren. Eine neue Welle übersteht das Land nicht! Derweil lacht sich der Taliban ins Fäustchen, hat quasi über Nacht ein Land erobert und ist nun im Besitz unserer Waffen und denen der USA. Totalversagen auf Kosten von Leben und Steuerzahlern, danke Merkel, danke Biden. Wie so oft sagt Merkel nun "wir haben Fehler gemacht". Dann soll sie doch aufhören sie zu wiederholen. Grenzen zu, Hilfe vor Ort im sicheren Drittstaat, wo auch die Kultur gleich ist. Derweil plädieren die Grün*innen und die SPezialDemokraten für noch mehr Bleibeperspektiven, die Linken applaudieren den Taliban zu und gratulieren zur "Eleminierung" von Bundeswehrsoldaten. CDU/CSU und FDP sagen vor der Wahl nein, danach ja. Die AfD sagt eh zu allem nein, was dieses Thema angeht, aber bleibt wenigstens konsequent in ihrer Meinung. Werden noch spannende Wahlen werden.

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17.08.2021

"die Linken applaudieren den Taliban zu und gratulieren zur "Eleminierung" von Bundeswehrsoldaten."

Dreckschleudern und Klugscheissen klappt hervorragend bei unseren verhinderten Kriegshelden und -innen an der Heimatfront . . .

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17.08.2021

Sehr geehrter Herr Georg Kr.

Ihre Diskursmethode, bei fehlenden eigenen Argumenten sofort persönlich zu attackieren ist „verstörend“.

„Die Linke“ feiert gerade 60 Jahre Mauerbau, unterstützt mit der Hamas eine weltweit so eingestufte Terrororganisation und unterstütz mit BDM eine klar antisemitische Organisation.

Rote und Grüne haben unser Land in den Afghanistan-Krieg geführt. In wohl keiner Fraktion des Bundestages sitzen wohl noch so viele Parlamentarier, die schon 2001 JA zum Krieg gesagt haben, wie bei den Grünen.

Und Sie wissen nichts besseres zu tun, als hier Andersmeinende als „Dreckschleudern und Klugscheisser“ zu denunzieren.

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18.08.2021

Meinungsfreiheit hin oder her, aber wie viele Maß müssen vertilgt werden um so viel krudes Zeug zu verbreiten.

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18.08.2021

@ Georh Kr.: Bevor man etwas vorwirft, sollte man sich informieren. Schauen sie mal bei Google nach "Bijan Tavassoli", Politiker der Hamburger “Linken”, dieser hat mit einem Facebook-Posting für Entsetzen gesorgt. Darin stellte er sich auf die Seite der Taliban, gratulierte ihnen zur Befreiung und zu “jedem einzelnen eliminierten Bundeswehrsoldaten”.

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18.08.2021

@ STEFAN K.

Verrückte, vielleicht sogar eingeschleuste Mitglieder finden Sie in allen Parteien. Daraus "die Linken applaudieren den Taliban zu und gratulieren zur "Eleminierung" von Bundeswehrsoldaten." zu machen, ist aggressive, primitive Hetze. Basta.

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17.08.2021

Bei allem, was Herr Wais richtigerweise zum Versagen der Bundesregierung sagt, zwei wesentliche Dinge lässt er aus.

„Unsere Freiheit“ wurde am „Hindukusch“ nicht eine Sekunde lang „verteidigt“. Diese katastrophale Lüge eines SPD-Ministers, mit der dieses Abenteuer begonnen wurde, hat das elende Ende bereits vorweggenommen. Und wenn die Regierung, die solche markigen Worte findet, mit Rücksicht auf die Befindlichkeiten des grünen Koalitionspartners dann den Soldaten die Ausrüstung zum „Verteidigen“ gleich mal verweigert und sich als Moralapostel geriert, der Brunnen bohrt und Schulen baut, braucht man sich nicht zu wundern, wenn dann die Wenigen, die wirklich gekämpft haben, hier vor Gericht gebracht, oder als „Rechte“ gebranntmarkt werden. Deutschland ist schon lange organisierter Bürokratenzauber und kein „Organisationsweltmeister“ mehr. Wahrscheinlich versauen die Fern-Flüge nach AFG die CO2-Bilanz der Luftwaffe so sehr, dass für ein paar Wochen Übungsflüge in den Geschwadern eingestellt werden müssen. (Ja - ich polemisiere!) Wir können es nicht mehr.

Zum anderen blenden alle aus, was für ein Gesellschaftsbild, mit welcher Weltanschauung sich dort durchsetzt. Und das Mittel der Wahl der Taliban war lediglich Gedult. Der rosarote Elefant steht mitten im Wohnzimmer, und keiner will ihn sehen, auch Herr Wais nicht.

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17.08.2021

"Wir können es nicht mehr."

Wir konnten es noch nie und lassen es hoffentlich endlich auch bleiben. Haben es aber leider schon des öfteren versucht.

Die Schnapsidee z. B. einen Krieg gegen Russland - und das im Winter - gewinnen zu wollen konnte nach Napoleon nur noch der von den dummen Deutschen zusammengewählten noch dämlicheren Nazi-Bagage einfallen.

Mit den Islamisten und deren archaischen Vorstellungen von einer Gesellschaftsordnung werden die sich jetzt stärker in dieser Region engagierenden Russen und Chinesen schon fertig. Verlassen sie sich drauf.

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17.08.2021

Sehr geehrter Herr Georg Kr.

vielleicht ist es ja Ihrer Aufmerksamkeit entgangene, aber die Russen haben sich schon mal 10 Jahre lang in Afghanistan ausprobiert. Also ich würde mich auf deren Erfolg nicht verlassen.
Das die KP Chinas in weiten Teilen deckungsgleiches Gedankengut und mit den Taliban teilt, will ich gar nicht bezweifeln. Da finden sich zwei, die sich gesucht haben
Das war aber gar nicht Teil meines Gedankenganges.

Die Frage zielte eher dahin, wo sich zunehmende Mengen von Menschen mit der gleichen Weltanschauung wie die Taliban noch in Geduld üben und Abwarten bis die ihnen entgegen gebrachte naive Toleranz Dich selbst verzehrt und den Gotteskriegern die Macht einfach in den Schoß fällt.

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18.08.2021

>> Mit den Islamisten und deren archaischen Vorstellungen von einer Gesellschaftsordnung werden die sich jetzt stärker in dieser Region engagierenden Russen und Chinesen schon fertig. Verlassen sie sich drauf. <<

100%

Die chinesische Methode Uiguren präventiv in Sonderlager zu schicken, scheint ja auf das linksgrüne Spektrum doch eine gewisse Faszination auszuüben.

Da wähle ich ja noch lieber DITIB-Armin...

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18.08.2021

@ PETER P.

Die Russen hatten die Islamisten in ihrer Afghanistan-Zeit ganz gut unter Kontrolle. Frauen bekamen viele Rechte, wie eine afghanische Ärztin in einem interessanten Bericht auf "Phönix" kürzlich bestätigte.

Die Wende kam durch die USA und ihre Verbündeten, die um 1989 damit begannen islamistische Rebellengruppen wie die Mudschahedin, die sich als Reaktion auf die Säkularisierung Afghanistans bildeten, politisch und materiell zusammen mit Teilen der islamischen Welt zu unterstützen. Amerika züchtete seine Feinde wieder einmal selbst.

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18.08.2021

>> Die Russen hatten die Islamisten in ihrer Afghanistan-Zeit ganz gut unter Kontrolle. <<

Mit 26.000 toten russischen Soldaten "unter Kontrolle" ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetische_Intervention_in_Afghanistan#cite_note-30

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18.08.2021

@ PETER P.

Mit 26.000 toten russischen Soldaten "unter Kontrolle" ...

Ja, Hauptsache, es ging damals gegen die Russen. Dafür rüstete unser Hauptverbündeter sogar islamistische Terroristen auf.
Die etwas späte Strafe für diese Dummheit mit immerhin 1800 toten amerikanischen Soldaten samt großer Blamage hat die Amis jetzt ereilt.

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17.08.2021

Deutschland hat einen Krieg verloren, Menschen sind gestorben, ein Land ruiniert... und die Medien applaudieren Frau Merkel.

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17.08.2021

Frau Merkel hat doch nur 16 Jahre in Afghanistan Krieg führen lassen. Bei all den Krisen, die die Frau so super-erfolgreich bewältigt hat, kann so ein Krieg mit mehreren Dutzend gefallenen deutschen Soldaten schon mal ins aufmerksamkeitstechnische Hintertreffen geraten. Kann einem auf dem roten Teppich schon mal durchrutschen, dass da ein paar Transportflugzeuge, deren Bewaffnung irgendwie noch nicht vollständig montiert werden konnte, vor den Flugabwehrraketen der Taliban rumgurken, um SIEBEN Menschen, die die genialen Botschaftsmitarbeiter ausfindig machen konnten, auszufliegen.

Wer so viele Erfolge zu verbuchen hat, wie Frau Merkel, der hat sich mal einen Schlag ins Wasser verdient.

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17.08.2021

Deutschland hat auch den 2. Weltkrieg angezettelt und lag nachdem ca. 70 Millionen Menschen ihr Leben verloren hatten in Schutt und Asche. Und trotzdem rennen viele wieder den Rechtsextremisten hinterher.

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17.08.2021

Sehr geehrter Herr Georg Kr

Was auch immer ihre sich immer wiederholenden Vergleiche und absurde Zahlen zum heutigen Geschehen beitragen sollen, bleibt Ihr Geheimnis. Wieso sie die Opfer des Japanischen Kaiserreiches den deutschen Nazis auf die Rechnung setzen, wissen nur Sie.

Aber immerhin hat in Deutschland nach dem 2.WK ein „Nationbuilding“ im aufgeklärt-demokratischen und rechtsstaatlichen Sinne funktioniert.
Warum hat das hier geklappt und nicht in Afghanistan? Was ist der Unterschied?

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17.08.2021

(edit/mod/NUB 7.2)

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17.08.2021

Während - und dies ist eindeutig fotografisch dokumentiert - die US Force am Sonntag 640 afghanische Frauen, Kinder und Männer mit einer C 17 Globemaster III ausflogen ( alle sitzen gedrängt am Boden, der Laderaum ist bis in das hinterste Eck gefüllt) , hat die Bundesluftwaffe auf dem wrsten Flug aus Afghanistan heraus mit ihrer A400M gerade einmal SIEBEN (!!) nach Taschkent ausgeflogen :
5 Deutsche, 1 Franzosen und 1 Afghanen .

Bravo ! Kann man da nur sagen !

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17.08.2021

Wir Bürger werden nun mit in die Haftung genommen und es würde mich nicht wundern, wenn sich 2015 wiederholen wird. Vielleicht sogar noch eine Stufe der Intensität höher als damals!

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